Vogtländischer Maler nicht vergessen
Würdige Ehrung für Hermann Pampel

Besucher betrachtet die Gemälde der Ausstellung
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Greiz - Mohlsdorf
Dicht zusammen rücken hieß es am Sonntag, 19. November im großen Saal der Gaststätte „Zum kühlen Morgen“ in Mohlsdorf, zur Ausstellungseröffnung des Vogtlandmalers Pof. Hermann Pampel anlässlich seines 150. Geburtstages. Bürgermeisterin Petra Pampel (IWA) freute sich über das große Interesse der Besucher, auch darüber, das nach einer aufwendigen Vorbereitungszeit die Ausstellung im Geburtshaus des Künstlers stattfinden kann. „Wir hatten einen Arbeitskreis zur Aufarbeitung über Leben und Wirken des Künstlers gebildet, zu dem auch Frieder Rohleder gehörte, der sich intensiv mit der Aufgabe beschäftigte“ betont die Orts-Chefin. Großes Lob erhielt der Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf, unter dem Vorsitzenden Gerd Richter, der dafür die Werke von Pampel, die im Archiv des Unteren Schlosses lagern, gesichtet und reproduzierte. Parallel zu den Repros und Originalbilder aus privaten Leihgaben, die die thematische Vielfalt von Pampels Schaffen zeigen, gibt es eine Fotoschau, sowie Bilder des Malwettbewerbes der Schüler der Gemeinde. Hierzu wurde unter dem Thema: „So schön ist die Heimat Hermann Pampels, indem auch wir leben gestartet“. Den Schülern die sich am Malwettbewerb der Staatlichen Grundschule Mohlsdorf und Teichwolframsdorf, sowie der Freien Regelschule Reudnitz beteiligten, malten mit Pinsel und Farbe beeindruckende Motive. Die eingereichten Kreationen wurden von ausgebildeten Kunsterziehern nach Klassenstufen für die Ausstellung ausgewählt. So freuten sich die Preisträger, über anerkennende Worte der Besucher.
Bis zum 26. November können die Bilder des Vogtlandmalers in dessen Geburtshaus von 14 bis 18 Uhr angesehen werden. Über Leben und Wirken des Künstlers, der am 15.11.1867 in Mohlsdorf geboren wurde, inszenierte Frieder Rohleder, untermauert mit Bildern in einer Dia-Show, eine ausführliche Recherche zu dessen Person. Hier in seinem Geburtshaus zeichnete er bereits vor dem Schulbesuch mit einer großen Beobachtungsgabe Bilder, die das Leben beleuchteten, mit Kreide auf den Fußboden der Gaststätte. Die hatten allerdings eine kurze Lebensdauer. Nach dem Schulbesuch erlernte er den Beruf eines Porzellanmalers in der Fraureuther Porzellanfabrik. Die Wanderjahre führten ihn nach Bonn, Ilmenau und Teplitz, bevor er 1889 die Kunstgewerbeschule in Dresden besuchte. Nach kurzem Aufenthalt in der Heimat bei seinen Eltern 1893, ging es zu Fuß nach München um ein Studium an der Kunstakademie aufzunehmen. Mit besonderer Hingabe malte er Menschen, Tiere und Landschaften mit dörflichen Motiven. Für seine Gemälde erhielt er mehrere 1. Preise und Goldmedaillen und wurde schließlich zum Professor ernannt. Die künstlerischen Erfolge führten zu keiner Zeit zur materiellen Absicherung des Malers, die letztendlich auch nicht durch Sponsoren aus der Heimat Abhilfe erbrachte. Hermann Pampel verstarb am 7.4.1935 in München, seine Urne ruht im Grab der Familie in Herrmannsgrün. Der Greizer Autor Volker Müller ließ sich von den Gemälden des Künstlers inspirieren und brachte seine tiefsinnigen Gedanken in Gedichtform zum Ausdruck. Mit ausgewähltem Liedgut sorgte das Männerquartett vom Gesangsverein Mohlsdorf, mit gesprochenen Worten von Heinz Malz für gute Unterhaltung.

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