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Idee und Wirklichkeit

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Mit ihrer Jahresschau >summaery 2017< feierte die Bauhaus UNI Weimar mit den erfolgreichen Studentenprojekten den Sommer. Diese Schau hat mich interessiert und deshalb bin ich hin. Es ist allgemein bekannt, dass die weltweiten Ressourcen von Kupfer, Zink und anderen Metallen den gesamten zukünftigen Bedarf der Menschheit nicht mehr decken können. Langfristig wird der Bedarfs nur mit Hilfe von konsequentem Recycling, effizienten Technologien und neuen Geräten gedeckt werden können. Deshalb suchte und fand ich unter den Projekten eine tolle Anregung zur praktischen Umsetzung eines solchen Produktes. Ich sah ONE ENGINE ...on purpose, dort ging es um die Idee eines mobilen Elektromotors, der viele Haushaltsgeräte antreiben kann, wie Kaffeemaschine, Staubsauger, Mixer, Rasierapparat, Toaster, Fön, Ventilatoren usw. Es kann somit viel Kupfer eingespart werden. Eine interessante Idee, dessen Umsetzung nach einer Lösung schreit. Ich kam am Infostand mit den Studenten und auch mit dem Präsidenten Prof. Dr. Winfried Speitkamp ins Gespräch. Auf meine Frage, wer kann dies in die Praxis umsetzen, bekam ich sinngemäß zur Antwort: Jeder muss bei sich selbst anfangen. Ich widersprach, denn die Industrie ist doch an sparenden Lösungen gar nicht interessiert, sie will nur verkaufen. Und wie ist das mit der persönlichen Verantwortung für den Umwelt? Die Verbraucherstudie «Greendex» 2014, zeigt dass die Verbraucher nicht besser sind als die Industrie. Greendex befragte 18.000 Personen aus 18 Ländern zu ihrer Einstellung und ihren Gewohnheiten zur Umwelt. «Da ist eine Art Stagnation», meint einer der Studienleiter, «es muss eine weltweite Revolution stattfinden.» Ulf Schrader, Nachhaltigkeitsexperte von der Technischen Universität in Berlin: „Nachhaltiger Konsum wird vor allem von den Ärmsten betrieben.“ Das leuchtet mir ein, denn sie haben kein Geld für Flugreisen, ein großes Auto und die neuesten technischen Spielereien. Der Lebensstandard bestimmt darüber, wie stark die Bürger*innen unsere Umwelt mit dem eigenen Konsum belasten. Wer das Konsumieren als das höchste Maxime zum Leben benötigt, ist kaum bereit, sich einzuschränken. Die Menschen sind besorgt über die Umwelt und sind sich bewusst, dass sie im Laufe ihres Lebens durch die Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein werden, aber ihre Konsumgewohnheiten ändern sich nur sehr langsam. Ein richtiger Schritt wäre doch die Produktion vom nachhaltigen Gebrauchsgegenständen, was gefordert und gefördert werden muss. Ich wünsche dem Projekt ONE ENGINE viel Erfolg!

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