Tag des Wassers am 22. März
Kontrollierte Qualität

Sonne tanken, das Wasser genießen: Das Schwimmen im Pool ist ein großer Spaß für Groß und Klein, sofern die Wasserqualität stimmt.  Der Tag des Wassers am 22. März ist eine gute Gelegenheit, sich Gedanken über die Qualität des Wassers in der Region zu machen.
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  • Sonne tanken, das Wasser genießen: Das Schwimmen im Pool ist ein großer Spaß für Groß und Klein, sofern die Wasserqualität stimmt. Der Tag des Wassers am 22. März ist eine gute Gelegenheit, sich Gedanken über die Qualität des Wassers in der Region zu machen.
  • Foto: epr/Söll
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Für die meisten Menschen, vor allem die jüngeren, ist sauberes Wasser eine Selbstverständlichkeit. Es kommt aus dem Wasserhahn und ist jederzeit verfügbar. Der Weltwassertag am 22. März ist eine gute Gelegenheit, sich einmal Gedanken darüber zu machen, wie es um das Wasser bei uns in der Region bestellt ist.

In den Landkreisen Greiz und Saale-Orla erfolgt die Trinkwasserversorgung zu etwa 75 Prozent aus der Talsperre Leibis und circa 25 Prozent werden aus sogenannten örtlichen Dargeboten entnommen. Letztere sind im Wesentlichen Brunnen, Quellen, Stollen und ein geringer Teil Oberflächenwasserspeicher, erklärt die zuständige Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie auf unsere Nachfrage.

Entsprechend örtlicher Voraussetzungen kann in machen Versorgungsgebieten auf eigene lokale Dargebote zurückgegriffen werden, während in anderen Versorgungsgebieten aufgrund quantitativer und qualitativer Gegebenheiten die Trinkwasserversorgung nur über Fernwasser möglich ist. In einigen Versorgungsgebieten wird auch Fernwasser mit örtlichen Dargeboten gemischt. Wasserknappheit herrscht in der Regel nicht vor. Bei lokalen Dargeboten (Entnahmen aus kleiner Quellen) kann es in Sommermonaten zu Versorgungsengpässen kommen, hier ist und aber in den beiden Landkreisen in den vergangenen Jahren allerdings nichts bekannt.

Der Trinkwasserverkauf gesamt, einschließlich Haushalte, Industrie, Landwirtschaft und öffentlicher Bedarf, liegt in den Kreisen Greiz und Saale-Orla zwischen 110 und 120 Liter pro Einwohner und Tag. Betrachtet man nur den Verkauf an Haushalte, so schwankt dieser je nach Versorgungsgebiet zwischen 50 und 90 Litern pro Einwohner und Tag.

Aufgrund tendenziell rückläufiger Einwohnerzahlen und reduzierter Verluste ging der Trinkwasserverbrauch in den letzten 25 Jahren zurück. Bei weiter sinkendem Verbrauch, wie gegenwärtig abgeschätzt wird, sind perspektivisch keine Versorgungsprobleme zu erwarten.

Die Qualität des Trinkwassers (nach einer eventuellen Aufbereitung) wird von den Wasserversogern selbst und den Gesundheitsämtern der Landkreise kontrolliert.

Das Grundwasser in den Landkreisen Saale-Orla und Greiz ist teilweise durch den Eintrag von Nitrat belastet. Die Überwachung des Grundwassers erfolgt durch die TLUG über ein landesweites Messnetz und die örtlichen Wasserversorger, sofern Grundwasser zur öffentlichen Wasserversorgung entnommen wird.

Und wie sieht es mit der Qualität natürlicher Gewässer aus?

Die „Qualität der natürlichen Gewässer“ ist mit der Gültigkeit der Richtlinie 2000/60/EG - kurz EU- Wasserrahmenrichtlinie – über den ökologischen Zustand eines Gewässersystems oder Gewässerabschnittes ausgewiesen, erläutert man bei der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie.

Ökologischer Zustand bedeutet, das entscheidende Bewertungselement ist die Biologie, die Lebewelt im Gewässer. Die Artenzusammensetzungen der Wirbellosen am Gewässerboden, der Wasserpflanzen und Algen sowie der Fischfauna widerspiegeln die anstehenden Lebensraumbedingungen.

Diese sind u. a. abhängig von der Beschaffenheit der fließenden Welle, der Strukturvielfalt im Gewässerlauf, dem Fließkontinuum und der Anbindung des Gewässers an das Landökosystem. Ein guter Zustand als Ziel der EU- Wasserrahmenrichtlinie ist erreicht, wenn die biologischen Qualitätskomponenten geringe anthropogene Abweichungen zeigen, störende Einflüsse sich nur im geringen Maße bemerkbar machen.

Für die Region ist das ernüchternde Fazit der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie: Im Betrachtungsraum Greiz – Weida – Schleiz muss aktuell konstatiert werden, dass derzeit kein Gewässersystem dem Status guter ökologischer Zustand gerecht wird.

Trotz zahlreicher Verbesserungen entsprechen bisher rund 90 Prozent der Thüringer Gewässer diesen hohen Anforderungen noch nicht. Grund hierfür sind der übermäßige Verbau der Gewässer durch Begradigungen, Wehre und Uferbefestigungen sowie die zu hohen Belastungen der Fließgewässer mit Nährstoffen aus landwirtschaftlichen Flächen und Abwassereinträgen.

Neben der Erreichung des ökologischen Zustands stellt die Belastung von Flüssen mit Mikroplastik aus Kosmetik oder Kleidung eine neue zusätzliche Herausforderung dar.

Von der TLUG werden die erforderlichen Daten erhoben, die zur Ermittlung und Bewertung der Gewässer nach Menge und Güte erforderlich sind. Dazu unterhält die Landesanstalt die entsprechenden Meßstellen / Untersuchungseinrichtungen.

Wasser kann aber auch eine zerstörerische Kraft sein. Wie sieht es denn mit der Hochwassergefahr in der Region aus?

Bezüglich Hochwasser hat der Landkreis keine herausgehobene Stellung zum Rest von Thüringen, lautet die Antwort. Der Landkreis liegt im Hochwasserentstehungsgebiet. Reichhaltige länger anhaltende Niederschläge auch in Verbindung mit Schneeschmelze können zu Hochwasserereignissen führen.

Daniel Dreckmann

Sonne tanken, das Wasser genießen: Das Schwimmen im Pool ist ein großer Spaß für Groß und Klein, sofern die Wasserqualität stimmt.  Der Tag des Wassers am 22. März ist eine gute Gelegenheit, sich Gedanken über die Qualität des Wassers in der Region zu machen.
Damit die Trinkwasserqualität bis zum Wasserhahn dauerhaft erhalten bleibt, sollte die Hausinstallation regelmäßig vom SHK-Fachmann geprüft und gewartet werden.
Autor:

Daniel Dreckmann aus Zeulenroda-Triebes

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