Anzeige

Wohnungssuche in Berlin
Mietpreisbremse in Berlin und deren Umgehung durch die Vermieter

Anzeige

Bezahlbare Mietwohnungen in Großstädten, wie zum Beispiel Berlin, zu finden, wird immer schwieriger. Es gibt zu wenig Platz für Wohnraum und zu viele Interessenten, die gern eine Wohnung mieten möchten. Seit Jahren steigen deshalb die Mietpreise für Wohnungen in Berlin kontinuierlich an.

Für die Mieter hat das gravierende Folgen:

- Menschen mit geringem Einkommen können nicht in eine gefragte Wohngegend ziehen

- alteingesessene Mieter werden verdrängt.
Günstige Wohnungsmieten finden die Interessenten in folgenden Stadtteilen Berlins:

- Marzahn (mit knapp 7 Euro pro qm)

- Hellersdorf und Staaken (mit ca. 7,15 Euro pro qm)

- Kaulsdorf, Karow und Altglienicke (mit rund 7,60 Euro pro qm)

- Spandau und Waidmannslust (mit ca. 7,80 Euro pro qm)

- Neu-Hohenschönhausen (mit knapp 8 Euro pro qm).
Besonders teuer wird es für die Mieter dagegen in folgenden Berliner Stadtteilen:

- Mitte (mit rund 14 Euro pro qm)

- Grunewald (mit etwa 13 Euro pro qm)

- Gatow (mit ca. 12,42 Euro pro qm)

- Kreuzberg, Dahlem und Charlottenburg (mit ca. 12 Euro pro qm)

- Schöneberg und Nikolassee (mit etwa 11,70 Euro pro qm)

- Wilmersdorf (mit ca. 11,50 Euro pro qm).

Mietpreisbremse

Seit dem 1. Juni 2015 begrenzt die Mietpreisbremse in Berlin den Anstieg der Mieten. Allerdings gibt es viele Ausnahmen und Sonderregelungen, die es den Vermietern erleichtern, weiterhin hohe Mieten einzunehmen. Das neue Gesetz besagt, dass die Mieten bei Neuvermietungen in gefragten Gegenden nur noch maximal 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Beispiele hierzu:

- Eine Wohnung kostete bisher 5,50 Euro pro qm. Die ortsübliche Vergleichsmiete liegt bei 6 Euro pro qm. Der Vermieter darf bis zu 6,60 Euro pro qm nun verlangen – mehr nicht.

- Wenn bisher allerdings 10 Euro pro qm für eine Wohnung verlangt wurde, muss die Miete nicht gesenkt werden, auch bei einer Vergleichsmiete von nur 6 Euro pro qm. Es gilt Bestandsschutz.

Die ortsübliche Vergleichsmiete können die Vermieter und Mieter übrigens dem örtlichen Mietspiegel entnehmen oder auf wohnung-jetzt.de. Es können aber auch Vergleichsmiet-Datenbanken oder statistische Erhebungen zur ortsüblichen Vergleichsmiete herangezogen werden. In Berlin ist wurde der alte Berliner Mietspiegel vom Gericht für ungültig erklärt. Gegen den neuen Berliner Mietspiegel erwartet die Landesregierung ebenfalls Klagen. Es ist also weiterhin mit Rechtsstreitigkeiten zwischen Vermieter und Mieter zu rechnen, wie genau die Vergleichsmiete zu ermitteln ist. In Berlin und anderen Großstädten gilt die Mietpreisbremse übrigens nicht für Neubauten, die erstmals genutzt und vermietet werden.

Als Grund gilt, dass der Neubau von Wohnraum nicht behindert werden soll. Allerdings gilt die Mietpreisbremse in ganz Berlin seit dem 1. Juni 2015 als erstes Bundesland, da der Wohnungsmarkt in der Hauptstadt besonders angespannt ist. Das ist nicht in jeder Stadt in Deutschland so geregelt. Die Bundesländer selbst legen fest, wo die Mietpreisbremse eingesetzt wird. Wurde die Mietpreisbremse – wie in ganz Berlin – beschlossen, gilt sie erst mal für fünf Jahre.

Ausnahmen von der Mietpreisbremse

Das Gesetz hat für die Vermieter viele Schlupflöcher gelassen, die Mietpreisbremse zu umgehen. Einige Ausnahmen von der Mietpreisbremse sind:
- Mietpreisbremse gilt nicht nach umfassenden Sanierungen für die erste Vermietung (Einbau neuer Küchen oder Luxusbäder)

- Mietpreisbremse gilt nicht für neu gebaute Wohnungen

- Mietpreisbremse hat keinen Einfluss auf laufende Mietverträge

- bei Neuvermietung muss Miete nicht gesenkt werden, wenn sie vorher über der Mietgrenze (10%-Grenze) lag

- keine Sanktionen für Vermieter, die die Vorgaben zur Mietpreisbremse nicht beachten

- Wohnungen werden möbliert vermietet (entsprechender Zuschlag für Möbel darf verlangt werden, der nicht pauschal festgelegt werden muss)

- Möblierungszuschlag verschleiert die eigentliche Kaltmiete

- möblierte Wohnungen werden nur vorübergehend an Geschäftsleute vermietet (Mietpreisbremse gilt bei vorübergehendem, befristetem Miet-Gebrauch der möblierten Wohnung nicht).

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt