Interview mit Landrätin Martina Schweinsburg über Gefühle, Sorgen und Herausforderungen
Herausforderung Schulnetzplanung

Martina Schweinsburg beim Jahresempfang 2019 des Landkreises Greiz in der Vogtlandhalle.
  • Martina Schweinsburg beim Jahresempfang 2019 des Landkreises Greiz in der Vogtlandhalle.
  • hochgeladen von Gerd Zeuner

Das erste Viertel des Jahres 2019 ist bereits Geschichte. Trotzdem immer noch Gelegenheit, einen Blick nach vorn zu werfen. Was ist in diesem Jahr geplant, was bereitet Sorge? Ich sprach darüber mit der Greizer Landrätin Martina Schweinsburg:

Das erste Quartal dieses Jahres ist ins Land gegangen. Welches Gefühl haben Sie?
Es wird Zeit, dass der Frühling kommt. Doch darauf zielt ihre Frage sicher nicht ab.In den fast 29 Jahren in politischer Verantwortung habe ich aber gelernt, dass Gefühle nicht immer der beste Ratgeber sind. Gesunder Menschenverstand und Pragmatismus sind da sehr viel hilfreicher.

Der Landkreis Greiz im Jahr 2019 – wie steht er da?
In den 25 Jahren seines Bestehens hat sich der Landkreis Greiz erfolgreich entwickelt, meine ich. Vieles, was wir gemeinsam in dieser Zeit erkämpft und manchmal auch erstritten haben, nehmen wir heute als selbstverständlich. Bedenken Sie, wo wir starteten – kaum eine Region in Mitteldeutschland war so stark vom Strukturwandel betroffen wie wir. Abwicklung, Zerschlagung, Neuorientierung – mit Ideenreichtum, Mut und Engagement haben wir dies in erster Linie als Chance begriffen und wie ich meine, auch genutzt.
Heute verfügt der Landkreis über eine robuste Wirtschaft, getragen vor allem von kleinen und mittelständischen Betrieben, die sich neben solchen Leuchttürmen wie der Bauerfeind AG, der Köstritzer Schwarzbierbrauerei, Innofol oder Breckle, um nur einige Beispiele zu nennen, etablieren konnten.
Unsere Schulen sind praktisch durchsaniert, unsere Städte und Gemeinden verfügen über eine weitestgehend intakte Infrastruktur, unsere Krankenhäuser haben wir mit viel Geld saniert und modern ausgestattet. Die Erwerbslosenquote liegt heute bei 5,2 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit der Wende. Zur Erinnerung: Vor 15 Jahren lag die noch bei 17 Prozent.

Was erwartet uns in den kommenden Monaten?
Wahlkampf natürlich, denn am 26. Mai findet die Europawahl statt und es werden die Stadt-, Gemeinde- und Kreisräte neu gewählt, im Herbst dann die Landtagswahlen.

Welches Problem wollen Sie unbedingt gelöst sehen?

Probleme? Für mich sind das immer Herausforderungen, die es pragmatisch und mit Weitsicht zu meistern gilt. 2019 wollen wir zum Beispiel die Komplettsanierung der Grundschule in Ronneburg zu Ende bringen, so dass die Kinder mit Beginn des nächsten Schuljahres in einem rundum sanierten, modern ausgestatteten Schulkomplex lernen können.

Was bereitet Ihnen Sorgen?
Auch wenn die Landregierung beim neuen Schulgesetz einige unserer Forderungen berücksichtigt hat, so bleibt die Schulnetzplanung für die nächsten Jahre eine enorme Herausforderung. Der gegenwärtig noch gültige Schulnetzplan läuft 2020 aus. Doch ich würde das nicht als Sorge bezeichnen, sondern vielmehr als eine der Hauptaufgaben, die wir als Schulträger zu leisten haben. Und das verantwortungsbewusst und nachhaltig.

Fühlen Sie sich von der Landespolitik gut behandelt?
Siehe Antwort auf Frage 1!

Autor:

Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes

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