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Agentur für Arbeit Erfurt startet Aktionswoche zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen.

Wo: Arbeitsagentur, Eduard-Rosenthal-Straße 43, 99423 Weimar auf Karte anzeigen
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„Wir richten behindertengerechte Arbeitsplätze ein“

Die Agentur für Arbeit Erfurt leitet mit einem Betriebsbesuch bei der Bayer Weimar GmbH und Co. KG die Aktionswoche zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ein. „Uns ist wichtig zu zeigen, dass Menschen mit Behinderungen nur in einzelnen Fähigkeiten eingeschränkt sind. Sie verfügen über Fähigkeiten, mit denen sie wertvolle Arbeit leisten können“, sagt Klaus Meyer, Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt.

Die Aktionswoche schließt sich an den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember an und soll Unternehmen wie Öffentlichkeit sensibilisieren. Denn noch immer erfüllen nur 42 Prozent der beschäftigungspflichtigen Unternehmen in Mittelthüringen die gesetzliche Quote. „In den letzten Jahren stieg die Beschäftigungsquote der Unternehmen an. Natürlich spielt hier der Fachkräftebedarf eine Rolle, aber auch die Alterung der Gesellschaft“, so Meyer. Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf. Meist ist eine im Lebensverlauf erworbene Krankheit die Ursache einer Schwerbehinderung. „Daher ist es auch so entscheidend, auf alternative Beschäftigungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Nach unserer Erfahrung funktioniert die Integration von Menschen mit Behinderungen immer dann gut, wenn das Thema Priorität in der Unternehmenskultur hat“, sagt Meyer. Das ist beispielsweise bei der Bayer Weimar GmbH und Co. KG der Fall.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist in der Stadt Weimar seit einem Jahr deutlich rückläufig. Innerhalb eines Jahres sank die Zahl um 21 auf derzeit 123. Das sind 15 Prozent Rückgang. In den Jahren davor war die Arbeitslosigkeit in dieser Personengruppe weitestgehend unverändert.

Die Bayer Weimar GmbH und Co. KG unterstützt Beschäftigte, bei denen im Laufe des Arbeitslebens durch gesundheitliche Beeinträchtigungen ein Behinderungsgrad
festgestellt wurde. Bei Neueinstellungen stellen Handicaps grundsätzlich kein Hindernis dar: „Wichtig ist, dass die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen in erster Linie stimmen“, sagte Carmen Rödiger, Personalleiterin bei Bayer in Weimar. „Natürlich haben wir unter unseren Mitarbeitern auch Kolleginnen und Kollegen, die im Laufe ihres Lebens schwer erkrankten und denen ein Grad der Behinderung zuerkannt wurde. Hier ist es unser Bestreben, den Arbeitsplatz behindertengerecht zu gestalten oder eine andere Einsatzmöglichkeit zu finden“, sagte Rödiger. Das Unternehmen stellt technische Hilfsmittel bereit, gestaltet Arbeitsplätze um oder passt die Schichten an. Beispiele für die Integration von Schwerbehinderten oder gleichgestellten Mitarbeitern gibt es fast in jedem Bereich. So z.B. in der Verpackung, wo Mitarbeiter auf Grund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen in der Tagschicht in der Handverpackung arbeiten. Das Unternehmen übererfüllt die gesetzlich vorgeschriebene Quote von fünf Prozent bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen oder Gleichgestellten seit Jahren.

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