Anzeige

So wahr mir Gott helfe?

Anzeige

Joachim Kardinal Meisner ist leider gestorben, schade, mich bewegt eine Frage, die ich ihm gern gestellt hätte. Aber vielleicht bekomme ich Antwort von seinem Nachfolger?

Zum Atheismus in der DDR sagte Kardinal Meisner: „Wenn der Himmel abgeschafft ist, muss die Erde unter die Räuber fallen“, aber wie war seine Meinung zum Christentum in gegenwärtigen Deutschland?

Gestern, Heute und Morgen versprechen die führenden Politiker beim Amtseid, dass sie alles tun werden für das Wohl des deutschen Volkes und enden mit dem Satz: „So wahr mir Gott helfe.“

Mose erhielt von Gott auf dem Berg Sinai zwei Tontafeln mit Zehn Geboten. Sie haben im Judentum wie im Christentum zentralen Rang für die theologische Ethik und haben die Kirchengeschichte und die Kulturgeschichte Europas und des außereuropäischen Westens mitgeprägt. Zehn Gebote vermitteln Werte wie gegenseitige Achtung und Respekt, Treue und Wahrheitsliebe. Diese Werte sind auch für nichtgläubige Menschen von großer Bedeutung.

Deshalb frage ich die Würdenträger: Warum verleugnen unsere Politiker das achte Gebot: „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“ ?

Was meine ich damit? Unsere Politiker predigen, es gibt eine gute Wirtschaftslage, aber warum sind dann fast zehn Prozent der Berufstätigen in Deutschland trotz regelmäßiger Arbeit arm? Das ist das Ergebnis einer Studie zur Armutsgefährdung von Erwerbstätigen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. (ZEIT ONLINE, 6. Juli 2017)

Die Armut betrifft weiter die Arbeitslosen, die Alleinerziehenden, zunehmend die Rentner und besonders unsere Zukunft, die Kinder mit Armutsfolgen. Zirka 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen leben in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.

Warum dulden unsere Christlichen Kirchen solche Politiker, die das Wort Gottes verachten?

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige