Pflegeakademie zur Palliativpflege in Blankenhain
Pflege unheilbar Kranker - mehr als nur Sterbebegleitung

Simone Schacke, zweite von rechts, erklärte den Teilnehmern was bei der Pflege unheilbar Kranker zu beachten ist und gab wertvolle Tipps für den Umgang mit Angehörigen. Foto: Sandra Daneyko
  • Simone Schacke, zweite von rechts, erklärte den Teilnehmern was bei der Pflege unheilbar Kranker zu beachten ist und gab wertvolle Tipps für den Umgang mit Angehörigen. Foto: Sandra Daneyko
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Was ist Palliativmedizin? Was ist bei der Pflege todkranker Menschen zu beachten? Diese und weitere Fragen beantwortete Simone Schacke, Palliativschwester am vergangenen Mittwoch in der Helios Klinik Blankenhain.

„Meist machen die Betroffenen für die Angehörigen weiter“. Ein Satz von Simone Schacke der nachdenklich macht. Und zeigt, dass Palliativpflege viel mehr als Sterbebegleitung ist. Denn im Vordergrund steht nicht „dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Dieses Zitat wird Cicely Saunders zugeschrieben, die als Begründerin der Hospizbewegung gilt. Die 1913 geborene englische Ärztin und Krankenschwester kam in Schackes Einführung ebenso vor, wie die Tatsache, dass es bei Palliativmedizin nicht um die Heilung, sondern um die Lebensqualität der Patienten geht.

Danach erklärte die Palliativschwester, wie das Wohlbefinden der Patienten gesteigert werden kann. Zum Beispiel, indem lang gehegte Wünsche erfüllt werden (wie eine Kreuzfahrt) und die Zuhilfenahme der Aromatherapie und Akupressur. Das Wichtigste sei aber herauszubekommen, was der Patient möchte. „Palliativmedizin ist immer Teamarbeit zwischen Angehörigen, Ärzten, Pflegepersonal, Sozialarbeitern, Psychologen, Physiotherapeuten und Seelsorgern“, so Schacke, die ihre Ausbildung u.a. in einem Hospiz gemacht hat. Zudem sei die Vermittlung zwischen Angehörigen und Patienten sehr wichtig.
Durch ihre Erfahrung weiß sie meist ganz genau, wann der Sterbeprozess beginnt und versucht, die richtigen Worte für die Angehörigen zu finden.

Die meisten Patienten wollten zu Hause oder im Pflegeheim sterben, weil das oft zu ihrem zweiten Zuhause geworden sei. Der Palliativbereich sei also nicht zwingend die letzte Station der Kranken. „Hier bekommen Sie aber jede erdenkliche Hilfe, damit Sie ihr Leben so aktiv wie möglich bis zum Tod gestalten können.“

Die Helios Klinik Blankenhain behandelt seit 2013 Palliativpatienten und eröffnet am 21. September 2018 einen eigenen Palliativbereich mit einer Feier.

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