Dispo- Abzocke muss gestoppt werden

Die Tatenlosigkeit der Bundesregierung trifft wieder einmal vor allem Menschen mit kleinem Geldbeutel. Denn für sie ist der Dispo die einzige Möglichkeit, finanzielle Notlagen zu überbrücken. Erwerbslosen, Geringverdienern, Menschen mit befristeten Verträgen – ihnen stehen andere Kredite doch gar nicht zur Verfügung. Immer mehr Menschen stecken knietief im Dispo, und die Banken zocken sie ab! Viele Menschen müssen ein Dauerleben im Dispo führen.
Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins erneut extra auf 1,25 Prozent gesenkt, damit Banken günstig an Geld kommen. Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern kommt davon nichts an! Sie zahlen für ihren Dispo im Schnitt mehr als 12 Prozent.
Die Geldhäuser sanieren sich auf dem Rücken der finanziell Schwachen, während die Bundesregierung Milliarden für Bankenrettungen ausgibt. Das ist für uns als LINKE wirklich nicht hinnehmbar! Die geltende Rechtslage ist endlich zu ändern. Das beantragte die Fraktion Die LINKE im Bundestag.
Die Lösung liegt auf der Hand: Die Dispozinsen müssen gedeckelt werden. Fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, den die Bundesbank halbjährlich neu veröffentlicht, sind genug. Und wer hier gleich argumentiert, das sei ein unzulässiger staatlicher Eingriff, der sei daran erinnert: Das gibt es schon! Das ist schon jetzt der Maßstab für Zahlungsverzug. Und das ist auch gesetzlich festgelegt.
Damit hätten wir aktuell Dispozinsen von maximal 5,37 Prozent. Zinsexzesse wären beendet. Es kann nicht sein, dass sich die Banken auf dem Rücken der Verbraucherinnen und Verbraucher sanieren.
Heidrun Sedlacik

Autor:

Heidrun Sedlacik aus Weimar

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