Wie wird sich die CDU entwickeln?

Im Juli 2015 las ich in der Presse, dass eine Kommission die Rolle der Ost-CDU in Thüringen neu bewerten soll! Eine zehnköpfige Kommission, aus Persönlichkeiten der DDR-Opposition, dem Münchner Institut für Zeitgeschichte, sowie dem Dresdner Hannah-Arendt-Institut sollte bis 2018 der Öffentlichkeit entsprechende Ergebnisse vorlegen. Als Leiter der Kommission wurde Prof. Jörg Ganzenmüller ernannt, er ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg, 1969 in Augsburg geboren, studierte und wirkte bis 2004 auf der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. (UNI-Motto ''Die Wahrheit wird euch frei machen.'' Joh 8,32.)

Da nun ein Wechsel an der CDU-Spitze bevorsteht wäre es sehr hilfreich, das Ergebnis der Kommission zu erfahren.

Und dabei finde ich es wichtig, dass nicht nur die Geschichte der CDU in der DDR, sondern auch gleichzeitig die Geschichte in der BRD mit einbezogen wird.
Das Eine ist ohne das Andere nicht möglich. Die Teilung unseres Landes war eine Folge des von Nazi-Deutschland ausgelösten Zweiten Weltkrieges. Stalin bot 1952 den Westmächten in einer Note Verhandlungen über die Wiedervereinigung und Neutralisierung Deutschlands an. Der Bundeskanzler Adenauer (CDU) und die Mehrheit von Westdeutsche Bürger*innen lehnten Stalins Angebot kategorisch ab. "Lieber 41 Millionen Deutsche in Freiheit als 63 Millionen in Unfreiheit" oder "Lieber das halbe Deutschland ganz, als das ganze Deutschland halb" waren die Parolen und so hielt die Teilung des Landes fast weitere 40 Jahre an.

Die CDU etablierte in der DDR ähnliche Parteistrukturen wie die SED. Das Vermögen der Partei wie auch der politische Kurs wurde von einem Generalsekretär kontrolliert und die Mitglieder wurden in die gesellschaftlich-politischen Strukturen der DDR integriert. Die Partei war in Ortsgruppen, Kreisverbände und Bezirksverbände gegliedert. Ab Kreisverband gab es Hauptamtliche Funktionäre, es gab Bürgermeister, Kreis und Bezirk Räte. 52 Abgeordnete gehörten der Volkskammer an. Die CDU Mitglieder waren im Präsidium der Volkskammer, im Staatsrat, im Ministerrat und dessen Präsidium der DDR tätig. Ungefähr 30.000 CDU-Mitglieder waren in den Ausschüssen und Arbeitsgruppen der Nationalen Front, über 15.000 als Abgeordnete und Nachfolgekandidaten in den verschiedensten gewählten Vertretungen tätig.

Ein Blick in das Ahlener Programm vom Februar 1947 würde vielleicht helfen, dem Namen der Christlich Demokratische Union wieder Ehre zu machen, wo u.a. steht: . „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutsches Volkes nicht gerecht geworden. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein..... “

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