Frieden schaffen ohne Waffen!

Die Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar und die attac-Gruppe Weimar lud am 1. Juni ins Kino „mon ami“ zum Dokumentarfilm "National Bird" ein. Dieser Film zeigt drei mutige Whistleblower aus den USA, welche, trotzt der Gefahr im Gefängnis zu landen, ihr Schweigen brechen. Sie sprechen offen über ihren Dienst beim Drohnennkrieg der USA. Sie sind aus Idealismus und Pflichtgefühl in die Armee eingetreten. Doch schon bald kamen ihnen Zweifel an der moralischen und politischen Legitimation des Drohnen-Krieges. Wie kann man Menschen einfach töten ohne sie vorher vor ein Gericht zu stellen? Wer übernimmt die Verantwortung für viele Unschuldige, tote Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder, welche dann zynisch als Kollateralschaden bezeichnet werden?

Nach den Anschläge auf das World Trade Center (WTC) und das Pentagon am 11. September 2001 sagte USA Präsident George W. Busch: „Die zivilisierte Welt versammelt sich an der Seite Amerikas. Sie wissen, wenn der Terror ungesühnt bleibt, könnten ihre Städte, ihre Staatsbürger als nächstes an der Reihe sein.“ In den WTC - Gebäuden waren am 11. September 17.400 Menschen und 2.977 starben beim terroristischen Massenmord. Vom 19 Attentätern waren 15 Staatsbürger Saudi-Arabiens. Aber die USA greift militärisch nicht Saudi-Arabien, sondern Afghanistan an und es folgen weitere Kriege gegen den Terrorismus im Irak, Libyen, Syrien, Somalia, Mali usw.

Martin Luther King sagte bei der Entgegennahme des Friedensnobelpreises. „Gewalt bringt niemals andauernden Frieden. Sie löst keinen sozialen Konflikt: Sie schafft nur neue und kompliziertere.“

Was können wir selbst tun? Vor Jahren beim Ostermarsch sagte uns ein Standortkommandant vor seiner Kaserne sinngemäß: Die Bundeswehr ist eine Parlamentarische Armee und der Bundestag entscheidet über unseren Einsatz. Wenn ihr kein Krieg wollt, wählt einen anderen Bundestag.

Der Krieg kommt immer dorthin zurück, wo er angefangen hat. Die terroristischen Attentate in Europa, mit vielen unschuldigen Opfern, sind der Preis dafür.

Wir dürfen aus Bequemlichkeit nicht die selbsternannten Weltpolizisten dulden. Dazu gehört seit der deutschen Einheit leider auch die BRD. Deshalb müssen wir von unseren Bundestagsabgeordneten andere Maßnahmen fordern, wie globale Sicherheitssysteme, vielfältige Mittel der Gewaltprävention, zivile Verteidigung, Friedensmediation und Rüstungskontrollen.

Nur eine nachhaltige und solidarische Gesellschaft kann einen dauerhaften Frieden erreichen.

Autor:

Stanislav Sedlacik aus Weimar

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