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Voll bei der Sache – Projekt „Schulverweigerung - Die 2. Chance“

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Er ist erst seit Kurzem in der Holzwerkstatt der Förderkreis JUL gemeinnützigen GmbH, aber man merkt sofort, wie konzentriert K. Meier (Name geändert) arbeitet. Er verfolgt die Anweisungen von J. Blumenstein und legt los. Es wird gefeilt, geleimt und geschliffen – herauskommen werden neue Dominokästen für unsere Kindergärten. Aber er fertigt auch einen Nistkasten sowie Zuarbeiten für die bei den Kitas so beliebten Roboter an.
K. Meier besucht die 8. Klasse. Es gab Probleme, mehrere Verweise – und er sollte die Schule verlassen. Hier schaltete sich das Team vom Projekt „Schulverweigerung – die 2. Chance“ ein. Bereits seit 2008 ist der Förderkreis JUL in den Regel- und Förderschulen in Weimar mit dem Angebot sozialer Arbeit vor Ort. Die Sozialpädagogen sowie Pädagogen Romy Gaida, Frank Messerschmidt sowie Katharina Weber begleiten Schüler, deren Schulabschluss gefährdet ist, um sie wieder in das Schulsystem zurückzuführen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit den Problemen der Schüler wird gezielt ein Lösungsweg gesucht, um eine möglichst schnelle und vor allem individuelle Betreuung zu gewährleisten. Ziel ist es, die Jugendlichen in das Schulsystem zurückzuführen. Durch praktisches Arbeiten erzielen die Schüler Erfolgserlebnisse, die dazu führen, dass die eigene Bereitschaft und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gefördert werden. Zuerst ging K. Meier für eine Woche zur Praxisklasse in die C.-A.-Musäus-Schule, seitdem absolviert er ein Praktikum im Förderkreis. Im Anschluss wird er an seine Schule zurückkehren. Das Team vom Projekt 2. Chance wird ihn weiterhin begleiten und als Ansprechpartner sowie bei Problemen vermitteln. Ziel ist der qualifizierte Hauptschulabschluss, danach würde er gern eine Ausbildung im kreativen Bereich machen. Dass er Geschick hat, hat er in der Holzwerkstatt bereits bewiesen.

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