Gesundheitstipp
31.05. - Weltnichtrauchertag (Schaufensterkrankheit)

Schmerzen in den Beinen beim Laufen können verschiedene Ursachen haben. Mögliche Ursachen sind Wirbelsäulenleiden oder Durchblutungsstörungen der Beine. Oftmals werden Durchblutungsstörungen durch Nikotinkonsum hervorgerufen. Daher kennen viele die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) auch unter dem Namen "Raucherbein".

Die pAVK wird verursacht durch eine Beeinträchtigung der Durchblutung in den Beinen. Hervorgerufen wird diese durch Ablagerungen von Calcium und fettähnlichen Substanzen an der Innenwand der Arterien. Man spricht dabei von sogenannten Plaques. Durch diese Ablagerungen wird die störungsfreie Durchblutung verhindert. Die Muskeln erhalten dann nicht genügend Blut und Sauerstoff während der Bewegung, wie Gehen, Laufen oder Treppensteigen. Das hat zur Folge, dass die Muskeln übersäuern und dadurch kommt es zu krampfartigen Schmerzen in den Waden. Nach ein paar Minuten Ruhe verringert sich der Schmerz. Bei der Bewegung kehren die Symptome wieder zurück.

Dies sind die wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung einer pAVK:
Rauchen macht die Innenseite der Gefäßwand rauer, dadurch können sich leichter fettartige Substanzen bilden.
Gesättigte Fettsäuren in der Ernährung erhöhen den LDL-Cholesterinspiegel im Blut. Diese schlechten Fette sammeln sich an den Arterienwänden und kommen in hohen Mengen in vielen Fleisch- und Milchprodukten vor.
Übergewicht verringert die Qualität der Arterien und fördert Ablagerungen.
Wenig Bewegung erhöht die Entstehung von einer pAVK.
Alter, mit den Jahren nimmt die Flexibilität der Arterien allmählich ab. Daher ist das Risiko einer pAVK erhöht.
Vererbung, in Familien in denen häufig eine pAVK vorkommt, kann Vererbung eine Rolle spielen.
Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes oder ein hoher Blutdruck können das Risiko einer pAVK erhöhen.

Wie behandelt man die Schaufensterkrankheit?
Maria Hempe, Oberärztin Innere Medizin der Helios Klinik Blankenhain erklärt: „Bei der Behandlung wird der Blutdruck Ihrer Arme mit dem Ihrer Fesseln verglichen. Dieser Knöchel-Arm-Index (im englischen ABI – Ankle-Brachial-Index) ist eine der grundlegenden Untersuchungen bei dem Verdacht auf das Vorliegen einer pAVK. Bei einer arteriellen Engstelle (Stenose) ist der Blutdruck in den Knöcheln deutlich niedriger als in den Armen. Sie können in den frühen Stadien der Claudicatio intermittens (zeitweises Hinken) selbst etwas tun um die Blutzirkulation in den Beinen zu verbessern. Viel spazieren gehen z.B. regt die Durchblutung der kleinen Kapillargefäße an, so entstehen nach einiger Zeit alternative Routen, die das Blut umleiten. Ihre Beine werden wieder besser durchblutet und die Beschwerden nehmen ab.“ Zudem empfiehlt die Expertin, auf Nikotin zu verzichten und weniger gesättigte Fettsäuren, wie sie in tierischen Produkten vorkommen, zu sich zu nehmen. „Die gesättigten Fettsäuren erhöhen den Cholesterinspiegel, der verantwortlich für die Plaque-Bildung an den Wänden der Beinarterien ist“, so Hempe.

Die Oberärztin erklärt außerdem: „Bei der Schaufensterkrankheit verschreibt man häufig Medikamente gegen Bluthochdruck, hohen Cholesterinspiegel und Blutverdünner. Diese sollten Sie dann den Rest Ihres Lebens einnehmen.“ Eine Aufdehnung solcher Engstellen (Angioplastie) ist oftmals nötig, wenn Medikamente und ein Gehtraining nicht ausreichen. Sehr oft wird dann ein Kunststoffröhrchen (Stent) eingebaut. Wenn dies nicht ausreicht, kann eine Thrombendarteriektomie notwendig werden, hierbei wird die Arterie ausgeschabt, so dass der Blutfluss wieder hergestellt wird. Falls die Ausschabung nicht genügt, kann ein Umgehungsgefäß (Bypass) angelegt werden. Dieser besteht oftmals aus einer entnommenen Vene aus dem Bein, bisweilen wird aber auch ein Kunststoffrohr eingesetzt. Der Bypass kann Schlagadern miteinander verbinden und das Flusshindernis im Bein überbrücken.

Autor:

Marie Kleipetschus aus Weimar

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