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Tunnelmann wird restauriert

Am Eingang zum ehem. Restaurant "Zum Tunnel" in der Greizer Thomasstraße
Am Eingang zum ehem. Restaurant "Zum Tunnel" in der Greizer Thomasstraße
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Greiz - Thomasstraße
Etwas blass erschien in den vergangenen Tagen der Tunnelmann über dem Eingang zum ehemaligen Gasthaus "Zum Tunnel" in der Marktstraße 14, das noch um 1948/49 vom Gastwirt Max Lätsch bewirtschaftet wurde. Grund hierfür waren Sanierungsarbeiten an den Jugendstilfassaden, die im Rahmen einer Komplettsanierung der Gebäude Marktstraße 12/14 und Thomasstraße 15/17 ausgeführt wurden. Nun wurde Hand angelegt an einem der Greizer Originale, dem Abbild von Franz Köhler, genannt der "Köhlerswod", der von alten bröckelnden Farbanstrichen gereinigt wurde.
Er schaut dich mit verschmitzter Miene an, als würde er nachdenken, wie er die fürstliche Obrigkeit seiner Zeit wieder einmal auf die Schippe nehmen könnte. Mit dem Zeigefinger lenkte er die Aufmerksamkeit auf den Eingang zur Gaststätte. Er war Stammgast im ehemaligen Lokal "Zum Tunnel" in der heutigen Thomasstraße in Greiz und soll stets allein am Tisch sitzend vor sich hin starrend ins Bierglas geschaut haben. Er war klein wüchsig und trug beim Ausgang gepflegte Kleidung. Nach einer Überlieferung und vermutlich am Stammtisch eine beschlossene Sache, wurde ein anwesender Bildhauer beauftragt, das sogenannte Tunnelwappen anzufertigen.
Frank Köhler war ein Alt-Greizer Original, den jeder kannte und auf den Beinamen "Köhlerswod" hörte. Er soll das Vorbild des sogenannten Greizer Tunnelwappen am Haus des ehemaligen Gasthauses "Zum Tunnel" in der "Straße an der Gräßlitz", später Thomasstraße, Stalinstraße, Straße des 1. Mai und heute wieder Thomasstraße geliefert haben.
Franz Wilhelm Köhler wurde am 01 August 1852 in Greiz geboren. Er arbeitete als Fleischergeselle und verstarb am 1. März 1906 in Greiz. Sein Vater Karl-Heinrich Köhler war Webermeister und die Mutter Johanna Christiane geb. Gerber stammte aus Teichwolframsdorf.
Nach vorhandenen sichtbaren Farbresten erhält der Tunnelmann einen neuen Farbanstrich von Malermeister Marcel Kahnt.
Zu DDR-Zeiten wurde die Lokalität zur Greizer HO-Milchbar umgebaut, ein Treff für alle Generationen mit einer optisch wirkenden faszinierenden Musikbox, traumhaften Preisen für Shakes und Eisbecher, mit Straßenverkauf eröffnet.

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