Historisches zur Weihnachtszeit
Orgelgeschichten aus der Region

Diese Orgel in der Bad Lobensteiner Kirche wurde 1972 von der Firma Jehmlich in Dresden gebaut.
  • Diese Orgel in der Bad Lobensteiner Kirche wurde 1972 von der Firma Jehmlich in Dresden gebaut.
  • Foto: Reinhard Kübrich
  • hochgeladen von Daniel Dreckmann

Von Reinhard Kübrich

Wenn die Orgel erklingt und die Gemeinde Lieder singt, dann ist Leben in den Kirchen. Fast jedes der Gotteshäuser der Region hat eine Orgel. Und es gibt viele Anekdoten rund um die wunderbaren Musikinstrumente:

Eine der ältesten Orgeln befand sich in der Bergkirche Schleiz. Einer Chronik ist zu entnehmen, dass diese um das Jahr 1500 ein solches Musikinstrument mit acht Registern erhielt. Erbaut von einem Meister Munecker aus Bayreuth.
Ein Jacob Schädlich aus Joachimsthal baute 1638 eine neue Orgel auf der Westempore. Eine Reparatur durch die Adorfer Werkstatt Trampeli erfolgte 1772. Jahrzehnte später genügte der Klangkörper nicht mehr den Ansprüchen.
Ernst Poppe aus Roda baute mit seinen Helfern 1896/97 eine neue Orgel. Doch diese hat nun auch ausgedient.
Die barocke Schleizer Kirche mit einer Fürstengruft besitzt seit 2007 eine moderne Orgel. Erbaut von der Firma Kutter aus Ruhla. Alle 1 944 Pfeifen und Register ergeben zusammen einen herrlichen homophonen Klang.

Auf eine lange Tradition im Orgelbau kann neben der Familie Poppe auch die Familie Jehmlich aus Dresden verweisen. Sie baute 1972 in die Lobensteiner Kirche eine neue Orgel ein. Zu jener Zeit war Werner Leich Superintendent in der ehemaligen Kreisstadt. Er wurde im Dezember 1977 zum Landesbischof der Thüringischen Landeskirche gewählt.

Als die Ruppersdorfer ab 1850 eine neue Kirche bauten, wurde auch eine neue Orgel für 1 000 Taler in Zeulenroda gefertigt und dann vor Ort eingebaut.

Die Orgel in der Gnaden-Kirche in Blankenberg, deren Grundstein 1860 gelegt wurde, ist ein Geschenk der Unternehmerfamilie Flinsch. Gebaut hat sie Gotthilf Bärmig aus Werdau.
1962 kaufte die Kirchgemeinde einen elektrischen Winderzeuger von einer Gothaer Firma und beauftragte den Orgelbaumeister Kirchner aus Weimar, die beiden Keilbälge zu überholen.

Eine der ältesten Kirchen in der Region ist die in Gahma. Sie ist dem heiligen Bartholomäus geweiht. In einer Chronik ist zu lesen, dass 1689 eine Reparatur des Gebäudes 165 Thaler, 19 Groschen und zwei Pfennige kostete. In jenem Jahr wurde auch eine Orgel angeschafft.
Nach einem Blitzschlag im Frühjahr 1888 hat sie der Orgelbauer Zillgitt aus Gera auseinandergenommen, gereinigt, wieder aufgestellt und mit einem neuen Register versehen. Jener Zillgitt baute auch 1895/96 eine neue Orgel für die St. Nicolaus Kirche in Harra.

Anerkannte Meister ihres Fachs waren auch Gottfried Silbermann, der 1743 die Orgel in der Kapelle auf Schloss Burgk baute, sowie der Geraer Christian Ernst Friederici.

Reinhard Kübrich

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