Gedanken zur Schmiererei in Weimar West

Gestern ist sie wieder beseitigt wurden, die Schmiererei in blau :
"Shit ghetto people!" Später mit Kreide hat Jemand bemerkt:
und du? wohin hörst du?
Diese Graffiti von unbekannten Autoren auf der Mauer vor dem Mehrgenerationenhaus ( MGH) in Weimar West, zeigten mir die verschiedenen Auffassungen zum Leben im Wohngebiet. Dort gibt es sind keine Familienhäuser, sondern nur große Wohnblocks und dort leben auf 1, 06 km² in zirka 3000 Haushalten über 5.500 Menschen.

Das Wort Ghetto / Getto zeigt, dass der Verfasser die Bedeutung des Wortes überhaupt nicht kennt. Das Ghetto war früher ein abgeschlossenes Stadtviertel, in dem die jüdische Bevölkerung abgetrennt von der übrigen Bevölkerung leben musste.Bei den Nazi´s waren es Sammellager für die Juden vor der Auslieferung in die Vernichtungslager. Heute gibt es in Deutschland abgeschlossene Quartiere, sogenannte Luxus-Ghetto´s. Wer hinein möchte, braucht eine PIN, eine Chipkarte oder persönlichen Kontakt. Das konnte wohl nicht gemeint sein.

Die Schmiererei war wohl eher abwertend gemeint, über die Menschen im Stadtviertel. Vorurteile gegen andere Menschen einzusetzen, kann ein böswilliger Akt aus niederen Motiven ebenso sein, wie aber auch ein dummer Akt aufgrund mangelnder Übersicht über 40 Entwicklung in Weimar West und ihre Bewohner.

Deshalb hier einige Fakten:
Weimar West ist ein Stadtteil mit viel Grün, guten Einkaufsmöglichkeiten und Spielplätzen, Kindergärten, Schulen, gesicherter medizinischer Versorgung.

Zum 40. Jubiläum gab es zwei öffentliche Stadtteilrundgänge, um zu zeigen, dass man sich hier wohlfühlen kann. Langjährig zufriedene Bürger*innen sind in einer Fotoausstellung im MGH bis Jahresende mit Bild und Text zu sehen.
Vor 40 Jahren wurde der Grundstein gelegt, weil Wohnungen mit Badezimmer und Zentralheizung ein großer Komfort bedeutete, gegenüber den unsanierten Altbauten. Die Wohnblocks werden ständig für die neuen Bedürfnisse saniert. Seit Herbst 2015 sind im neuen „Schulcampus Paradies“ eine Grund- und eine Regelschule untergebracht. Aus der Regelschule 2017 die Thüringer „Gemeinschaftsschule Carl Zeiss“ Weimar. Das Humboldt-Gymnasium wird wegen steigenden Schülerzahlen bis 2022 modernisiert und erweitert.
Zurzeit ist ein Medizinisches-Zentrum im Bau und soll 2020 in Betrieb genommen werden. Für die Freizeitgestaltung sorgen der Jugendklub, die Boxhalle Weimar West, seit September 2017 gibt es eine neue Dreifeldersporthalle. Vielfältige Angebote für jung und alt gibt es im Bürgerzentrum – Mehrgenerationenhaus, im Evangelischen Gemeindezentrum Paul Schneider, wo auch viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Vieles wurde schon in den 40 Jahren geschaffen, vieles ist angeschoben und vieles wartet noch, aktuell ist das die Wegeverbindung nach Weimar-Nord.

Ich bin gern in Weimar West und lasse mir meinen Wohnumfeld nicht schlechtreden!

Autor:

Stanislav Sedlacik aus Weimar

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