Bello unterm Baum

Tierisches Fest: Hunde­trainer Thomas Kümmel – hier mit Chihuahua Schnipsel – rät: Bevor ein Hund zu Weihnachten verschenkt wird, sollte sich die ganze Familie intensiv mit dem Thema beschäftigen.
  • Tierisches Fest: Hunde­trainer Thomas Kümmel – hier mit Chihuahua Schnipsel – rät: Bevor ein Hund zu Weihnachten verschenkt wird, sollte sich die ganze Familie intensiv mit dem Thema beschäftigen.
  • hochgeladen von Simone Schulter

Ritterburg und ­Babypuppe – die Wünsche zum Fest gleichen sich, vor allem bei den Jüngsten. Andere Träume sind langlebiger. Vom Kinder­gartenkind bis zum Teeny, fast jeder hat sich schon einmal einen Hund gewünscht. Besonders in der Vorweihnachtszeit wird ­versucht, Mama und Papa ­davon zu überzeugen, dass erst ein Vierbeiner das Familienglück komplett macht. Gern wird auch mit unlau­teren Mitteln gearbeitet. Hier und da ein paar Tränchen ­sollen dem Wunsch Nachdruck verleihen. Und natürlich die Prophezeiung: „Ich gehe auch immer mit ihm raus.“

Ein Hund unterm Tannen­baum? Entgegen vieler Ratgeber hält Hundetrainer Thomas Kümmel aus Weimar dieses Geschenk nicht für abwegig. „Das Weihnachtsfest ist ein schöner Anlass, sich ­einen Hund zu ­holen.“ Ein „Aber“ folgt prompt. Vorher müsse sich die ganze Familien intensiv mit dem Thema beschäftigen. Jeder müsse den Zuwachs in Haus oder Wohnung wollen und natürlich sollten später auch die Arbeiten auf alle verteilt werden. Drei Fragen, so Kümmel, müssten vorher geklärt werden: Wie viel Zeit kann ich dem Tier
widmen? Wie viel Geld steht mir zur Verfügung? In welchem Wohnumfeld wird der Hund leben? Ein großer Rassehund kann bis zu 1500 Euro kosten. Auch Tierheime geben Hunde nicht umsonst ab. Hinzu kommen Kosten für Verpflegung, Ausrüstung, den Arzt, die Versicherung und eventuell für eine Hundeschule.

Ausgehend vom Temperament der Familie und deren Zeitbudget muss die Rasse wohlüberlegt sein. ­Während ein Chihuahua kaum Auslauf braucht, muss ein Weimaraner viel bewegt und gut er­zogen werden. Eine temperamentvolle Familie sollte eher eine ruhigere Rasse wählen und umgekehrt.

Nicht vernachlässigen sollte man Bedenken von Nachbarn, rät Kümmel. „Ein kaukasischer Schäferhund bewacht nicht nur das eigene Haus, sondern die gesamte Umgebung. Entsprechend oft schlägt er an. Das kann Ärger geben“, weiß der Hunde­trainer. Nur wenn alles bedacht und die gesamte Familie bereit ist für einen Vierbeiner, dann darf Bello auch unterm ­Weihnachtsbaum sitzen.

TIPPS:
Sorgentelefon für Hundebesitzer, Hunde­schule „Passion“, Montag bis Freitag, von 18 bis 20 Uhr,  0 36 43/ 41 04 47.

Autor:

Simone Schulter aus Weimar

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