Schule mit Herz
Bergaer Schule spendet Kinderhospiz 1.000 Euro

Lutz Schulz übergibt Schülervertretern der Grund- und Regelschule und Regelschulleiterin Heike Zöller die Plakette.
  • Lutz Schulz übergibt Schülervertretern der Grund- und Regelschule und Regelschulleiterin Heike Zöller die Plakette.
  • hochgeladen von Gerd Zeuner

Die Staatliche Grund- und Regelschule Berga hat dem Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz 1.000 Euro gespendet. Dafür gab es jetzt die Plakette "Schule mit Herz"!

Das Spendengeld kommt von dem Bergaer Reinhard Berger. Er hatte voriges Jahr bei der Aktion "Thüringen leuchtet" von Landeswelle und TEAG für sein Foto des weihnachtlich geschmückten Marktbrunnens einen der ersten drei Preise gewonnen: Neben einer Werbekampagne für Berga gab es 3.000 Euro für Herzens­projekte des Elsterstädtchens. Von diesem Betrag ging ein Teil an das Klubhaus und 1.000 Euro an die Bergaer Schule. "Wir waren uns von vornherein einig, dass wir mit dem Geld wiederum krebskranke Kinder unterstützen", berichtet Regelschulleiterin Heike Zöller. Denn bereits vor zwei Jahren hatte die Bergaer Schule dem Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland fast 600 Euro gespendet, resultierend aus dem Weihnachtsmarkt 2017 der Grund- und Regelschule. 

Nun haben sich die Bergaer mit den 1.000 Euro erneut an der Benefizaktion "Gemeinsam stark für das Kinderhospiz!“ beteiligt. Für dieses Engagement überbrachte Lutz Schulz, ehrenamtlicher Spendenengel der gemeinnützigen Trägergesellschaft des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland, den Schülern die Auszeichnung "Schule mit Herz". Er bedankte sich für die Unterstützung: „Dank solcher Aktionen, wie die der Bergaer Schüler kann sich unser Fachpflegepersonal weiter um die Bedürfnisse unserer Gäste im Kinder- und Jugendhospiz kümmern. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich Kinder für andere Kinder einsetzen."

Lutz Schulz informiert, dass das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz bis zu 28 Tage im Jahr Familien aufnimmt, deren Kinder unheilbar krank sind. Gemeinsam können sie hier das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept nutzen. Dabei wird nicht nur das schwer kranke Kind liebevoll umsorgt und optimal gepflegt. Auch die Familien erfahren umfassende Hilfe und Entlastung. Die Aufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, geben den betroffenen Eltern neue Kraft, die zumeist eine aufwändige 24-Stunden-Pflege meistern müssen. Die gesunden Geschwisterkinder werden in dieser Zeit gefördert und können viele Angebote vor Ort nutzen.

Hintergrund:
Mehr als 40 angestellte Mitarbeiter und zusätzlich viele ehrenamtliche Helfer arbeiten für die Gäste und ihre Familien. Um dieses wichtige Hilfsangebot aufrechterhalten zu können, ist das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland dauerhaft auf Spenden angewiesen. Mehr als 1.400.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen. Die derzeitige Finanzierung durch die Krankenkassen reicht nicht aus. Hunderte betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet konnten sich seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011 vom stationären Hilfsangebot der gemeinnützigen Trägergesellschaft (Kinderhospiz Mitteldeutschland gGmbH), überzeugen.

Knapp 8.000.000 Euro wurden seit dem Jahr 2008 in den Kauf und den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Thüringer Fernwasserversorgung in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald zum stationären Kinder- und Jugendhospiz investiert. Aktuell entsteht bereits der Rohbau für die neuen Gebäude, in die zur Zeit zwei Millionen Euro investiert werden. Im Frühjahr 2020 werden hier die neuen Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt bezogen. Rund 85 Prozent der Gesamtinvestitionskosten wurden ausschließlich durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und Unternehmen und nichtstaatlichen Zuwendungen durch Stiftungen aufgebracht.

Ein zweites Zuhause entstand so, dank dieser Hilfe, für die betroffenen Familien, fernab von jeder Krankenhausatmosphäre. Betrieben wird das stationäre Kinder- hospiz von einer gemeinnützigen Gesellschaft mbH. Diese gemeinnützige Trägergesellschaft ging im Jahr 2019 aus einem gemeinnützigen Trägerverein hervor. So wurde in den vergangenen 17 Jahren Ostdeutschlands größtes ehrenamtlich organisiertes Sozialprojekt aufgebaut, etabliert und seither erfolgreich betrieben.

Über die Einrichtung können sich Interessenten zum Tag des offenen Kinderhospizes am Samstag, den 25. Mai, vor Ort informieren!

Weitere Info und das Spendenkonto unter www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de.

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