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Den Kapitalismus in seinem Lauf hält die Gier nach Maximalprofit nur der Widerstand auf!

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Coca Cola, der zweitgrößte private Arbeitgeber in Weimar, hat angekündigt, den Produktionsstandort zum 1. März 2018 zu schließen. Das sei eine Folge der vor Jahren getroffenen Management-Entscheidung, einseitig auf Einweg- statt auf umweltschonende Mehrweg-verpackungen zu setzen. Aber nach einer aktuellen Umfrage zum Umweltbewusstsein der Deutschen fordern 91 Prozent, Wirtschaft und Märkte so zu regulieren, dass die Umweltbelastungen gering gehalten werden.

Der Betriebsratsvorsitzende Lothar Ladusch, sowie Vertreter des Konzernbetriebsrates und der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten
(NGG) haben in der deutschen Konzernzentrale in Berlin für ihre Vorschläge, Weimar zu erhalten, kein Gehör gefunden.

Durch die Werksschließung würden 180 Beschäftigte in Weimar und 66 in
den Bereichen Personal, Finanzen, sowie Sales & Marketing bei Coca Cola
Deutschland arbeitslos.

Die Beschäftigten werden entlassen, wo und wie sie eine andere Arbeit
bekommen, um ihre Familien zu ernähren, ist den Management von Coca Cola
egal. Die älteren Arbeitslosen bekommen sehr schwer wieder eine Arbeit
in Weimar und Umgebung. Die Jüngeren werden wegziehen oder werden
höchstens als Leiharbeiter Anstellung finden.

Nach Informationen aus dem Wirtschaftsministerium, sind zur Eröffnung
der Produktion umgerechnet 12,7 Millionen Euro aus Mitteln der "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" an Coca Cola geflossen. Alle Zusagen hat Coca Cola eingehalten, deshalb gibt keine Möglichkeit der Rückforderungen der Subventionen.

Aber auch die Bürger*innen in Weimar werden zur Kasse gebeten. Wie Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) sagte, sei die Stadt Weimar für die
Wasserversorgung des Werkes zuständig. "Erst im Sommer habe ich einen
neuen Vertrag für Talsperrenwasser unterschrieben, für das wir nun keinen Abnehmer mehr haben", so Wolf. Weimar bleibe daher nun auf dem etwa zwei Millionen Euro teuren Vertrag sitzen und wer bezahlt die zwei Millionen? Die Bürger*innen!

Es wird von Politikern, Massenmedien, aber auch von viele Bürger*innen
gebetsmühlenartig gepredigt, wir haben die beste Gesellschaftsordnung,
die Demokratie in der Macht und Regierung vom Volk ausgeht. Die Regierung bekommt durch Wahlen den Auftrag für die Bürger*innen solche Bedienungen zu schaffen, dass Sie in Frieden und Wohlstand leben können. Aber dazu sind Arbeitsplätze und ein anständiger Arbeitslohn notwendig. Wenn das nicht gewährleistet wird, werden die Feinde der DEMOKRATIE immer mutiger.

Meine bitte an die Bürger*innen, die Zivilgesellschaft muss die Beschäftigten von Coca Cola in Weimar und Siemens in Erfurt aktiv unterstützen. Wenn wir versagen, werden wir immer mehr zu Sklaven des Profits.

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