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Parkhaus-Kunst

Wo: Gerhard-Hauptmann-Straße, Weimar auf Karte anzeigen
Katharina Lamprecht und Nils Jänisch haben dem Parkhaus an der Hauptpost in Weimar mit Graffitikunst einen besonderen Touch gegeben.
Katharina Lamprecht und Nils Jänisch haben dem Parkhaus an der Hauptpost in Weimar mit Graffitikunst einen besonderen Touch gegeben.
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Neue Wege geht der Cologne-Parkhaus-Service im Kampf gegen Graffiti. Das in Köln ansässige Unternehmen verwaltet das Parkhaus an der Weimarer Hauptpost. Hier war es immer wieder zu Schmierereien gekommen – auf den Parkebenen ebenso wie im Treppenhaus. Ein Profisprayer wurde engagiert. Der Weimarer Künstler Nils Jänisch und seine Partnerin Katharina Lamprecht gestalteten daraufhin das Parkhausinnere auf unkonventionelle Weise. Auf großflächigen Wänden entstanden überdimensionale Fahrzeuge in effektvoller 3D-Technik sowie grafische Muster, die sich über die Parkebenen und das Treppenhaus ziehen.

Jürgen Neeten, Geschäftsführer des Cologne-Parkhaus-Services, ist vom Ergebnis beeindruckt. „Wir haben das erstmalig ausprobiert“, erklärt er. Sein Unter­nehmen können sich vorstellen, auch in einem der anderen ­bundesweit 25 zu betreuenden Parkhäusern Künstler einzusetzen, um Schmierereien zu verhindern. Bisher habe man in ausgewählten Projekten mit Schüler zusammengearbeitet, die gemeinsam mit ihren Lehrern im Kunstunterricht solche Projekte umgesetzt haben. „Aber“, so bedauert Neeten, „in Weimar hat das nicht geklappt. Wir haben alle weiterführenden Schulen angesprochen. Am Telefon war man stets begeistert. Doch am Ende kam es mit keiner Schule zu einer ­Zu­sammenarbeit.“ Das Interesse sei schnell erloschen gewesen.

Zweieinhalb Wochen haben Jänisch und Lamprecht im Parkhaus gearbeitet. Zuerst mussten mit viel Mühe die alten Graffitis entfernt werden, bevor es ans Werk gehen konnte. Mit den Arbeiten im unmittelbaren Zentrum hofft Jänisch auf mehr Akzeptanz gegenüber seiner Kunst. Für ihn ist nicht nachvollziehbar, dass in der Weimarer Innenstadt professionelle Graffitiarbeiten verboten sind. Hier wünscht er sich ein Um­denken.

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