Sofortversorgung bei akutem Nierenversagen
Kreiskrankenhaus Greiz setzt neue künstliche Niere ein

Chefarzt Peter G. Junghänel (l.) und Oberarzt Dr. Steffen Volkert (2.v.l.) mit dem Team der Klinik für Anästhesie- und Intensivtherapie.
  • Chefarzt Peter G. Junghänel (l.) und Oberarzt Dr. Steffen Volkert (2.v.l.) mit dem Team der Klinik für Anästhesie- und Intensivtherapie.
  • Foto: Kreiskrankenhaus Greiz GmbH
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Eine neue künstliche Niere steht dem Team der Klinik für Anästhesie- und Intensivtherapie am Greizer Kreiskrankenhaus ab sofort zur Verfügung.

Eine vernünftige Investition und Ergänzung zur Verbesserung der Patientenversorgung, freut sich Chefarzt Peter G. Junghänel. "Wir können Patienten mit akutem Nierenversagen oder nach großen Operationen sofort und vor allem kreislaufschonend versorgen, weil das Gerät rund um die Uhr verfügbar ist." Das Dialyseverfahren könne kontinuierlich angewendet werden, was vor allem für die immer älter werdenden Patienten in der Akutphase einer kritischen Erkrankung schonender sei, ergänzt Oberarzt Dr. Steffen Volkert.

Natürlich werde die Kooperation mit der Nephrologischen Praxis in Greiz weiter fortgeführt, da auf der Intensivstation des Krankenhauses auch künftig keine chronischen Dialysen durchgeführt werden. "Diese Behandlung wissen wir in der niedergelassenen Praxis in guten Händen", betont Chefarzt Junghänel. Vielmehr gehe es darum, dass das Dialysegerät inklusive Behandler für die Akuttherapie nicht mehr wie bisher von der Praxis angefordert werden müsse, sondern auf der Intensivstation zur Verfügung steht.

Nicht nur die Ärzte, auch die 32 Schwestern der Intensivstation unter Leitung von Katrin Goller haben sich für die Bedienung des Geräts qualifiziert. Wichtig darüber hinaus: Das Dialyseverfahren hat unter anderem auch Vorteile für operativ zu versorgende Patienten, weil es eine andere Form der Blutverdünnung einsetzt. Statt des bekannten Heparins wird Citrat eingesetzt, das das für die Gerinnung notwendige Kalzium im Blut bindet. Eine Blutverdünnung, die nur in der künstlichen Niere erfolgt, nicht im Körper des Patienten. Denn bevor das Blut erneut durch seine Adern fließt, wird das Kalzium wieder zugesetzt. Auf diese Weise ist der Patient immer bereit für notwendige Eingriffe und Nachblutungen nach Operationen können vermieden werden.

Seit Sommer vorigen Jahres ist der Einsatz der hochmodernen künstlichen Niere in der Klinik vorbereitet worden. "Viele unserer Patienten sind Diabetiker mit bereits gestörter Nierenfunktion, aber auch bei Sepsis oder anderen kritischen Erkrankungen mit einem Multiorganversagen muss die Nierenfunktion schnell und schonend ersetzt werden", sagt Dr. Volkert. In das neue Dialysegerät investierte die Kreiskrankenhaus GmbH rund 15 000 Euro.

Autor:

Lokalredaktion Thüringer Vogtland aus Zeulenroda-Triebes

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