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Tratschen ist erlaubt: Öffentlich-rechtliche Sender lassen sich nicht auf reine Informationsangebote reduzieren

Schlager und Volksmusik im Radio, bezahlt mit Rundfunkgebühren? Populäre Unterhaltung bei den Öffentlich-Rechtlichen ist legitim, urteilt Uni-Professor Wolfgang Seufert im AA-Gespräch.
Schlager und Volksmusik im Radio, bezahlt mit Rundfunkgebühren? Populäre Unterhaltung bei den Öffentlich-Rechtlichen ist legitim, urteilt Uni-Professor Wolfgang Seufert im AA-Gespräch. (Foto: Stewe)
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„Du hast mich 1000 mal belogen“, behauptet Andrea Berg im MDR-Radio. In der ARD-„Lindenstraße“ zoffen
sich die Beimers und „Leute heute“ erzählt im ZDF den
neusten Tratsch von Prinz William und seiner Kate.
Total trival? Nein, befindet Professor Wolfgang Seufert von der Uni Jena im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. Auch Unterhaltung gehört zu den Aufgaben der
öffentlich-rechtlichen Sender. Er teilt damit nicht die Meinung vieler AA-Leser, die sich auf unserem Mitmachportal www.meinAnzeiger.de heftig über die Zwangsabgabe für
ARD, ZDF und Co. aufregen.
Professor Seufert ist sich sicher: „Der öffentlichrechtliche Rundfunk ist nicht zu reduzieren auf ein reines Informationsprogramm.“ Unterhaltung sei per se nicht minderwertig. Doch wunschlos ist der Kommunikationswissenschaftler dann doch nicht. Gerade die ARD und ZDF sollten den Randsportarten mehr Platz einräumen.
Mit der wissenschaftlichen Sicht auf den Rundfunkbeitrag beendet der AA heute
eine Artikelserie, die aus der Aktion „Mein Thema“ hervorgegangen ist. Hier konnten Leser vorschlagen, worüber sie in ihrer Zeitung berichtet wollen soll. In der nächsten Woche greift der Allgemeine Anzeiger ein neues Leser-Thema auf.

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