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Grundschule Irchwitz nach Sanierung übergeben
Wieder Leben im Schulhaus

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Zur Einweihung ihrer sanierten Schule ließen die Schüler der Grundschule Greiz-Irchwitz am heutigen 12. Februar 2018 Luftballons in den Himmel steigen.

Am ersten Schultag nach den Winterferien konnten die Irchwitzer Grundschüler wieder ihr Schulgebäude in Besitz nehmen. Anderthalb Jahre war das Gebäude grundhaft saniert worden. In dieser Zeit hatten die Irchwitzer Kinder und das Lehrerkollegium in der ehemaligen Bau-Berufsschule in der Greizer Fritz-Ebert-Straße ihr Schuldomizil. 

Zu  der Einweihungsfeier in Irchwitz begrüßte Hortleiter Marian Diezel in Vertretung der erkrankten Schulleiterin Ina Kusebauch Landrätin Martina Schweinsburg, Bürgermeister Gerd Grüner und Vertreter der 22 am Bau beteiligten Firmen. "Jetzt ist wieder Leben hier im Schulhaus", freute er sich und dankte allen, die zum Gelingen des Vorhabens beigetragen haben, sowie den Lehrern und Hausmeistern. Dem schloss sich Landrätin Schweineburg an, wobei die CDU-Politikerin in ihren Dank neben ihren Mitarbeitern ausdrücklich SPD-Bürgermeister Grüner einschloss, der mit seiner Fraktion im Stadtrat die Bereitstellung der Mittel für die Sanierung der Irchwitzer Schule ermöglicht hatte.

Insgesamt betragen die Gesamtkosten für das Bauvorhaben (Bau und Einrichtung) 2.350.000 Euro.

Hier die offizielle Verlautbarung aus der Kreisverwaltung:

Grundschule Greiz-Irchwitz nach Sanierung übergeben

Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2017/2018 können die Mädchen und Jungen der Grundschule Greiz-Irchwitz wieder in ihrem richtigen Schulgebäude lernen, rund eineinhalb Schuljahre war das nicht der Fall.
Für rund 2.350.000 Euro hat der Landkreis Greiz als Schulträger das Gebäude aufwändig saniert. Am heutigen Montag hat die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg die Schule wieder eröffnet.
Neben der Instandsetzung der Bausubstanz stand vor allem die energetische Sanierung des Gebäudes sowie die Erneuerung der kompletten Haustechnik im Mittelpunkt der Anstrengungen. Parallel dazu erfolgte in einigen Bereichen eine Neustrukturierung der Räumlichkeiten
Am 29. Juni 2016 erfolgte die Anlaufberatung zum Bauvorhaben GS Irchwitz. Angedacht war eine Bauzeit von 54 Wochen mit der Zielstellung, mit Beginn des Schuljahres 2017/18 die Schule wieder zu nutzen. Dies war eine sehr sportliche Zielstellung und setzte voraus, dass alle notwendigen Arbeiten planmäßig und ohne zusätzliche Leistungen erfolgen.
Wie wir heute wissen, wurde daraus nichts, Bauzeiten und Bauabläufe mussten mehrfach angepasst bzw. verschoben werden.
Neben baulichen Problemen, wie dem während der Abbrucharbeiten des Seitenflügels entdeckten Hausschwamm im Altbau, kamen schwierige Vergabeverfahren, weil sich mal kein Bieter fand für den genannten Zeitraum oder ein andermal gegen einen Auftragnehmer in der Bauphase ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, oder weil ein Bieter gegen die erfolgte Vergabe Beschwerde bei der Vergabekammer einlegte. Die bestätigte zwar die Vergabeentscheidung des Landratsamtes, doch in jedem dieser unvorhersehbaren Fälle verstrich wertvolle Bauzeit. Und am Ende waren für die Baumaßnahme insgesamt 25 Vergabeverfahren notwendig.

Mit Übergabe des Objektes an den Nutzer sind noch witterungsabhängige Restleistungen im Außenbereich notwendig, die für dieses Frühjahr geplant sind. Dazu gehört die Errichtung der Rasenfläche und die Bepflanzung der Hänge mit Bodendeckern.
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Am 29. Juni 2016 erfolgte die Anlaufberatung zum Bauvorhaben GS Irchwitz. Angedacht war eine Bauzeit von 54 Wochen mit der Zielstellung, mit Beginn des Schuljahres 2017/18 die Schule wieder zu nutzen. Dies war eine sehr sportliche Zielstellung und setzte voraus, dass alle notwendigen Arbeiten planmäßig und ohne zusätzliche Leistungen erfolgen.

Wie wir heute wissen, wurde daraus nichts, Bauzeiten und Bauabläufe mussten mehrfach angepasst bzw. verschoben werden.
Für die Umsetzung der Bauleistungen wurden 25 Vergabeverfahren notwendig.

So musste Vergabe der Abbrucharbeiten des Seitenflügels 2mal durchgeführt werden, da nach der öffentlichen Ausschreibung kein Angebot für den geplanten Zeitraum abgegeben wurde. Der Baubeginn für die Abbrucharbeiten des Seitenflügels verzögerte sich dadurch um 14 Wochen, was natürlich Auswirkungen auf Bauzeiten anderer Gewerke insbesondere im Bereich des Altbaus hatte

Bei den Abbrucharbeiten im 2. Obergeschoss im Altbau wurden Hausschwamm festgestellt und es musste ein Gutachten eines Sachverständigen erstellt werden. Es erfolgte eine Schadenskartierung der befallenen Bereiche und es wurde ein Sanierungskonzept erforderlich. Im Ergebnis kam es zu zusätzlichen Leistungen in Form von Austausch sowie Verstärkung einzelner Bauteile verbunden mit Bauzeitverlängerungen.

