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Aktiver am Leben teilnehmen dank künstlichem Kniegelenk

Wo: HELIOS Klinik Blankenhain, Wirthstraße 5, 99444 Blankenhain auf Karte anzeigen
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Interview mit dem Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Torsten Prietzel, zum Start der neuen Vortragsreihe "Gesund in Blankenhain" in der HELIOS Klinik Blankenhain am 22. März um 17 Uhr.

Ein künstliches Gelenk (Endoprothese) ist immer der letzte Schritt, wenn Patienten unter fortgeschrittener Arthrose leiden. Bieten Sie in Blankenhain auch gelenkerhaltende Maßnahmen an?

Natürlich setzen wir Kunstgelenke nur ein, wenn es wirklich medizinisch notwendig ist. In manchen Situationen lässt sich der Gelenkersatz mit Umstellungsoperationen vermeiden oder wenigstens um Jahre verzögern. In Abhängigkeit vom Befund sind teilweise auch Spiegelungen des Kniegelenks (arthroskopische Eingriffe) sinnvoll. Häufig kommen die Patienten aber mit starken Schmerzen und fortgeschrittenem Gelenkverschleiß zu uns.

Wer ist vor allem betroffen?

Unsere Patienten sind im Durchschnitt etwa 65 Jahre alt und haben nicht selten Gewichtsprobleme. Es gibt aber auch junge Menschen, die eine Arthrose entwickeln, zum Beispiel bei einer Fehlbildung des Gelenks (Dysplasie), nach Brüchen oder in Folge der notwendigen Einnahme bestimmter Medikamente. Ein großer Anteil unserer Operationen sind zudem Revisionseingriffe, d.h. wir ersetzen bereits vorhandene Implantate.

Welche Komplikationen treten nach einer Knie-Operation am häufigsten auf?

Generell sind Komplikationen sehr selten. An erster Stelle ist die Lockerung des Implantats zu nennen, die meist zu Schmerzen führt. Weitere Komplikationsmöglichkeiten sind Abrieb, Bandinstabilität und die schmerzhafte Bewegungseinschränkung durch Verklebungen und Vernarbung (Arthrofibrose).

Wie lange hält eine Knieprothese im Durchschnitt?

Mindestens 15 Jahre. Gründe für einen Wechsel können zum Beispiel eine Lockerung der Endoprothese, Materialabrieb oder Infektionen sein.

Was ist das Besondere an Ihrer Operationstechnik?

Unsere Philosophie besteht darin, gewebeschonend und komplikationsarm zu operieren. Besonderen Wert legen wir auf eine korrekte Implantation und auf die sorgfältige Rekonstruktion der Weichteile. Das ist wichtig, damit sich das künstliche Gelenk gut im Knochen verankert und die Wunde gut heilt. Der Wundverschluss erfolgt durch eine in der Haut verlaufende Naht (Intrakutannaht), so dass der selbstauflösende Faden nicht zu sehen ist und auch nicht entfernt werden muss.

Wie lange dauert es im Durchschnitt, ein künstliches Kniegelenk einzusetzen?

In der Regel brauchen wir 70 bis 85 Minuten. Die Sorgfalt beim Wundverschluss ist wichtiger als die Geschwindigkeit. Unser Ziel besteht darin, die Patienten rasch wieder auf die Beine zu bringen.

Welche neuen Trends werden Sie in Ihrem Vortrag vorstellen?

Ich will natürlich nicht schon alles verraten. Aber es wird um Implantate und Instrumente gehen, die individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten sind.

Ihr Rat, damit das eigene Kniegelenk möglichst lange hält?

Gerade für das Knie ist es wichtig, Übergewicht zu vermeiden und auch im Alter in Bewegung zu bleiben.

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