Tag der Hörgeschädigten bildend, würdevoll und mit Ehrungen begangen
Mit Sensibilität und Bewusstsein für Hörgeschädigte aufmerksam sein und werden ...

Ein Blick in die aufmerksame Runde der Veranstaltungsteilnehmer zum Tag der Hörgeschädigten
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  • Ein Blick in die aufmerksame Runde der Veranstaltungsteilnehmer zum Tag der Hörgeschädigten
  • Foto: U. Noack
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Der Landesverband der Hörgeschädigten Thüringen e. V. Weimar widmete sich zu einer sehr gut besuchten und bestens organisiertenVeranstaltung ganz dem „Tag der Hörgeschädigten“. Hierzu lud der Landesvorsitzende, Jens Elschner, ins Seniorenzentrum AZURIT nach Schöndorf ein. Auch einige Ehrengäste folgten dieser Einladung.

Dazu zählen: Dr. Müller vom LandesverbandSachsen, Petra Karl vom Landesverband Bayern, Ute Böhnki, die Behinderten- und
Seniorenbeauftragte der Stadt Weimar, Sabine Wolf von der Selbsthilfegruppe
Gera, Jörg Geibert (CDU), in Vertretung des Thüringer Landtags, Frau Klett von
der AOK Plus Dresden, Herr Rietenbach von der Firma Phonak und Herr Steinecke, ein Akustiker Meister aus Weimar sowie Vereinsmitglied und Weimarer Stadträtin (weimarwerk bürgerbündnis e. V.) sowie Legefelder Ortsteilbürgermeisterin Petra Seidel, in Vertretung für die Paritätische Kreisgruppe.  Aber,generell waren Verbands- bzw. Vereinsmitglieder aus den unterschiedlichsten Thüringer Regionen und Selbsthilfegruppen stark vertreten. So u. a. aus Eisenach, Bad Salzungen, Erfurt etc.

Mit einem kleinen sehr appetitlichen Frühstück und Kaffeewurden alle Gäste erst einmal herzlich empfangen und begrüßt. Danach ging esmit Bildung weiter, denn Herr Rietenbach, von der Firma Phonak hielt einen Vortrag und stellte die neue, moderne Technik des Roger-Systems, die auch ausprobiert wurde und nicht nur für Hörgeschädigte beste Akustik in jeden Saal oder Raum, jede Versammlung usw. bringt, vor.
 
Nach diesen ausführlichen Neuerungen fand ein Workshop zumThema „Inklusion für Hörgeschädigte in Thüringen“ statt, mit der Fragestellungzu 10 Jahre UN Behindertenrechtskonvention – Was wurde bisher dazu erreicht und
was gilt es, noch zu tun? - Hierzu waren zusammen mit Jens Elschner ins Podium zum Dialog gebeten, Ute Böhnki, Jörg Geibert sowie Thomas Steinecke.
Erstaunlich, was doch alles schon so an Möglichkeitengeschaffen wurde, um auch Hörgeschädigten ihre Lebensqualität etwas zu erleichtern, z. B. auch mit dem eingeführten Hörgeschädigten-Geld, aber auch, was noch alles so im Argen dazu liegt. Besonders auf Realitäten in öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen wurde diesbezüglich hingewiesen. Sehr hilfreich könnte auch hier wieder das Einsetzen der im Vortrag von Herrn Rietenbach kennengelernten Technik sein, sofern finanzielle Mittel hierfür zur Verfügung gestellt werden können.
 
Nach dem darauf folgenden leckeren Mittagstisch lud Frau Klett zu ihrem Vortrag ein. In diesem ging es speziell um Fördertöpfe der AOK
für Selbsthilfegruppen, um deren Antragstellung und mögliche Förderungen für
2017/2018 sowie Hilfestellungen dazu. Das war sehr aufschlussreich und lässt
schlussfolgern, dass nun mit Sicherheit auch wieder einige Anträge für eine
Förderung auf dem Schreibtisch von Frau Klett eingehen werden.
 
Zum Schluss der Veranstaltung, ehe es noch einmal schmackhaften Kuchen und Kaffee gab, wurden zahlreiche Vereins-Mitglieder verschiedener Selbsthilfegruppen geehrt. Hierzu gab es lobende, wertschätzende
Worte und Ehrenurkunden, die zum Teil für Überraschung sorgten. Dazu gehört u. a. auch Uwe Noack. Er pflegt und wartet zusammen mit seiner Gattin, Antje,
stets aktuell die Vereins Website und zeichnet mit ihr ebenso für das
reichhaltige, aktuelle Bildmaterial und einiges andere noch, verantwortlich.
Aber auch Andreas Scholz, der fleißige Mitarbeiter des Vereinsbüros, darf hier
lobend erwähnt werden, ohne den Verbandsvorsitzenden Jens Elschner selbst,
natürlich nicht zu vergessen oder den Schatzmeister, Kurt Both sowie die den
Verband bzw. Verein stets stark unterstützende Petra Seidel.
 
Als Fazit zur Veranstaltung sei erwähnt, dass das Bewusstsein und die Sensibilisierung, was in den Köpfen beginnen sollte, in derBevölkerung und vor allem auch in der Politik, noch mehr darauf zu richten ist, dass es eben auch Menschen mit Handicap gibt. Nicht nur den klassischen
mobilitätseingeschränkten, dem man seine Behinderung sofort auch ansehen kann, sondern ebenso z. B. Seh- oder Hörgeschädigte. Solche Personengruppen sind in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt und bedürfen ebenfalls besonderer Aufmerksamkeit und Unterstützung. Die Vorstellung, nicht richtig hören zu können, ist schwer zu vermitteln. Mitfühlen kann nur, wer selbst davon einmal oder generell betroffen ist. Betroffene dürfen sich im Übrigen sehr gerne dem Verband bzw. Verein anschließen. Hier sind Betroffene wirklich auch für Betroffene da. Sie helfen und unterstützen sich gegenseitig, sind gesellig und „verstehen“ sich, auch mit ihren Hörschädigungen, zum Teil sogar ohne Worte. Kontakt erhalten Sie über das Vereinsbüro, 99427 Weimar, Rießner Str. 12b, Telefon und Fax: 03643 4579358 oder über die E-Mailadresse schwerhoerige_weimar@web.de.

Autor:

Petra Seidel aus Weimar

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