Mit Frühlingsanfang sollten die Leistungen im Gewerk Dachdecker, welche während der Winterzeit ruhten, fortgesetzt werden. Da gegen die damit beauftragte Firma mittlerweile ein Insolvenzverfahren eröffnet worden war, mussten die noch offenen Leistungen im Gewerk Dachdecker und Dachklempnerarbeiten neu vergeben werden, was neuerliche Bauverzögerungen brachte, insbesondere für die Arbeiten im Bereich der Fassade.

Damit nicht genug, im Zuge der weiteren Ausschreibungen kam es zu Beanstandungen des Vergabeverfahrens im Los Estrich. Auch wenn die Vergabekammer die Vergabeentscheidung des Landratsamtes bestätigte, bedeutete dies weitere Zeitverschiebung im geplanten Bauablauf.

Bei der letzten Fensterlieferung für den Altbau kam es zu einer fehlerhaften Ausstattung einzelner Fernster (Rundbogen), die neu gefertigt werden mussten. Dieses hatte wiederum zur Folge, dass einzelne Gewerke ihre Leistungen nicht wie geplant abarbeiten konnten und zeitlich neu eingetaktet werden mussten, was die beteiligten Firmen in Bedrängnis brachte, die durch andere Auftraggeber und Verpflichtungen bereits gebunden waren. Die Mehrheit der Unternehmen zeigte jedoch großes Verständnis und suchte mit dem Auftraggeber nach Lösungen.
Zu den baulichen Problemen ergaben sich krankheitsbedingt noch neue organisatorische Zuordnungen. Mit den neu gewonnenen Verantwortlichen, dem kommissarischen Schulleiter Herr Heider und dem Hortleiter Herr Diezel, konnten kompetente Partner gefunden werden, mit denen die weiteren notwendigen Absprachen und Einweisungen zwischen Schulträger und Schule erfolgen können. Nur mit deren Unterstützung und mit zusätzlichen Hausmeistern aus anderen Objekten konnte der Umzug vom Ausweichquartier in der Fritz-Ebert-Straße in die Hainbergstraße innerhalb einer Woche gemeistert werden. Dank an alle Beteiligten für die Gute konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bauamt.

Wesentliche Leistungen der einzelnen Gewerke

Bauliche Maßnahmen
1. Bauwerksanierung – Erhalt
- Umlaufende Drainage
- Vertikalabdichtung Erdberührter Wände
- Zustandserhaltung Dach und Dachentwässerung inkl. Erweiterung
2. Modernisierung / Energetische Sanierung
- Neue Fenster mit Isolierverglasung
- Wärmedämmfassade „ Neubau“
- Innendämmung „Altbau“
- Wärmdämmung Fußboden Neubau
- Neue Innen- und Außentüren
- Neue Bodenbeläge
- Sonnenschutzanlagen Hofseitig und PC-Kabinett
- Malerarbeiten
- Schließanlage
3. Brandschutz
- Schaffung der erforderlichen Rettungswege nach Brandschutzkonzept
- Einbau Rauchschutztüren zur Bereichstrennung
- Schaffung zusätzlicher Verbindungen zwischen Altbau und Neubau in Form von Treppenanlagen
- Schaffung von mindestens 2 voneinander getrennt verlaufenden Rettungs- und Fluchtwege
4. Außenanalagen
- Herstellung bituminöser Zufahrt
- Sanierung des Spielplatzes
- Neugestaltung der umlaufenden Grünflächen
- Einfriedung
Elektro
- umfasst die komplette Neuinstallation
- Das Gebäude ist mit einer Blitzschutzanlage ausgestattet
- Beleuchtungsanlage, innen und außen, Außenleuten mit hocheffizienten LED-Leuchten
- Sicherheitsbeleuchtungsanlage, dezentral aufgebaut mit LED-Sicherheits- und Rettungswegeleuchten
- Hausalarmanlage mit automatischen und nichtautomatischen Melder- und Signalisierung mittels elektronischen Alarmsirenen
- Zentrale Uhrenanlage, Türruf und Sprechanlage, Elektroakustische Anlage für Durchsagen und Pausensignalisierung
- Installation eines Computerkabinettes mit interaktivem Smart Board
- Rauch- und Wärmeabzugsanlagen in den Treppenhäusern
Sanitär
- Trinkwassernetz inkl. Sanitäranlagen komplett neu installiert
- Hygienische Forderungen umgesetzt durch Installation von Spülstationen
Heizung
- Nach Abbruch des Seitenflügels und Demontage der alten Heizzentrale wurde die neue Heizung in den Kellerräumen im Altbau neu eingeordnet
- In diesem Zuge wurde eine neue Anbindung der Gasleitung erforderlich
- Die bestehende Heizungsanlage war komplett überaltert und entsprach nicht mehr der Norm
- Die neue Heizungsanlage besteht aus 2 Gasthermen
- Die Leitung der Heizung konnte durch energetische Maßnahmen im Baubereich stark reduziert werden
- Das Wärmeverteilnetz sowie die Heizkörper wurden komplett neu aufgebaut
- Ein Großteil der Einzelräume sind mit Raumtemperaturanzeigen ausgestattet. Diese erkennen eine Belegung im Raum. Bei fehlender Belegung wird die Raumtemperatur um 4°C gesenkt. Dies führt zu einer effektiven Auslastung und Betrieb der Heizungsanlage. Das System ist zudem selbstlernend und Solarbetrieben damit fallen keine Wartungskosten an.
- Die Sanitärräume wurden mit einer Abluft ausgestattet

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