Julia Burkhardt verkauft eines ihrer Schmuckstücke speziell für das Kinderhospiz
Kleine Engel für todkranke Kinder - Symbol für Hoffnung, Erinnerung, Schutz und Liebe

Julia Burkhardt in Ihrem Atelier.
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Julia Burkhardt  (33) ist Schmuckdesignerin, unterstützt aus ganzem Herzen mit einem Engel in ihrer Kollektion das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz. Die junge Mutter stammt aus Bad Lobenstein, arbeitet mit eigenem Atelier in Nürnberg.

Was war der Auslöser, sich für das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz zu engagieren?
Das hat viele Gründe: Einer ist sicher, dass wir in unserer Familie ein Kind verloren haben. Zudem muss man jeden Tag glücklich darüber sein, gesunde Kinder zu haben. Wir wissen alle nicht, was das Schicksal noch für uns vorgesehen hat.

Und wir kam der erste Kontakt zustande?
Über den Saunamarathon sind wir auf sie aufmerksam geworden, daran hat sich vor einigen Jahren die Ardesia Therme in Bad Lobenstein beteiligt. Meine Mutter ist dort angestellt und hat damals Teddys gespendet. Später habe ich mich etwas über ihre Arbeit informiert und finde das Engagement einfach sehr beeindruckend. Über die Aktion der Antenne Thüringen Weihnachtsengel haben wir 2017 das erste mal einen Feuerabend zu Gunsten des Kinderhospizes organisiert.

Was war der erste Schritt?
Nach dem Tod meiner Nichte haben mich die Engel als Schmuckelement voll erfasst. Für mich haben sie etwas Besonderes, das Symbol für Hoffnung, Erinnerung, Schutz und Liebe. So war auch schnell klar, dass ich einen kleinen Engel für den guten Zweck entwerfen möchte. Daraus entstand die Idee, einen kleinen Bronzeengel herzustellen. Der Gedanke dahinter ist, dass es jedes Jahr einen neuen Engel geben soll, der die Leute dazu animieren soll, diese zu sammeln. Im ersten Jahr gab es daher drei Engel. Im vergangenen Jahr habe ich die Engel auf insgesamt 21 Stück limitiert, um den Kaufanreiz zu steigern. Leider hat es uns den Feuerabend total verregnet, so dass ich nicht so viele verkaufen konnte, wie gewünscht. Die Einnahmen der einzelnen Engel gehen zu 100 Prozent an das Kinderhospiz. Kosten für Material, Guss sowie Arbeitszeit übernehme ich voll. Angefangen hat der "Wahn" mit den Engelchen eigentlich mit einer Kollektion aus Silberengeln. Wobei wir in der letzten Weihnachtssaison auch 5 Euro pro Teil an das Kinderhospiz gespendet haben.

Wie genau sind sie vorgegangen, beim Entwurf des kleinen Engels?
Die Engelchen entstehen zu erst im Kopf. So habe ich den neuen Engel für 2019 auch schon im Kopf. Dann forme ich aus einer Modelliermasse ein Modell, dieses wird solange bearbeitet und gebrannt bis es mich zufrieden stellt. Danach wird eine Gussform erstellt und die Engel werden in Wachs gegossen. Darauf folgt der Guss in Bronze und anschließend werden die Engel in mehreren Arbeitsschnitten versäubert (absägen der Gussstifte, feilen, schmirgeln, schleifen, fräsen...) bis sie zum Schluss poliert und gereinigt werden. Wie lange das dauert, kann ich gar nicht so genau sagen, die einzelnen Schritte ziehen sich über mehrere Tage.

Welche Resonanz bekommen Sie von den Käufern, wie viel haben Sie schon zusammen getragen an Spenden?
Wir haben einige Kunden, die dem Gedanke des Sammelsystems folgen. Ich wünsche mir aber, das Ganze noch deutlich attraktiver machen zu können. Der Engel hat leider nicht für alle so viel Bedeutung, wie für mich selbst.  Wir haben den Verkauf der Engel in den letzten zwei Jahren immer mit einem Feuerabend im Ofenbaugeschäft meines Bruder (Ofen Burkhardt) kombiniert. Alle Einnahmen dieses Abends haben wir gespendet. Für die Unterstützung meines Bruders und unserer Familie bin ich sehr dankbar.

Was machen Sie sonst in Ihrer Werkstatt für Schmuck-Stücke?
In meiner Werkstatt mach ich eigentlich alles, was mit Schmuck zu tun hat... Reparaturen, Umarbeitungen, Anfertigungen, auf Wunsch auch Kleinserien. Ich probiere es jeden Kundenwunsch zu erfüllen und für alles eine Lösung zu finden.

Einen kleinen Einblick in meine Arbeiten finden sie unter: www.gold-julchen.de

Autor:

Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz aus Nordhausen

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