Ringen, RSV Rotation Greiz
Das Team für die Bundesliga steht

Tino Hempel (l.) und Thomas Fähndrich präsentieren die Mannschaft für die kommende Bundesligasaison.
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Die Wechselfrist für die DRB-Bundesliga ist vorbei, die Ringervereine haben ihre Teams für die kommende Saison zusammengestellt.

Am Rande eines dreitägigen Trainingslagers mit Sportlern befreundeter Vereine haben RSV-Präsident Thomas Fähndrich und Trainer Tino Hempel der Presse das Aufgebot für die nächste DRB-Bundesligasaison vorgestellt. "Die Mannschaft ist zusammengeblieben, der Kader ist gut aufgestellt", schätzt der Trainer ein, der nach Bekanntgabe der Staffeleinteilung erst einmal geschluckt habe: "Mit dem Meister Burghausen und Vizemeister Heilbronn sind für uns unschlagbare Teams in unserer Staffel." So bleibe nur der Kampf um Platz drei, und der wird schwer genug, denn die Staffel Ost gilt unter Experten gemeinhin als die stärkste der drei DRB-Bundesligastaffeln. 

"Auch im Ringen geht die Schere zwischen armen und reichen Vereinen immer weiter auseinander", sind sich Hempel und Fähndrich einig. Dennoch sei es den Greizern als Verein mit einem der niedrigsten Budgets in der Liga gelungen, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, mit der der Kampf um Platz drei bis fünf in der Achter-Staffel ein realistisches Ziel ist. Dazu sollen auch die vier Neuzugänge mit beitragen. Gleich zwei Neuverpflichtungen konnte der RSV für die unteren Gewichtsklassen (57/61 kg) verbuchen: Mit dem Georgier Zurab Matcharavili soll die Achillesferse im unteren Greco-Bereich behoben werden. Der 29-jährige mehrfache Landesmeister kämpfte im Vorjahr in der Bundesliga für den CWS Düren-Merken. Mit Sven Cammin kommt nach einem Jahr Luckenwalde ein alter Bekannter zurück nach Greiz. Der mehrfache Medaillengewinner bei deutschen Meisterschaften ging von 2015 bis 2017 für den RSV auf die Matte und avancierte damals zu einem der Publikumslieblinge in Greiz. Der 31-Jährige gehört zu den wenigen Sportlern, die in beiden Stilarten einsetzbar sind.

Neben den beiden weiteren Neuzugängen - dem moldawischen Auswahlringer Igor Besleaga (75/80 kg) und dem ungarischen Nachwuchs-WM-Medaillengewinner Zsolt Török (98/130 kg) - ist Mateusz Wolny (80/86 kg) ein gefühlter weiterer Neuling ist. Der 29-Jährige fiel die komplette vergangene Saison verletzt aus.. Nun ist er aber wieder fit und dürfte als Dritter der polnischen Meisterschaften eine weitere Verstärkung im Greizer Team sein.

"Insgesamt sind wir deutlich flexibler als voriges Jahr aufgestellt und können so auch besser beispielsweise auf Verletzungen reagieren", schätzt Thomas Fähndrich ein. "Wir konnten durch gezielte Verstärkungen eine kompakte Mannschaft zusammenstellen, die unseren Fans attraktiven Ringkampf bieten wird", kündigt Tino Hempel an. Mehr noch: Ein Spektakel soll den Zuschauern geboten werden.

Das Spektakel soll gleich zum Saisonauftakt die Greizer Halle an der Eisbahn zum Beben bringen, denn am 28. September erwartet der RSV den langjährigen Konkurrenten FC Erzgebirge Aue. "Das wird ein Knaller", freut sich Hempel schon jetzt und hofft auf die Unterstützung von mindestens 1000 Zuschauern.

Einen ersten und vor allem emotionalen Höhepunkt wird es dann bereits vor dem ersten Kampf geben. Denn neben den obligatorischen Ehrungen für die Leistungen bei den Einzeltitelkämpfen will Thomas Fähndrich dem Schwergewichtler Alin Alexuc ein besonderes Geschenk machen. Der Rumäne, er war voriges Jahr der erfolgreichste Greizer Bundesligaringer, erkämpfte in diesem Jahr erneut die EM-Bronzemedaille. Diese Medaille hat er versteigert, um mit diesem Erlös die komplizierte und teure Operation eines schwer kranken kleinen Mädchens zu finanzieren. Der RSV hat diese Plakette ersteigert, "weil auch wir Greizer helfen wollten", sagt der Vereinspräsident und kündigt an: "Vor dem ersten Bundesligakampf werden wir Alin die Medaille in würdiger Form zurückgeben.“

Bundesligakader des RSV Greiz, Saison 2019/20

• Gewichtsklasse bis 57 kg und 61 kg: Vladimir Codreanu, Zurab Matcharashvili, Sven Cammin, Rasul Galamatov.
• 61/66: Drin Abullahu, Alexander Grebensikov, Dustin Nürnberger, German Doev.
• 66/71: Vladimir Gotisan, Joel Wrensch, Abdul Galamatov, Dawid Karecinski.
• 75/80: Daniel Sartakov, Konstantin Sommer, Igor Besleaga, Toni Stade.
• 80/86: Martin Obst, Mateusz Wolny, Thomas Leffler, Ron Watzek.
• 98/130: Sebastian Wendel, Magomedgadji Nurov, Zsolt Török, Alin Alexuc.

Zugänge:

Sven Cammin (1. Luckenwalder SC), Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften.
Zurab Matcharashvili (RC CWS Düren-Merken), mehrfacher georgischer Meister,
Igor Besleaga (KSV Ispringen), mehrfacher moldawischer Meister.
Zsolt Török (SC Oberölsbach), mehrfacher Nachwuchs-EM- und WM-Medaillengewinner.

Abgang: Lukasz Konera (SV Luftfahrt Berlin).

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