Neue Tümpel für den Kammmolch
Dank eisiger Temperaturen der letzten Tage Tümpelbau abgeschlossen

Mit Beginn der eisigen Temperaturen Ende Februar starteten im Pöllwitzer Wald Baggerarbeiten. Drei neue Kleingewässer sollten auf den Heideflächen angelegt werden. Die Mitarbeiter des Projektes „Zwergstrauchheiden Pöllwitzer Wald“ der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg (NfGA) veranlassten die Bauarbeiten. Im Rahmen des von der EU und dem Freistaat Thüringen geförderten Projektes sollen streng geschützte Tier- und Pflanzenarten bzw. Lebensräume geschützt werden. Zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt als Flächeneigentümer, dem Bundesforstbetrieb sowie der Unteren Naturschutz- und Wasserbehörde legten die Projektmitarbeiter deshalb bereits im letzten Jahr die Standorte für die neuen Tümpel fest. Bisher war der Boden aber so stark durchnässt, dass der Bagger tiefe Spuren auf den Wegen hinterlassen hätte. Aufgrund des andauernden, strengen Frostes bestand nun keine Gefahr mehr. Die Bauarbeiten konnten endlich beginnen und sogar innerhalb einer Woche erfolgreich abgeschlossen werden. Gefüllt werden die flachen Tümpel im Frühjahr vor allem durch abfließendes Regenwasser. Die Kleingewässer sollen dann verschiedenen Amphibien als Laichgewässer dienen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den bedrohten Kammmolch gelegt. Er ist mit bis zu 18 cm Körperlänge ein wahrer Riese unter den heimischen Molchen. Kammmolche verbringen einen großen Teil des Jahres im Wasser, an Land sind die scheuen Tiere meist nachtaktiv. Aufgrund ihrer eher versteckten Lebensweise wissen nur die Wenigsten, welch prächtiges Hochzeitskleid die Männchen anlegen. Zur Fortpflanzungszeit tragen sie auf dem Rücken einen gezackten Hautkamm. Der Schwanz weist dann seitlich silberne Streifen auf und an ihren Flanken finden sich silbrige Punkte. Gefährdet ist der Kammmolch vor allem aufgrund des Verlustes geeigneter Lebensräume. Kammmolche benötigen gut besonnte Tümpel mit vielen Versteckmöglichkeiten sowohl im Wasser als auch an Land. Auch sollten die Tümpel fischfrei sein, denn sowohl der Laich als auch die Jungtiere werden gern von Fischen gefressen.

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