Mit anspruchsvoller Musik den Horizont erweitern
Ralf Dietsch gehört zu den profiliertesten Gitarristen Ostthüringens

Cyril mit Ralf Dietsch an der Gitarre beim Artrock-Festival 2019 in Reichenbach.
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  • Cyril mit Ralf Dietsch an der Gitarre beim Artrock-Festival 2019 in Reichenbach.
  • Foto: Karla Kotsch
  • hochgeladen von Gerd Zeuner

Der Gitarrist Ralf Dietsch gründete einst die Prog-Rock-Gruppe Hidden Timbre, spielte in diversen Cover-Formationen, ist solo unterwegs und hat mit seiner aktuellen Band Cyril jetzt den dritten Longplayer veröffentlicht. 

Bekannt ist der aus Nitschareuth im Landkreis Greiz stammende und jetzt in Gera lebende Musiker nicht nur durch die Band Hidden Timbre. Konzertfreunde haben den Lockenkopf auch als Leadgitarristen der René Möckel Band bei "Philharmonic Rock" an der Göltzschtalbrücke erlebt und bei Auftritten mit den Coverbands Blind Dogs, Positiv Vibration und Discovery sowie als Solo-Künstler beispielsweise bei "Sekt in the City" in Greiz oder im Bauernmuseum Nitschareuth. Seit neun Jahren spielt Dietsch in der Formation Cyril, gemeinsam mit dem Stern Meißen-Sänger Manuel Schmid.

Das sechssaitige Instrument gehört seit seinem zwölften Lebensjahr zu den Begleitern von Ralf Dietsch. "Mein Vater spielte selbst Gitarre und drückte mir damals eine solche zum probieren in die Hand", erinnert sich der 45-Jährige. Das Saitenspiel ließ den Jungen nicht mehr los. Er nahm zunächst zwei Jahre Gitarrenunterricht an der Kreismusikschule Greiz, anschließend fünf Jahre an der Musikschule Gera. In diese Zeit fiel auch sein erster öffentlicher Auftritt mit einer Band. Die nannte sich vered und spielte kurz nach der Wende in der Kirche Sorge-Settendorf. Kurze Zeit später formierte Ralf Dietsch mit ein paar Gleichgesinnten Hidden Timbre. Die Band sollte mit ihren Art-Rock-Klängen in den 1990ern und Anfang der 2000er Jahre regionalen Kultstatus in Ostthüringen erlangen. Nach bandinternen Uneinigkeiten über die künftige Musikrichtung stieg der Gitarrist aus.

2010 gründete Ralf Dietsch mit weitern gestandenen Musikern unter anderem aus Berlin und Leipzig die Prog-Rock-Formation Cyril. Was zunächst als reines Studioprojekt startete, beginnt sich jetzt zu einem gefragten Live-Act zu entwickeln. So begeisterte die Band mi ihrem "eleganten Melodic-Rock", wie eine Musikzeitschrift den Cyril-Stil beschreibt, Mitte April beim Artrock-Festival im Reichenbacher Neuberinhaus. Acht Tage zuvor spielte Cyril sogar in Großbritannien. "Von unserem Auftritt im walisischen Chepstow waren Publikum und Veranstalter gleichermaßen angetan. Sie wollen uns wieder haben", freut sich Dietsch. Er kündigt sogar an, im nächsten Jahr mit Cyril auf Europatournee zu gehen. Verhandlungen mit Veranstaltern laufen bereits. Im Gepäck hat die Band dann ihre brandneue dritte CD. "The Way Through" ist genauso wie seine beiden Vorgänger-Longplayer ein Konzeptalbum und überzeugt mit ausgefeilten Songstrukturen in ausgewogenen Soundgemälden.

Neben seiner Bandkarriere ist Ralf Dietsch auch als Solo-Künstler aktiv. Als solcher tritt er zu allen Anlässen wie Stadtfesten oder Familien-, Firmen- und Vereinsfeiern auf. Auch auf Trauerfeiern hat er schon gespielt. Sein Repertoire reicht von traditionellen Volksliedern über Pop und Rock bis hin zur Klassik.  Auch vor Latin und Jazz macht er nicht Halt. Insgesamt hat der Gitarrist in seinem Repertoire Musik für nicht weniger als 15 Stunden! Dabei kann er seine Finger auch von anderen Instrumenten nicht lassen: Zum Einsatz kommen auch Mundharmonika, Banjo, Mandoline und Balalaika. 

Zu seinen Lieblingsgitarristen zählt Dietsch aber eher die härteren Saitenhexer wie Joe Satriani und Steve Vai, aber auch Eric Clapton, Rory Gallagher, Mark Knopfler und den frühen Carlos Santana. "Beeinflusst haben mich aber vielleicht am meisten Chuck Berry und der Pink Floyd-Gitarrist David Gilmore", schätzt der Ostthüringer ein. Auf die Frage, was einen guten Gitarristen ausmache, sagt Dietsch, der auch als Gitarrenlehrer arbeitet: "Das wichtigste sind Fleiß und Leidenschaft und das Bewusstsein, Spaß an der Sache zu haben." Talent sei eigentlich nur ein kleiner Teil des Erfolgs.

Ralf Dietsch weiß, dass er mit seiner Musik nicht die Welt zu verbessern kann. Sein Ziel ist es aber, "anspruchsvolle Musik schmackhafter zu machen, damit den Horizont zu erweitern und vielleicht sogar die Lebensqualität ein ganz kleines bisschen zu verbessern." Ob ihm das gelingt, davon können sich die Besucher von "Sekt in the City" am 6. November in Greiz überzeugen, wenn der Gitarrist ab 20 Uhr auf dem Puschkinplatz in die Saiten greift.

Kontakt: 
www.facebook.com/ralf.dietsch
Telefon 0177 5275057

Autor:

Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes

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