Wir brauchen einen Rentenaufstand der Jungen: TA und TLZ Anfang Februar 2019

Herr Gruner sollte als CDU-Landespolitiker doch mal die Frage beantworten:
Warum sterben in Deutschland mehr Menschen als geboren werden? Die Zahl der Minderjährigen ist in den vergangenen zwanzig Jahren um 14 Prozent gesunken. 1997 lebten noch 15,7 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland, 2017 waren es nur noch rund 13,4 Millionen. Die Frauen in den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt gebären durchschnittlich vier Kinder, in Deutschland sind es durchschnittlich 1,4 Kinder/Frau.

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung „Kinderarmut ist ein Dauerzustand in Deutschland“ (23.10.2017) erhöht sich das Armutsrisiko der Familien mit jedem weiteren Kind. 2015 war rund jedes achte Paar (13 Prozent) mit einem Kind armutsgefährdet. Bei zwei Kindern jedes sechste Paar (16 Prozent) und bei drei Kindern fast jedes fünfte Paar (18 Prozent).

Die Kassen sind voll, die Wirtschaft brummt, 1991 erreichten wir ein Bruttosozialprodukt von 1.579,8 Milliarden Euro, was sich 2017 schon mehr als verdoppelte. Wie kommt es also , dass der Lebensstandart bei vielen Bürger*innen sinkt und für die Kinder das Geld nicht reicht?

Ein Blick in das Ahlener Programm der CDU vom Februar 1947 würde Stefan Gruhner vielleicht helfen, dem Namen der Christlich Demokratische Union wieder Ehre zu machen, wo u.a. steht: „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutsches Volkes nicht gerecht geworden. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein “.

Der JU-Landesvorsitzende Stefan Gruhner ist 1984 geboren und evangelisch, somit konnte er ungehindert im Freistaat Thüringen am Religionsunterricht teilnehmen. Aber bei den 10 Geboten, welche die Haltung des Menschen zu Gott und zu den Mitmenschen regeln, hat er wahrscheinlich Unterricht geschwänzt. Das vierte Gebot lautet: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.“

Autor:

Stanislav Sedlacik aus Weimar

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