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Nur eine Frage... Warum "jault" mein Auto beim Rückwärtsfahren, Herr Gebhardt?

Wo: Autohaus, 99425 Weimar auf Karte anzeigen
Blick ins Getriebe.
Blick ins Getriebe. (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)
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AA-Redakteure suchen nach Antworten auf alltägliche Fragen. Manchmal sind es skurrile Fragen, manchmal skurrile Antworten. Was wollten Sie schon immer wissen?

Warum „jault“ mein Auto beim Rückwärtsfahren, Herr Karl-Heinz Gebhardt?

Oft bezeichnen Autofahrer das Geräusch beim Rückwärtsfahren als singend oder jaulend. Da das Getriebe in die umgekehrte Richtung läuft, macht es andere Geräusche.

Das liegt am zusätzlichen Rücklaufrädchen zwischen Haupt- und Vorlegewelle im Getriebe bei Fahrzeugen mit Handschaltung. Bei Vorwärtsfahrten ist es nicht in Aktion. Umso schneller ein Auto aber rückwärtsfährt, je höher liegt die Drehzahl dieses Rädchens. Das Geräusch wird lauter.

Des Weiteren ist der Rückwärtsgang mit einer gerade verzahnten Übersetzung versehen – aus Kostengründen. Die Form der Zahnräder bei der Vorwärtsfahrt sind dagegen schräg (Hypoidverzahnung). Die Schrägverzahnung ist in der Herstellung aufwendiger, dafür aber deutlich leiser im Einsatz. Da die Zahnfläche kontinuierlich genutzt wird und die Zähne nicht schlagartig ineinandergreifen.

Der Antwortgeber

Karl-Heinz Gebhardt, Werkstattmeister im Peugeot Autohaus Scheffzük in Weimar-Süßenborn

Übrigens, die Firma DAF fertigte ab 1958 mit dem DAF 600, der Daffodil-Reihe sowie den Modellen DAF 33 und 66 auch Pkw. Diesen hatten ein revolutionäres Antriebskonzept – das Variomatic-Getriebe. Diese stufenlose Keilriemenautomatik, ermöglichte ein ruckfreies Fahren (ohne jaulen) im stets optimalen Drehzahlbereich. Die Fahrzeuge konnten genauso schnell vorwärts wie rückwärtsfahren.

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