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Drei Thüringer Vereine kämpfen in der zweithöchsten deutschen Ringerliga

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Der Moldawier Vladimir Gotisan (r.) wird bei den Greizern einen der beiden Ausländerstartplätze besetzen.
Der Moldawier Vladimir Gotisan (r.) wird bei den Greizern einen der beiden Ausländerstartplätze besetzen. (Foto: Zeuner)
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Die neugegründete "Regionalliga Mitteldeutschland" ist nach Auflösung der 2. Bundesliga durch den Deutschen Ringerbund die zweithöchste Ringer-Liga in der Bundesrepublik. Mit dem RSV Rotation Greiz und dem KSC Motor Jena sind in der Staffel A dieser Liga zwei Thüringer Traditionsvereine vertreten. Und die treffen gleich am ersten Kampftag aufeinander. Erhard Schmelzer stellt die beiden Vereine und die neue Liga vor.

Noch nie begann eine Ringkampfsaison so zeitig wie in diesem Jahr. Schon am 19. August wird der erste Kampftag in der zweithöchsten deutschen Liga angepfiffen. Nach dreijähriger Pause kommt es, bedingt durch das Ausscheiden des KSC Motor Jena im Jahre 2013 aus der 2.Bundesliga, nun wieder zum Thüringenderby gegen den Greizer Erzrivalen aus der Saalestadt. Und zu diesem Spitzenkampf kommt es bereits am ersten Kampftag.

Bedingt durch den zeitigen Saisonbeginn konnten die Verantwortlichen der fünf an den Kämpfen beteiligten ostdeutschen Landesverbände in diesem Jahr auf die ungeliebten Doppelkampfwochenenden verzichten. Die erste Greizer Mannschaft kämpft jeweils am Sonnabend um 19:30 Uhr in Greiz-Aubachtal in der Sporthalle an der Eisbahn. Der Sonntagnachmittag gehört in diesem Jahr auch bei den Ringkampfbegeisterten der Familie, wenn man von den zur dieser Zeit bereits im Internet lesbaren Ringkampfberichten absieht. Grundsätzlich an jedem Kampftag wird um 17:30 Uhr ein Vorkampf mit der zweiten Greizer Vertretung angepfiffen. Die Gegner heißen hier Thalheim II, Aue II, Werdau, Taucha, Pausa/Plauen III, Gelenau II, SAV Leipzig/KFC Leipzig II. Die erste Greizer Mannschaft hat am 9.September und am 28.Oktober kampffrei.

In der mit sechs Teams besetzten Staffel B, in der mit dem AC Germania Artern ein dritter Thüringer Verein ringt, beginnen die Kämpfe am 2. September.

Nach Abschluss der Rundenkämpfe stehen für die beiden Erstplatzierten jeder Staffel die Endkämpfe auf dem Programm. Der Sieger der Staffel A trifft auf den Zweiten der Staffel B. Der Zweite der Staffel A kämpft gegen den Sieger der Staffel B. Am 25. November besitzen die Vereine der Staffel A Heimrecht. Die Rückkämpfe finden am 2. Dezember statt. Die Finalkämpfe um die Plätze 1 und 2 sowie 3 und 4 kommen am 9. und 16. Dezember zur Austragung. Vom 25. November bis 16. Dezember werden dann auch die anderen Platzierungskämpfe ausgetragen. Platz 3 Staffel A gegen Platz 3 Staffel B usw. mit Hin- und Rückkampf.

Der RSV Rotation Greiz hat sich das Ziel gesetzt die Endkämpfe um die ersten beiden Plätze zu erreichen. Einen Fehlstart mit einem verlorenen Heimkampf zu Saisonbeginn - wie in den letzten beiden Jahren - darf es deshalb diesmal bei den veränderten Rahmenbedingungen nicht geben.

In diesem Jahr sind nur noch zwei Ausländer pro Kampf startberechtigt. Die Greizer setzen dabei wieder auf den bewährten Vladimir Gotisan. Der Moldawier konnte seine Spitzenposition in der Bestenliste aus dem Jahr 2015 zwar nicht verteidigen, kam aber im Vorjahr mit 14 Siegen bei 14 Kämpfen hinter seinem führenden Vereinskollegen Martin Obst auf einen hervorragenden vierten Platz. Ungeschlagen blieb im letzten Jahr auch Sebastian Jezierzanski. Auf diesen sympathischen Kämpfer aus Polen werden die Greizer Zuschauer in diesem Jahr vergeblich warten. Ihn zog es als Topzugang zum Bundesligisten ASV Urloffen nach Südbaden. Jezierzanski vermittelte seinen „Nachfolger“ selbst und der ist ein Hammer. Der erfahrene Zbigniew Baranowski gilt als die Nummer Eins in unserem östlichen Nachbarland in der 86 kg-Klasse. Bei den Olympischen Spielen, als sich kein deutscher Freistilringer qualifizieren konnte, belegte er Rang zehn. Bei den Europameisterschaften in diesem Jahr wurde er Fünfter. Beim Großen Preis von Polen vor 14 Tagen wurde er erst im Finale vom russischen Meister Valiev bezwungen.

Aber auch die Jenaer Kontrahenten haben sich qualitativ verstärkt. Neben den Mahmudov-Brüdern, der deutschen Vizemeister Aslan kam vom Erstligisten Aalen, der ehemalige Junioren-Dritte Norman war zuletzt in Gelenau aktiv, ist der tschechische Auswahlringer Peter Novak der Topzugang. Bei den diesjährigen Europameisterschaften bezwang der Prager den deutschen Ex-Europameister Pascal Eisele. Beim Saisonauftakt in der Greizer Sporthalle kommt es also gleich zu einem besonderen Höhepunkt. Wobei es für die Gastgeber einen Fehlstart mit einem verlorenen Heimkampf zu Saisonbeginn - wie in den letzten beiden Jahren – zu vermeiden gilt. Vor der Begegnung soll das Greizer Ringeridol Uwe Neupert, der viele Jahre in Jena rang, zum 60. Geburtstag geehrt werden. Um 16 Uhr wird eine Ausstellung über ihn eröffnet. Anschließend gibt es ein buntes Rahmenprogramm und um 17.30 Uhr wird der Vorkampf der zweiten Greizer Vertretung gegen die WKG Pausa/Plauen III angepfiffen.

Die Ansetzungen des RSV Rotation Greiz in der Staffel A, Anpfiff ist jeweils samstags um 19.30 Uhr:

19. August: Greiz – Jena (Rückkampf: 7. Oktober)
26. August: Markneukirchen - Greiz (RK: 14. Oktober)
2. September: Greiz –Pausa/Plauen II (RK: 21. Oktober)
16. September: Greiz – Gelenau (4. November)
23. September: Lugau - Greiz (11. November)
30. September: Greiz – RV Thalheim (18. November)

Die Mannschaften der Staffel B
AC Germania Artern, KFC Leipzig, RC Potsdam, Grün-Weiß Weißwasser, Luftfahrt Berlin und der KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt

Der Moldawier Vladimir Gotisan (r.) wird bei den Greizern einen der beiden Ausländerstartplätze besetzen.
Die Greizer Ringer wurden in der vergangenen Saison Meister der 2. Bundesliga Nord, verzichteten aber auf das Aufstiegsrecht.
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