Christian Müller ist froh, wieder zurückgekommen zu sein
„Die Vorteile des Vogtlandes überwiegen“

Christian Müller hatte Glück und fand eine Anstellung bei Sys Tec electronic. Er ist froh, wieder im Vogtland zu leben und empfiehlt anderen, die Region nicht zu verlassen.
  • Christian Müller hatte Glück und fand eine Anstellung bei Sys Tec electronic. Er ist froh, wieder im Vogtland zu leben und empfiehlt anderen, die Region nicht zu verlassen.
  • Foto: Elisabeth Friedrich
  • hochgeladen von Daniel Dreckmann

Von Elisabeth Friedrich

Christian Müller lebt in Reichenbach und arbeitet seit sechs Jahren bei Sys Tec electronic in Heinsdorfergrund. Er ist Dipl.-Ing. (BA) Nachrichtentechnik und in der Technologieabteilung verantwortlich für Innovationen und Verbesserungen, welche die Serienproduktion betreffen.

Nach seinem Abitur lebte er acht Jahre im Stuttgarter Raum, studierte an einer Berufsakademie und war vier Jahre bei einem Arbeitgeber in der Automobilbranche tätig.

Was war der Auslöser für die Rückkehr in die Heimat?
Der Auslöser war eine langjährige Fernbeziehung, die einfach für den nächsten Schritt einer Entscheidung bedurfte. Wir wollten zusammenziehen und eine Familie gründen. Das hat sich hier in der Region angeboten. Meine Frau und ich sind schon seit dem Abitur ein Paar.

Haben Sie Ihre Rückkehr allein organisiert und durchgeführt oder haben Sie Hilfestellungen, wie Beratungsstellen, in Anspruch genommen?
Das war eine selbstmotivierte Aktion. Das heißt, ich habe immer wieder nach Stellen geschaut, den Arbeitsmarkt beobachtet.
Das war keine Entscheidung von heute auf morgen, sondern ich habe geschaut, wann sich die Gelegenheit bietet und das auch selbst organisiert.

Wie lang hat die Stellensuche gedauert?
Von der Entscheidung, wieder nach Hause zu kommen bis zum tatsächlichen Bewerbungsgespräch lag ein Zeithorizont von zwei Monaten. Also es ging doch relativ schnell. Es war wohl ein glücklicher Umstand, dass gerade eine passende Stelle verfügbar war. Zwischen meiner Bewerbung und der Zusage lag eine Zeitspanne von vier Wochen.
Ich hatte damals nur eine Bewerbung geschrieben. Bei einem Unternehmen in Chemnitz waren zufällig mehrere passende Stellen offen, die meinen Vorstellungen entsprachen.
Das war mein erster Schritt ins regionale Umfeld. Der zweite Schritt zur Sys Tec electronic kam erst vier Jahre später. Meine Tätigkeit in Chemnitz war ja mit einem weiten Arbeitsweg verbunden. So habe ich täglich zwei Stunden Freizeit verfahren. Da unsere Familienplanung dann sehr konkret wurde, war auch das nicht mehr tragbar, um beispielsweise die Betreuungszeiten für unser Kind abzusichern. So kam die glückliche Fügung, dass auch hier bei der Sys Tec electronic eine passende Stelle ausgeschrieben war.

Bedauern Sie im Nachhinein, dass Sie weggegangen sind?
Nein. Es war eine bewusste Entscheidung. Ich wollte mich von meinem Elternhaus ein Stück weit lösen und das duale Studium an einer Berufsakademie, das ich in Stuttgart absolviert habe, hat mir eine finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht. Das war mir für meine persönliche Entwicklung sehr wichtig und hilfreich. Das bereue ich auf keinen Fall.Natürlich ist so eine Entscheidung mit Entbehrungen verbunden.

Was raten Sie anderen, die ihre Heimat verlassen haben?
Die ganzen Vorteile, die die Region Vogtland bietet, überwiegen aus meiner Sicht. Das geht damit los, näher bei den Großeltern zu sein, die einem unter die Arme greifen, als auch der alte Freundeskreis. Ich kann jedem nur raten, bei der Familie zu bleiben.

Was schätzen Sie besonders an Reichenbach und dem Vogtland?
Meine Frau arbeitet in Greiz. Auch sie hat einen sehr kurzen Arbeitsweg. Für uns ist der Wohnort Reichenbach wirklich ideal. Die Kinderbetreuung ist für uns von sehr hoher Bedeutung.Ich schätze die gemeinsamen Besorgungen mit meinem Kind nach Arbeit und Kindergarten. Wenn wir nach Hause laufen, können wir noch schnell beim Bäcker oder der Bücherei vorbei gehen. Auch der Spielzeugladen ist nicht weit. Wir haben hier viele Möglichkeiten.

Interview: Elisabeth Friedrich

Dieses Interview ist nur ein Beitrag von vielen in der Sonderveröffentlichung "Hier ist Ihr Zuhause - hier ist Ihr Job", die an diesem Samstag, 22. Dezember 2018, den Tageszeitungen Thüringer Allgemeine, Ostthüringer Zeitung und Thüringische Landeszeitung kostenlos beiliegt.
"Hier ist Ihr Zuhause - hier ist Ihr Job" richtet sich gezielt an Thüringer, die den Freistaat verlassen haben, aber mit dem Gedanken spielen, wieder in die Heimat zurückzukehren. Es werden Perspektiven aufgezeigt, Ansprechpartner genannt und Job-Chancen vorgestellt.

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