Überdachung: Terrassendach und Wintergarten vereinen

Terrasse zum Wohnen: Ein Freisitz am Haus kann mit einer festen Terrassenüberdachung und beweglichen Seitenteilen in einen Wintergarten umfunktioniert werden.

Ein Terrassendach schützt vor Sonne, Wind und Wetter

Jedes moderne Eigenheim verfügt über eine Terrasse, die den Übergang vom Haus zum Garten darstellt. Auch viele Mieter hochwertig ausgestatteter Mietwohnungen im Erdgeschoss freuen sich über einen Freisitz. In diesem Fall ersetzt eine Terrasse den Balkon. Markisen, Sonnenschirme und Dreiecksplanen schützen im Sommer vor der Sonne. Doch wenn sich eine Schlechtwetterfront mit Regen und Sturm ankündigt, müssen Balkon- und Terrassennutzer ihre Gartenmöbel in Sicherheit bringen. Bei einem unerwartet Regenguss ist es ähnlich. Sie sitzen gemütlich mit der Familie bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse. Plötzlich beginnt es zu regnen. Hastig räumen Sie den Tisch ab, sammeln die Sitzkissen von den Stühlen und flüchten ins Trockene.

Im Schutz einer Markise können Sie sich etwas mehr Zeit beim Wegräumen lassen. Allerdings dient eine Markisenbespannung vorwiegend dem Sonnenschutz und verliert bei dauerhafte Nässe ihre Spannkraft. Je nach Gefälle kann sich ein Wassersack bilden, der sich mit einem großen Schwapp entlädt oder im schlimmsten Fall den Stoff zum Reißen bringt. Deshalb muss eine Markise bei Regen eingefahren werden. Effektiver wäre eine stabile Terrassenüberdachung, die fest mit der Hausmauer verbunden ist. Ein formschönes Dach schützt Mensch und Mobiliar vor Wetterkapriolen jeglicher Art und verlängert die Komfortzone um einige Quadratmeter. Mit einer robusten Konstruktion aus Dachfläche und Seitenflächen lässt sich eine Terrasse auch im Winter nutzen.

Definition Terrassenüberdachung: Eine Überdachung ist eine nach drei Seiten offene Konstruktion. Bei einer Nischenüberdachung sind zwei Seiten offen. Hierbei handelt es sich um ein Schutzdach aus Verbundsicherheitsglas, Plexiglas oder Makrolon, das entweder auf einer tragenden Konstruktion angebracht oder an der Hauswand befestigt wird. Das Gestell besteht in der Regel aus pulverbeschichteten Aluminiumprofilen oder robusten Holzleisten. Eine Überkopfverglasung mit Sicherheitsglas oder Mehrfachstegplatten in diversen Profiltypen eignet sich auch für Carports und andere Anbauten.

Im Handumdrehen wandelbar

Wenn Carport, Windschutz und Türvorbau im gleichen Stil wie die Überdachung der Terrasse gefertigt sind, erreichen Sie eine stilvolle Verbindung mit gehobenem Wohnkomfort für Ihr gesamtes Anwesen. Der nach zwei oder drei Seiten offene Freisitz kann jederzeit mit fixen oder beweglichen Seitenelementen nachgerüstet werden. Im Handel gibt es verschiedene Angebote, um aus einer überdachten Terrasse mit wenigen Handgriffen einen voll geschützten Wintergarten zu machen. Unterschieden wird dabei in seitlich oder senkrecht verschieb- oder faltbare Elemente. Hierzu gehören:

  • senkrechte Markisen als Wind- und Sichtschutz
  • rahmenlose Sicherheitsglas-Elemente, fest oder zum Öffnen
  • gerahmte Fensterelemente, fest oder zum Öffnen

Definition Wintergarten: Hierbei handelt es sich um einen geschlossenen Gebäude-Anbau oder um eine in das Haus integrierte Konstruktion mit mindestens einer Wandfläche und einer Dachfläche aus lichtdurchlässigen Werkstoffen. Wintergärten können beheizt oder unbeheizt sein. Die in der Regel transluzenten Seitenflächen sind im bautechnischen Sinne "Vorhangfassaden". Ein transparentes Dach ist bautechnisch dem "Glasdach" zuzuordnen. Nicht unter diese Definition fallen verglaste Räume mit massivem Dach, Gewächshäuser sowie Terrassendächer mit seitlichem Windschutz aus Gewebe oder Elementen, die windsicher und schlagregedicht ausgeführt wurden.

Eine Terrasse zum Wohnen?

Eine Terrassenüberdachung lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres in einen beheizbaren Wohnwintergarten umwandeln. Hierfür ist eine Bodenplatte mit Wärmedämmung notwendig, welche die Bausubstanz vor aussteigender Nässe isoliert. Die Konstruktion selbst muss mit hochwertiger Isolierverglasung ausgerüstet werden. Eine einfache, mit Seitenwänden versehene Terrasse kann jedoch im Winter kurzzeitig mit Infrarot-Heizung oder Warmgebläse beheizt werden, sodass sie sich als Partywintergarten eignet. Bei den künftigen milden Wintern schaffen Sie sich somit eine zusätzliche, geschützte Oase, in der sich nicht nur Ihre Pflanzen, sondern auch Sie selbst wohlfühlen.

Moderne Terrassenüberdachungen verwandeln Sie mit einer Sonnenschutz-Markise und stimmungsvoller Beleuchtung in einen individuell nutzbaren Allwettergarten. Diese Zusatzmodule können Sie schrittweise nachrüsten. Für das Terrassendach gibt es Indoor- und Outdoor-Markisen, die über oder unter dem Dach gespannt werden. Bei unterhalb angeordneten Markisen ist ein Mindestabstand zur Verglasung einzuhalten, um einen Hitzestau zwischen Glas und Stoff zu vermeiden. Befinden sich in unmittelbarer Nähe keine natürlichen Schattenspender (Bäume, Nachbarhäuser) empfehlen wir ein Dachöffnungsfenster, durch das die aufgestaute Hitze entweichen kann.

Soll in den Sommermonaten das Terrassendach dem Regen standhalten, so muss es im Winter eine Schneelast tragen können. Die Überdachung muss die gleichen statischen Anforderungen erfüllen wie jedes andere Bauwerk, um Personen- und Sachschäden vorzubeugen. Achten Sie beim Kauf auf Qualität, nehmen Sie Abstand von Billig-Anbietern und lassen Sie sich von einem guten Fachhändler beraten.
Quellen:
https://www.selbst.de/wintergarten-bauen-alles-gedacht-so-bauen-sie-einen-wintergarten-1011.html
https://www.terrassenüberdachung.com/terrassendach-wintergarten-kombinieren/

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