Ringen, DRB-Bundesliga
Greiz empfängt erstmals die Schorndorfer Ringer

Der Greizer Thomas Leffler (l.) nach einem früheren Bundesligakampf im Gespräch mit dem Auswahlringer Maximilian Schwabe, der bis vorige Saison für Pausa rang und jetzt für Schorndorf die Ringerstiefel schnürt. Beide könnten am 19. Oktober wieder aufeinander treffen.
  • Der Greizer Thomas Leffler (l.) nach einem früheren Bundesligakampf im Gespräch mit dem Auswahlringer Maximilian Schwabe, der bis vorige Saison für Pausa rang und jetzt für Schorndorf die Ringerstiefel schnürt. Beide könnten am 19. Oktober wieder aufeinander treffen.
  • Foto: Gerd Zeuner
  • hochgeladen von Lokalredaktion Thüringer Vogtland

Nach dem 16:16-Remis beim SV Hallbergmoos empfängt der RSV Rotation Greiz am 19. Oktober die Ringer aus Schorndorf, die Aue 14:9 schlugen.

Von Erhard Schmelzer

Am Sonnabend treffen die Bundesligaringer des RSV Rotation Greiz auf den starken Aufsteiger ASV Schorndorf. Schorndorf liegt östlich von Stuttgart in Württemberg. Der Vereinsbus des ASV muss 365 km bis Greiz zurücklegen. Nur der deutsche Meister Burghausen hat einen etwa gleich langen Anfahrtsweg.

Für einen Sportler der Schorndorfer ist die Anreise aber nur ein Katzensprung. Maximilian Schwabe ist Mitglied der Sportfördergruppe der sächsischen Polizei in Leipzig. Seine Anreise dürfte er mit einem Besuch seiner Eltern in Syrau verbinden. Hier ist er aufgewachsen und hat in Pausa, in dessen Ringerverein auch Vater und Mutter mitarbeiten, mit dem Ringkampf begonnen. Im Vorjahr als die WKG Pausa/Plauen noch in der Bundesliga kämpfte, konnte Schwabe aber auf Grund einer Verletzung nicht mittun. In dieser Saison kämpft sein ehemaliger Verein in der Regionalliga Mitteldeutschland. Da der zweimalige deutsche Vizemeister und zweimalige EM-Teilnehmer weiter um einen Platz in der Nationalmannschaft kämpfen will, nahm er ein Angebot der Schorndorfer an, um weiter erstklassig zu ringen. In den ersten Saisonkämpfen blieb der Griechisch-römisch-Spezialist in den Gewichtsklassen 75 bzw. 86 kg ohne Niederlage.

Der Aufsteiger aus Württemberg hat sich gewaltig verstärkt. Neben Schwabe kann der Verein auf zwölf weitere namhafte Neuzugänge aus dem In- und Ausland verweisen. Einige Sportler kommen allerdings erst in der Rückrunde zum Einsatz. In den drei ersten Saisonkämpfen blieben die Schorndorfer ohne Niederlage, was außer ihnen nur dem deutschen Meister Burghausen gelang.

Zu den Neuzugängen, die voll eingeschlagen haben, gehören der Türke Engin Cetin (57 kg/f), der Rumäne Razvan Arnautu (61 kg/g), der Russe Idris Ibaev (71 kg/g) und der schwedische EM-Dritte von 2018 Zakarias Berg (86 kg/g) - alles Ringer, die den Greizer Zuschauern und Aktiven unbekannt sind. Der deutsche Meister Martin Obst (80 kg/f) hingegen dürfte mit dem Ex-Pausaer und Ex-Eislebener Zalik Sultanov auf einen alten Bekannten treffen. Zu den deutschen Neuzugängen der Schwaben zählen der ehemalige Juniorenauswahlringer und DM-Dritte Dawid Wolny (75 kg/f), Ertugrul Agca (98 kg/f) und der Auswahlringer im Schwergewicht Jello Krahmer. Der türkischstämmige Essener Agca brachte das Kunststück fertig, als Junior in einer schweren Gewichtsklasse Männermeister zu werden. Außerdem gewann er bei den Junioren bei WM und EM jeweils die Bronzemedaille.

Für das Greizer Team wird es nach den Siegen gegen Aue und Lichtenfels sicher der bisher schwerste Heimkampf. Die Vereine trafen noch nie aufeinander. Bis vor einigen Jahren trugen die Schorndorfer den Namen ihres Hauptsponsors Bauknecht, dessen Firmensitz sich im Ort befand. Seit einigen Jahren hat der bekannteste deutsche Haushaltsgerätehersteller seine Produktion vollständig ins Ausland verlagert. Der Verein hat die daraus resultierenden Einbußen, wie der Bundesligaaufstieg beweist, finanziell locker weggesteckt. Seit diesem Jahr firmiert der Verein als „Spartaner“, eine Reminiszenz an den Namen bei der Vereinsgründung 1908.

Der Kampf wird am Sonnabend, den 19.Oktober, um 19.30 Uhr in Greiz in der Sporthalle An der Eisbahn angepfiffen. Bereits um 17.30 Uhr stehen sich die zweite Greizer Mannschaft und die WKG Pausa/Plauen II gegenüber. Der Sieger dieser Partie hat berechtigte Chancen, in der Landesliga Sachsen die Spitzenposition zu übernehmen.

Autor:

Lokalredaktion Thüringer Vogtland aus Zeulenroda-Triebes

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.