Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem eigenen Land

Marx ist tot, Jesus lebt, predigte einst Norbert Blüm und dabei verfolgten Beide das gleiche Ziel, die Idee einer klassenlosen Gesellschaft. Dort gibt es kein Privateigentum und schon beim ersten Christen wurden Güter von allen geteilt und nicht nur einigen wenigen vorbehalten. Das war die Vorbedingung, um Christ zu sein - nachzulesen in der Apostelgeschichte 2,44-45.

Marx wird verteufelt, gefeiert, für tot erklärt – und ist doch trotzdem aktuell. Anlässlich seines 200. Geburtstages fand in Jena am 7. April eine Tagung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, unter dem Motto „Die Verhältnisse zum tanzen bringen“ statt.

Wer in Deutschland neue Ideen über die Zukunft der Gesellschaft sucht, der schaut zuerst auf die Parteien, ihre Stiftungen und ihre Protagonisten und wird meistens enttäuscht. Für mich ist bei Marx folgende Aussage entscheidend:“ Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von Klassenkämpfen.“
Das bestätigte auch der drittreichste Mensch der Welt, Warren Buffett (*1930) USA-Milliardär. „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“

Viele Bürger*innen sind mit der EU nicht zufrieden, aber diese ist leider nur ein Wirtschaftsraum für freien Verkehr von Personen, Gütern, Dienstleistungen und Kapital. Die sozialpolitischen Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten sind brandgefährlich für ihre Existenz, siehe Brexit oder die letzte Diskussion, Deutschland will Kindergeld für EU-Ausländer kürzen. Eine Lösung wäre hier nur eine Vereinigung der Staaten von Europa mit gleichen sozialpolitischen Standards!

Aber die LINKE welcher sich zu Marx bekennen sind sich in Deutschland nicht einig, deshalb können sie nicht international handeln. So war auf der Konferenz Übereinstimmung, dass sich erst die Marxisten einig sein müssen, wie wollen wir unsere Gesellschaft gestalten.So lange sich Marxisten deshalb streiten, können die Kapitalisten und ihre Handlanger ruhig schlafen. Wie kompliziert dieser Prozess ist, zeigen die Reaktion auf den Vorschlag von Sahra Wagenknecht, welche für einen linken Aufbruch und solidarische Auseinandersetzungen in der LINKEN wirbt.

Auch in Thüringen höre ich von LINKEN: Den Bodo Ramelow kann man nicht mehr wählen, er vertritt nicht unsere linke Politik. Aber wie verhalten wir Marxisten uns nach der Landtagswahl 2019? Werden wir aus der Geschichte der Weimarer Republik gelernt haben?

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