Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz
REWE-Markt in Weimar unterstützt todkranke Kinder - Ein Projekt "ganz in der Nähe" - REWE-Kaufmann Stephan Dathe im Interview

Marcus Köhler, Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit des Kinderhospizes und REWE-Kaufmann Stephan Dathe.

Seit wann engagieren Sie sich schon für das Kinder- und Jugendhospiz?
Ich bin REWE-Kaufmann seit 1. Januar 2016. Seit diesem Datum engagiere ich mich in Eigenregie für das Kinderhospiz. Vorher habe ich mich bereits bei REWE-Veranstaltungen für das Kinder- und Jugendhospiz eingesetzt, so z.B. bei der Benefizveranstaltung in Gotha (2010). Im eigenen Markt nutzte ich zunächst die Leergutbonspende und Sammelboxen an der Kasse. Seit 2017 habe ich dann mit meinem Team meine Idee der Payback-Kinderhospiz-Aktion umgesetzt. 2019 betreuten wir nun erstmalig das Sommerfest des Kinderhospizes und versorgten die Mitarbeiter und Gäste mit Essen und Getränken. In den vier Jahren, seit der Gründung der REWE Stephan Dathe oHG, sind auf diese Weise über 9.000 Euro zusammengekommen. Wir arbeiten daran, bis zum 31. Dezember die 10.000 Euro zu knacken.

Was war der Anlass, sich genau für uns zu engagieren?
Ich habe die Spendenaktion im Markt meines Vaters kennengelernt und fand diese aufgrund ihrer regionalen Greifbarkeit sehr gut. Man unterstützt also nicht irgendein Projekt auf irgendeinem Kontinent, sondern ein Projekt direkt um die Ecke, was man sich zudem jederzeit anschauen kann und wo man sehen kann, wo die Gelder hinfließen. Zum Sommerfest trafen wir ja erstmalig auch auf betroffene Familien und Kinder. Diese wollen kein Mitleid, sondern brauchen Unterstützung, jemanden der ihnen zuhört und Erholung vom harten Pflegealltag. Dies dann zum Sommerfest auch noch so zu erleben, war eine noch viel spannendere Erfahrung. Ich finde, mir selbst hat das Mut gegeben und das Selbstvertrauen, auch in schwierigen Situationen des Lebens standhaft zu bleiben. Letztendlich gibt es ja nichts Besseres, als das Kinderhospiz zu unterstützen, den Familien dort ein schönes Sommerfest zu ermöglichen und auch für sich selbst noch etwas zu lernen.

Warum ist es Ihnen ein Herzensprojekt?

Mich schockiert, dass es in Deutschland kaum eine Lobby für das Kinderhospiz gibt. Für ein todkrankes Kind und das Schicksal der Familien dahinter ist kein Geld vorhanden, das darf nicht sein. Es findet in der Gesellschaft meiner Meinung nach zu wenig Beachtung.

Wie stehen Ihre Mitarbeiter zu diesem Thema?
Hier möchte ich meinem Team ein riesen Kompliment aussprechen und mich bei allen für die Top-Unterstützung bedanken. Alle Aktionen werden durch die Mitarbeiter super engagiert umgesetzt, sie sind interessiert an dem Thema Kinderhospiz. So besuchten wir im Januar 2019 gemeinsam das Haus in Tambach-Dietharz. Bei diesem Besuch entstand der Plan für eine Zusammenarbeit beim Sommerfest. Hier waren unsere Mitarbeiter sofort mit im Boot und machten sich mit uns und einigen meiner Freunde auf den Weg nach Tambach-Dietharz.

Was haben Sie aktuell gemacht?

Jeder Kunde kann bei uns im Markt mit seiner Paybackkarte Punkte sammeln. Diese können später in einen Einkaufsgutschein umgewandelt werden und der Kunde kann beim Einkauf sparen. In einer Woche im Jahr, meist im Oktober oder November, spenden wir pro punkteeinlösendem Kunden einen Betrag ans Kinderhospiz. Dazu kommen die Neuanmeldungen zum Payback-Programm. Hier spenden wir in dieser Woche für jeden Neu-Anmelder den doppelten Betrag (wie bei Einlösung). An unserem Paybackterminal stehen die ganze Woche über Mitarbeiter von uns bzw. einer Agentur, welche den Kunden motivieren, Punkte einzulösen und ihm dabei zu helfen. Dies nehmen besonders die älteren Kunden dankend an. Teilweise werden wir von den Kunden sogar schon darauf angesprochen, wann denn die Aktionswoche wieder stattfindet.

Autor:

Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz aus Nordhausen

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