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Land in Sicht oder Thüringer Kunst den Thüringern

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Blick ins Saaletal.
Blick ins Saaletal.
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Professor Achim Preiß gehört zu jenen Menschen, denen Ideen eben mal so zufliegen. Für die Umsetzung sorgt in seinem Fall Assistentin Sibylle Müller, die derzeit noch Studentin der freien Kunst an der Bauhaus-Universität ist, aber
schon fleißig an ihrer Promotion schreibt. Die Idee, Thüringer Kunst nicht ausschließlich im Ausland zu präsentieren, sondern zunächst den Thüringern
selbst zu zeigen, kam Preiß im vergangenen Oktober. Er ließ eine Künstlergruppe zusammentrommeln.
„Ich machte mich auf die Suche nach Studienkollegen, die in das Projekt passen
und Lust haben, ihre Energie einzubringen“, sagt Sibylle Müller, deren Begeisterung für die Sache ungebrochen ist. Wenig später gab es in Schmalkalden und Stadtilm erste Präsentationen. Seit dieser Zeit tourt die
Ausstellung „Land in Sicht“ durch den Freistaat. „Wir gehen mit Thüringer Kunst
durch Thüringen“, erklärt Müller. Die jungen Künstler wollen Neues zeigen, Aufbruchstimmung erzeugen.
Derzeit geht es von Vernissage zu Vernissage. Die Hauptausstellung ist bis 15. Juli in der „Kemenate“ in Orlamünde zu sehen, parallel dazu gastiert eine Nebenausstellung am 9. Juni zum Hoffest in Pfiffelbach.
Katja Triol, Rosmarie Weinlich und Sebastian Hertrich sind Aktivisten der ersten
Stunde. Was sie produzieren, lässt innehalten und regt zum Nachdenken an. Wertvolle Arbeiten verlassen auch die Ateliers von Cosima Göpfert, Helmi Kynast, Anna Heyde, Robert Meyn, Jegor Romanov und Andreas Tontsch.
Professor Achim Preiß ist Schirmherr und aktiver Teilnehmer. „Seit 1994 reift in
Weimar der bildkünstlerische akademische Nachwuchs des Landes heran“, sagt er. „Ein vordergründiger Zweck der Wanderausstellung ist, den
Steuerzahlenden vor Augen zu führen, was mit dem staatlichen Geld passiert.
Es handelt sich also nicht um studentische Arbeiten schlechthin, sondern um
Stücke von Meistern, die sich insbesondere an die Schülerschaft des Landes wenden, um diese für ein Kunststudium zu interessieren“. Preiß sieht im Regionalismus die wichtigste Voraussetzung für einen künstlerischen Erfolg in
den Metropolen der Welt.
Nach dem Sommer will „Land in Sicht“ dann doch über den thüringischen Tellerrand schauen. Im September stellt die Künstlergruppe ihre Werke
auf Mallorca aus und im Dezember eventuell in Brüssel. Bis dahin will sie
sich verändert und eine Form gefunden haben, die dem Begriff „Thüringer Kunst“ Gestalt gibt. Denn nur, wer etwas könne, sei konkurrenzfähig, meint der Professor. „Das alles klingt freilich etwas hoch gegriffen“, räumt er ein.
„Doch den Versuch sollte es wert sein".

Anmerkung der Autorin:
Ich habe die Künstler einen ganzen Tag lang begleitet und Impressionen von Aufbau und Eröffnung der Ausstellung in Orlamünde in einer Fotoreportage zusammengefasst.

Blick ins Saaletal.
Ich bin der Boss, lasst mich hier raus!
Haben wir alles eingepackt?
Ein Stück Vereinsflagge vom Gastgeber.
Vor der Ausstellung.
Krasser Gegensatz: Ritterspiel und Neonröhre.
Nachts erscheint die weiße Frau...
Der Kaffee ist fertig...
Kurze Pause in der Sonne.
Ein kurzes Brifing vor dem Aufbau.
Kein Sport bei dieser Hitze.
Guter Gott, was ist das denn?
Alles klar, nur zum Anschauen.
Ein schweres Stück Arbeit - die "Kopfarbeit" von Cosima Göpfert (links).
Wann gibt's endlich Frühstück?
Wie langweilig - alles nur Plastik.
Fotografiere die Bilder noch mal, bevor sie runterfallen.
Gehorche oder ich fress Dich!
Und jetzt in die Fensternische mit ihm.
30 Grad im Schatten - Gott sei Dank steh ich hier in der Kühle.
2
Pater Andreas Tontsch bringt das Equipment für die richtige Beleuchtung.
Nach längerer Probe funktioniert sogar die Kaffeekanne.
Katja Triol widmete sich dem "Thüringer Zwerg"
"Ego" heißt dieses Bild von Rosmarie Weinlich.
Ein Blick in die Kemenate zu Orlamünde (bei Kahla).
Auf Besucher ist man offensichtlich vorbereitet.
Wer rebelliert, muss die Kugel heben...
So kann das aber nicht stehen bleiben!
Ob heute wohl viele Besucher kommen?
Die Toilette - mit freiem Fall der Endprodukte in den Hof.
11
Schlagende Argumente.
Aufbau-Chaos.
Ich fasse zusammen...
Sei bloß vorsichtig mit der Bushaltestelle des Professors.
1
Zwei Highlights der Ausstellung.
Nietzsche und das braune Gedankengut.
2
Manchmal kommt es auf eine Kleinigkeit an.
Lieber Gott, mach, dass die Nägel halten.
1
Liegen meine Ikonen richtig?
2
Wer nicht spurt, kommt an den Ring.
Durch diese Tore sind schon viele gegangen.
Blick in den alten Schlachthof
Wer gibt sich die Kugel?
Tore zur Hölle?
Und wie gefällt Ihnen die Skulptur?
Nach den Bushaltestellen widmet sich Schirmherr Prof. Preiß nun dem Wetter.
Moderner Kran auf altem Gemäuer. Schade, dass die Menschen nicht begreifen, dass man nur durch Arbeit, nicht durch Technik überlebt, findet Achim Preiß.
17 Uhr. Der Professor eröffnet. Im Vordergrund Nietzsches Kopf, aus Eichenholz gefertigt.
Geplauder unter Künstlerinnen.
Andächtiges Lauschen. Der Chef ist wieder in seinem Element.
Wäre der Boden nicht mit Teppich belegt, würde man eine Stecknadel fallen hören.
Bitte recht freundlich!
Gibt's hier auch ne echte Bratwurst? Ich stell mich schon mal an.
Was soll denn das heißen? Ich hab wohl die falsche Brille auf.
Sind diese Köpfe käuflich?
Können wir den Teppich nicht herausreißen? Holzbohlen würden hier viel besser passen.
2
Passen Sie auch gut auf unsere Exponate auf?
Ich habe dein Bild an der falschen Stelle aufgehängt? Unmöglich!
Bitte, bitte besucht unsere Ausstellung, liebe Besucher!
Es könnte noch einen Milimeter nach rechts...
Wir machen Thüringer Kunst für Thüringer.
Denke, denke und studier...
Habt ihr schon meine coolen Köpfe gesehen?
Katja Triols Beitrag zur Abwanderung.
Das Gespenst macht sich bereit.
3
Herrlich verrückt! - Cosima und Andreas.
Schon gewusst? Kunst kommt von Können.
Einträge ins Gästebuch sind sehr willkommen.
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