Ringen, 1. Bundesliga
Greiz empfängt den Deutschen Meister

Vladimir Codreanu (oben) gehört zu den zuverlässigsten Punktelieferanten der Greizer Ringer. Hier schultert er im Heimkampf gegen Hallbergmoos seinen Nachfolger als Moldawischen Meister, Ivan Zamfirov.
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  • Vladimir Codreanu (oben) gehört zu den zuverlässigsten Punktelieferanten der Greizer Ringer. Hier schultert er im Heimkampf gegen Hallbergmoos seinen Nachfolger als Moldawischen Meister, Ivan Zamfirov.
  • Foto: Gerd Zeuner
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Der RSV Rotation Greiz empfängt am 15. Dezember den SV Wacker Burghausen.

Von Erhard Schmelzer:

Für die Bundesligamannschaft des RSV Rotation Greiz geht am Sonnabend in der Sporthalle an der Eisbahn eine unglaubliche Saison zu Ende. Der Aufsteiger, der in den letzten fünf Jahren viermal die Meisterschaft in der zweiten Liga gewann, schlug sich auch im Oberhaus der deutschen Ringerligen bravourös. Elf Kämpfe bestritt der Greizer Ringerverein bisher in dieser Saison und konnte dabei teilweise gegen namhafte Gegner fünf Siege erkämpfen. Damit steht der Greizer Ringerverein nicht nur im Ranking der ostdeutschen Teams ganz oben, sondern belegt auch in der Staffel Südost den vierten Tabellenplatz.

Als letzter Gegner reist nun der deutsche Mannschaftsmeister der letzten Saison an, der SV Wacker Burghausen. Die Mannschaft von der österreichischen Grenze hat sich für das Wettkampfjahr 2018/2019 ein klares Ziel gestellt: Titelverteidigung. In Südbaden erfolgt gleich am Sonnabend nach dem Kampf ASV Urloffen gegen die RKG Freiburg die Auslosung zur Endrunde. Darauf werden die Gäste in der Greizer Ringerhalle mit Spannung warten. Die Viertelfinalkämpfe werden bereits am 22. und 29. Dezember zur Austragung kommen. Für die Burghausener Sportler wird es da nicht so viel werden mit dem Festtagsbraten. Die Greizer Ringer hingegen können beruhigt die Festtage feiern. Nach der knappen Niederlagen zu Hause gegen Hallbergmoos und beim Mitkonkurrenten Johannis Nürnberg ist der Endrundenzug bereits abgefahren. Die ersten drei Plätze in der Staffel sind vergeben. Burghausen wird im Viertelfinale als Staffelsieger den Mitfavoriten Adelhausen und Heilbronn aus dem Wege gehen können. Während der Zweite, Hallbergmoos, in der ersten Runde auf einen schlagbaren Widersacher hofft, wäre der Dritte, Nürnberg, schon froh, wenn er durch Losentscheid überhaupt an der Endrunde teilnehmen könnte.

Wie wird es nun aber in der Greizer Ringerhalle aussehen? Das Ergebnis des Kampfes hat, wie gesagt, für den deutschen Meister nur noch statistische Bedeutung. Der erste Tabellenplatz ist ihnen nicht mehr zu nehmen. Die Greizer Ringer hingegen möchten sich mit einer guten Leistung von ihrem phantastischen Publikum verabschieden. Kein anderer Bundesligaverein konnte in dieser Saison mehr Zuschauer in seiner Halle begrüßen, wie der RSV Rotation Greiz. Nun, wenn die acht stärksten Vereine in der Endrunde weiter kämpfen, werden die Zuschauerzahlen natürlich steigen. Der Aufsteiger aus Greiz hat aber auch in dieser Hinsicht ein Zeichen gesetzt und erwartet nun zum letzten Heimkampf noch einmal volle Ränge. Das RSV-Präsidium hat beschlossen den Kampf gegen Burghausen bereits ab 18 Uhr auszutragen. Im Anschluss daran wird wie in den Vorjahren zusammen mit Sportlern und Anhängern gefeiert.

Am letzten Wochenende mussten sich die Burghausener lange auf ihre Gegner aus Aue warten. Wegen eines Staus auf der Autobahn kam der FC Erzgebirge Aue zu spät zum Wiegen und unterlag so mit 0:40. Der Kampf auf der Matte endete mit 23:10 für den deutschen Meister. Die Gastgeber hatten dabei zwar nicht ihre stärkste Kapelle an Bord, aber auch mit einigen Sportlern aus der zweiten Reihe sind die Oberbayern eine Macht. Gegen Aue traten sie mit drei amtierenden deutschen Meistern – Fabian Schmitt, 57 kg, Benjamin Sezgin, 86 kg und Ramsin Azizsir, 97 kg – sowie zwei Vizemeistern – Michael Widmayer, 75 kg und Maximilian Lukas, 80 kg - an. Dazu kamen noch die im freien Stil kämpfenden ausländischen Spitzenkönner Vladimir Egorov (61 kg) , der Pole Magomedmurad Gadzhiev (75 kg) und der für die Slowakei kämpfende Russe Soslan Gagloev (130 kg). Letzterer wird allerdings in Greiz fehlen. Der aus Nordossetien im Kaukasus stammende Gagloev machte seinen ossetischen Vornamen Soslan, was auf Deutsch Löwe heißt, alle Ehre und biss, als ihm der Auer Filipczak schulterte, in die Hüfte. Der Zella-Mehliser Kampfrichter Andre Schedler bestrafte ihn dafür mit der Roten Karte.

Vladimir Codreanu (oben) gehört zu den zuverlässigsten Punktelieferanten der Greizer Ringer. Hier schultert er im Heimkampf gegen Hallbergmoos seinen Nachfolger als Moldawischen Meister, Ivan Zamfirov.
Vladimir Gotisan (rotes Trikot) besiegt im vorletzten Heimkampf der Saison den Hallbergmooser Manuel Striedl durch Technische Überlegenheit.
Autor:

Lokalredaktion Thüringer Vogtland aus Zeulenroda-Triebes

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