Das modernisierte Weimarer Schwanseebad wird eröffnet
Sprung ins kühle Nass

Freudig gestimmt: Schwimmmeister Burghard Jenz ist 46 Jahre im Dienst – halb so lange wie das Schwanseebad alt ist.
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  • Freudig gestimmt: Schwimmmeister Burghard Jenz ist 46 Jahre im Dienst – halb so lange wie das Schwanseebad alt ist.
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"Endlich wieder freibaden im Schwanseebad, endlich wieder freischwimmen“, drückt Schwimmmeister Burkhard Jenz seine Freude über die Wiedereröffnung des Schwanseebades  aus.
 Das 1928 eröffnete Schwanseebad präsentiert sich heute noch in seiner damaligen Gestalt und gehört mit seinen großzügigen Liegewiesen, dem alten Baumbestand und einer Gesamtwasserfläche von über 7000 ­Quadratmetern zu den ältesten noch in ursprünglicher Art und Weise betriebenen Freibädern Deutschlands. Die Materialien und Formen waren zum großen Teil original ­erhalten, weshalb die Planung der Sanierung des Bades als Bestandteil des Ensembles „Asbach-­Grünzug“ in Abstimmung mit der Denkmalbe­hörde ­erfolgte. Ebenso mussten die Wirtschaftlichkeit, die geforderte Wasser­qualität und die heutigen Nutzeransprüche beachtet werden.
 Die zurückhaltende Farbgebung sollte ebenso erhalten bleiben wie auch die Größe und Form der Becken. So wurden der Sprungturm, die beiden Pavillons mit den Duschen und WCs, der Baumbestand, die große Liegewiese und die Spielflächen nicht verändert. Es gibt aber auch Neuerungen: Die kleinen Besucher im Alter von eins bis drei Jahren werden zwei neue Wasserspielplätze vorfinden, ausgestattet mit Wasserspiel- und -spritz­geräten.
 Neu ist auch die Badewassertechnik, welche die Wasserqualität sicherstellt. Die Becken werden mit Trink­wasser gespeist, durch Filter- und Aufbereitungsanlagen und über im Beckenboden installierte Düsen zurück in die Becken geleitet. Die Technik wurde in zwei unterirdischen Baukörpern beidseits der zentralen großen Treppe installiert.
 Ausstattungselemente wie die lange Bank zwischen großer Liegewiese und Schwimmbecken, Geländer, Duschen, Treppen, Einstiegsleitern wurden ebenfalls erneuert und werden an gleicher Stelle wieder zu finden sein. Zusätzlich gibt es jetzt einen Lift, mit dem Personen, die die Treppen nicht nutzen können, ins Wasser gelangen können.
 Die Wege um die Becken herum wurden mit neuen Platten verlegt. Die Tribüne musste im Zuge der Bau­arbeiten abgebrochen werden, wurde aber in gleicher Gestalt – nur dreistufig – wieder errichtet. Damit konnte ein breiterer Beckenumgang geschaffen werden.
 Das Flachwasserbecken, welches an das Schwimmerbecken grenzt, wird von der Badewassertechnik abgekoppelt und mit Wasser aus der Lotte gespeist. Es wurde in seiner Gestalt nicht verändert und ist nach wie vor nicht für den Badebetrieb vorgesehen.
 Knapp zwei Jahre wurden für die Sanierung des Bades notwendig. Insgesamt wurden neun verschiedene Fachlose ausgeschrieben. Für den größten Teil der Arbeiten konnten einheimische ­Firmen beauftragt werden. Kosten: 5,89 Millionen Euro.
 Am 15. Mai öffnet das Bad ab 15 Uhr. Neben einem Programm von Studierenden der Bauhaus Universität findet eine letzte „Baustellenführung“ statt und Unerschrockenen können den Sprung ins kühle Nass wagen. Ab zirka 20 Uhr zeigt Roland Rynkowski eine Lichtinstallation, bei der der Sprungturm in Szene gesetzt werden soll.

Informationen

Zur Sanierung

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