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Vogelzählung in Thüringen
Stunde der Wintervögel 2018

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Der NABU Thüringen ruft vom 5. bis zum 7. Januar zur „Stunde der Wintervögel 2018“auf. Vogelfreunde können am Futterhäuschen eine Stunde lang Vögel zählen und dem
NABU melden.

Nachdem im vergangenen Winter ungewöhnlich wenige Vögel in
Gärten und Parks bei der „Stunde der Wintervögel“ gesichtet worden waren,
deuten erste Beobachtungen darauf hin, dass in diesem Jahr wieder mehr
gefiederte Gäste an die Futterhäuschen kommen. Um hierzu umfassende
Daten zu gewinnen, hofft der NABU auf eine hohe Teilnehmerzahl bei der
„Stunde der Wintervögel“, die bundesweit vom 5. bis zum 7. Januar 2018
stattfindet.

„Im Freistaat blieben bei der letzten Wintervogelzählung vor allem die sonst
häufigen Wintergäste wie Kohl-, Blau- und Schwanzmeisen oder Kleiber aus.
Sie wurden im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel oder gar um die Hälfte
weniger beobachtet“, erklärt Klaus Lieder, der Sprecher des
Landesfachausschusses für Ornithologie im NABU Thüringen. Vermutlich war
in Polen, dem Baltikum und Russland im vergangenen Winter die Witterung
so günstig, dass Vögel, die sonst zu uns kommen, dort überwintert haben. In
diesem Jahr deute sich an, dass wieder mehr Vögel aus Nordosteuropa in
Deutschland überwintern. Mittlerweile sind schon große Gruppen von
Fichtenkreuzschnäbeln, die aus der Taiga stammen, in vielen Teilen
Deutschlands gesichtet worden.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche
Mitmachaktion und findet bereits zum achten Mal statt. Der Naturschutzbund
Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für
Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am
Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und dem
NABU zu melden.

„Die Teilnahme ist auch ganz einfach und es braucht keine große
Qualifikation. Es reicht wenn man sich alleine, mit der Familie oder mit
Freunden einen schönen Platz sucht, von dem aus man unserer gefiederten
Freunde gut beobachten kann. Mit einer Thermoskanne Tee oder heißer
Schokolade und Keksen macht die ganze Aktion sicherlich noch viel mehrSpaß“, ermuntert Klaus Lieder zum Mitmachen. Von dem ruhigen

Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die
im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist, und anschließend dem
NABU gemeldet.

Wer Vögel zur „Stunde der Wintervögel“ ans Futterhaus locken möchte,
für den hat der NABU drei goldene Regeln zur Winterfütterung zusammengestellt:
Erste goldene Regel
Keine Speisereste vom menschlichen Speisen verfüttern – am gefährlichsten
sind gesalzene Speisen!
Zweite goldene Regel
Artgerechtes Futter für die Vögel verwenden: Energiereiche Samen und Nüsse
sind am besten geeignet. Dazu zählen unter anderem Hafer, Maisflocken,
geschälte und ungeschälte Sonnenblumenkerne, ungesalzene Erdnüsse,
Haselnüsse, aber auch Haferflocken als Streu- und Futtersäulenmischungen.
Ganz wichtig: Die Mischung macht´s! Damit zum Beispiel Feinfresser wie
Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Erlenzeisig nicht ausgeschlossen werden,
sollten keine ausschließlichen Fütterungen mit nur einer Futtersorte erfolgen.
Amseln und Rotkehlchen bevorzugen zum Beispiel auch Weichfutter wie
Äpfel und Rosinen. Das Futter sollte frei sein von Samen der gefährlichen
Ambrosiapflanze.
Dritte goldene Regel
Keine Massenfutterplätze einrichten – sie begünstigen die Verbreitung von
Krankheiten! Besser als große Futterhäuser sind Futtersäulen und
Futtertrichter und auch Kleinfutterhäuser, in denen das Futter trocken
nachrutschen kann und gegen Verschmutzung geschützt ist. Mehrere
Futtersäulen und -trichter in Abstand zueinander anbringen, damit viele
Vögel die Chance haben, sie zu nutzen. Amseln, Wacholderdrosseln und
andere Arten nutzen das herunterfallende Futter. Diese Plätze täglich säubern.
Damit die Vögel keiner Katze zum Opfer fallen, empfiehlt es sich die
Futterstellen so zu platzieren, dass die Umgebung gut überblickt werden
kann.

Zur Aktion „Stunde der Wintervögel“ stellt der NABU eine Zählhilfe, Porträts
der häufigsten Vogelarten sowie Tipps zur Winterfütterung zur Verfügung.
Weitere Informationen unter: www.NABU-Thueringen.de.

Der Meldebogen
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