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Ostern das ganze Jahr. Marion Hintzsche aus Chursdorf setzt bis zu vier Ostereier ineinander

Wo: Marion Hintzschke, 07907 Chursdorf auf Karte anzeigen
Marion Hintzsche
Marion Hintzsche
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Klar war Enkaustik auch vor 15 Jahren schon ein Begriff. Aber Enkaustik auf einem Ei? Nein, das gab es noch nicht. Wie auch? Wie soll man mit einem Bügeleisen Wachsmalfarben auf der runden Oberfläche zu einem Bild formen können? Dabei ist zu jenem Zeitpunkt eigentlich nur der Begriff Enkaustik falsch verstanden worden. Er bedeutet schließlich nicht, die Farben mit dem bügeleisenähnlichen Gerät aufzutragen, sondern nur, dass die Wachsmalfarbe flüssig aufgetragen werden muss.

Marion Hintzsche aus Chursdorf (bei Tegau) hat ihre Nische gefunden. Hühnereier interessieren sie weniger. Es sind vielmehr die unterschiedlichen Eierformen, Oberflächen und Größen, die sie immer wieder aufs Neue faszinieren. Und kaum beherrscht sie die Technik der Enkaustik auf dem Ei, folgt der nächste Schritt. Warum nicht die Eier „aufbrechen“ und noch von innen bemalen? So entstehen außergewöhnliche 3-D-Effekte. Dem nicht genug, setzt sie auch noch Eier unterschiedlicher Größe ineinander. Als kleinstes Ei kommen dabei Zebrafinkeneier zu Einsatz. Das Größte ist das Straußenei. Die verwendet sie allerdings nicht so gern und daher höchst selten. Der Bemalung nicht genug, perforiert sie ihre Eier zudem. Selbst Lieder und Gedichte stehen auf ihren Ostereiern. Das längste auf ihren Eiern zu findende Gedicht ist – logischerweise zum Thema passend – Goethes Osterspaziergang. Marion Hintzsche hat ihren eigenen Weg gefunden. Das Thema Ostern ist für die Chursdorferin neben ihrem Beruf als Staatlich anerkannte Erzieherin längst zur Ganzjahresbeschäftigung geworden. Dass sie mit ihrer Gestaltungstechnik auf dem richtigen Weg sein muss, davon zeugen auch ihre Beteiligungen an Ostereierbörsen, bei denen es schwierig ist, den sprichwörtlichen Fuß in die Tür zu bekommen. Zu nennen wären da beispielsweise die Börsen in Schwetzingen, Mannheim, im Kloster Andechs und Kloster Eberbach. Das bedeutet natürlich enormen Stress die letzten sechs Wochen vor Ostern.

Seit der ersten Ostereierausstellung 2006 im Geraer Museum für Naturkunde beteiligt sie sich daran. Selbstverständlich jedes Jahr mit einem neuen Thema. Diesmal haben es ihr die Schmetterlinge angetan. Nahezu alle Aussteller der diesjährigen Kabinettausstellung, die bis 15. April zu sehen ist, sind auch auf dem Ostereiermarkt am 24. Und 25. März, jeweils 11 bis 17 Uhr, im Botanischen Garten Gera präsent, ergänzt mit weiteren Angeboten. Im Turmhaus können die Besucher die verschiedensten Gestaltungstechniken sehen. Wie gewohnt gibt es im Gewächshaus zahlreiche Mitmachangebote. „Und die sind nicht nur für Kinder gedacht“, erklärt Marion Hintzsche, die als Mitglied des Freundeskreises Ostereiermarkt wesentlichen Anteil an der Organisation des Marktes und der Ausstellung im Museum hat. Traditionelle Ostereiergestaltungstechniken können selbst ausprobiert werden. Osterkörbchen werden geflochten, Eier gefilzt, Patchworkarbeiten stehen an. Für die Kinder gibt es zudem ein „Kükenspiel“.

Ausstellung im Museum für Naturkunde Gera:
16. März – 15. April 2012
Dienstag bis Sonntag, Feiertage 11 – 18 Uhr

Ostereier-Markttage im Botanischen Garten Gera:
24./25. März 2012, 11 – 17 Uhr
Vorführung und Verkauf, Gestalten von Ostereiern unter künstlerischer Anleitung und mehr

Mehr Informationen unter www.ostereiermarkt-gera.de

Weitere Teilnehmer am Ostereiermarkt und mehr Infos über das Museum für Naturkunde sind hier zu finden:

http://www.meinanzeiger.de/gera/themen/museum-f%FCr-naturkunde.html

Marion Hintzsche
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Die Wachsmalfarbe mischt die Chursdorferin inzwischen auch selbst.
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Das kleinste Ei stammt hier vom Wellensittich
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Ludwig Uhland's "Die Einkehr" wurde auf dieses integrierte Ei geschrieben.
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Die Büroklammer lässt die Eiergröße bereits erahnen - es handelt sich um ein Zebrafinkenei.
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Lotti ist wieder mal neugierig.
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