Drücke nie die „1“!

Hohe Kosten können entstehen, wenn man nach Aufforderung bestimmte Tasten am Telefon drückt.Foto: stewe
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Wer hat sich noch nicht genervt gefühlt von dubiosen Anrufern, die Abos verkaufen oder zum Lottospiel animieren wollten? Wie schön könnte es doch sein, diesem ganzen Ärger mit einem einzigen Knopfdruck aus dem Weg zu gehen? Doch Vorsicht: Leicht kann man in die nächste Falle tappen.
„Seit ein paar Tagen treibt ein noch unbekannter Mann sein Unwesen am Telefon“, warnt Steffen Pönisch von der Polizeidirektion Jena. Auch in unserer Region ist er aktiv, gibt sich im Gespräch als Polizeibeamter aus, der wahlweise vor Telefonterror, Datenmissbrauch oder ähnlichem warnen möchte. „Der Angerufene wird aufgefordert, aus einem bestimmten Grund die Taste ‚1‘ am Telefon zu drücken“, klärt Pönisch weiter auf. Nach dem Drücken passiert aber nichts. Der Angerufene glaubt vielleicht an einen Scherz. Doch weit gefehlt. Auf der nächsten Telefonrechnung schlägt der Tastendruck teuer zu Buche.
Nach Informationen der Polizeidirektion Jena wird mit dem Tastendruck das Telefonat auf eine gebühren­pflichtige Verbindung weitergeleitet. Man habe herausgefunden, dass es sich um eine 0180er-Nummer ­handeln muss, gibt Polizeisprecherin Steffi Kopp aktuelle Ermittlungsergebnisse weiter. Betroffen von solcherlei Anrufen sei man in Städten und Dörfern gleichermaßen. Aus sechs weiteren Polizei­direktionen sind nach jetzigem Stand derartige Fälle bekannt.

Die Polizei weist darauf hin, dass keiner ihrer Beamten solche Anrufe tätigt und rät allen, misstrauisch gegenüber zweifelhaften Anrufern zu sein und auf Aufforderung keine bestimmten Ziffern am Apparat zu drücken. Besser sei es, im Zweifelsfall das Gespräch zu beenden.

Sollte man doch Opfer dieser Telefon­abzocke geworden sein, rät Steffi Kopp zur Anzeige. „Das ist möglich, weil der Betroffene ja nicht wusste, dass durch den Tastendruck Kosten auf ihn zukommen“, erklärt die Polizeihauptkommissarin.

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