Weimar – Sommer 1937

Die ersten 149 Häftlinge treffen am 15. Juli 1937 aus dem KZ Sachsenhausen auf der Baustelle für das neue KZ Buchenwald ein.
Foto: Kriminalpolizeistelle Weimar, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald
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Veranstaltungen anlässlich des 80. Jahrestages der Errichtung des KZ Buchenwald und des nationalsozialistischen „Gauforums“ vom 14. bis 23. Juli

Der Bau des nationalsozialistischen Gauforums in Weimar begann im Sommer 1937 zeitgleich mit der Eröffnung des neuen Konzentrationslagers am 15. Juli vor den Toren der Stadt.

Diese Gleichzeitigkeit legt die Logik des Regimes offen. Es versprach ein homogenes „Volk“ zu schaffen und ging den Weg der Gewalt: Demokratie, Pluralismus und die moderne Gesellschaft wurden zerstört.

Mit der Errichtung monumentaler Bauten in der Thüringer Hauptstadt schnitten sich die Nationalsozialisten tief in das Weimarer Stadtbild ein. Sie bauten ein Herrschaftszentrum für ihre durch Blut- und Rassengesetze formierte Gesellschaft, einen sichtbaren Ausdruck ihrer Vorstellung von der auf den „Führer“ eingeschworenen Gemeinschaft – samt Aufmarschplatz und „Halle der Volksgemeinschaft“ für die regimetreuen Untertanen. Die aus der Gemeinschaft Ausgeschlossenen wurden brutal verfolgt oder ermordet, auch und gerade im KZ Buchenwald.

Vor diesem Hintergrund realisieren die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Weimar folgende Angebote:

° 14. Juli, 18.30 Uhr, Stadtmuseum Weimar, "Lebensgeschichten und Haftwege: Die ersten 149 Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald", Vortrag von Dr. Henning Borggräfe, Leiter Abteilung Forschung und Bildung des International Tracing Service (ITS), Bad Arolsen

° 15. + 16. + 23. Juli, jeweils 14 Uhr, Haltestelle der Buslinie 6, Carl-August-Allee, "Weimar – Sommer 1937", Historische Stadtführung zum nationalsozialistischen Umbau der Stadt Dr. Harry Stein und Richard Korinth, Gedenkstätte Buchenwald

° 18. Juli, 19.30 Uhr, Lichthaus Kino, "Innenansichten – Deutschland 1937", Dokumentation über amerikanische Filmaufnahmen aus Nazi-Deutschland, Film und Gespräch mit Michael Kloft, Stellvertretender Chefredakteur von Spiegel TV

Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung möglich.

Autor:

Thomas Gräser aus Erfurt

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