Ringen, Regionalliga Mitteldeutschland
Greiz - Pausa/Plauen II 40 : 0

Sven Cammin (oben) besiegt Pierre Vierling mit Technischer Überlegenheit.
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  • Sven Cammin (oben) besiegt Pierre Vierling mit Technischer Überlegenheit.
  • hochgeladen von Gerd Zeuner

Greiz. Der Sieger der Begegnung zwischen dem RSV Greiz und der Zweiten Mannschaft der WKG Pausa/Plauen stand bereits vor dem ersten Mattengang fest.

Da die Gäste nur mit sieben Ringern angereist waren und so keine wettkampffähige Mannschaft stellen konnten, ging der Kampf mit 40 : 0 für Greiz in die Wertung ein. 

Das Nichterscheinen mit einem kompletten Team werteten die Greizer als grob unsportlich und unfair. Harsche Kritik ging diesbezüglich an die Pausa-Plauener Vereinsführung, die zwar 30 Sportler für die Regionalligamannschaft gemeldet habe, aber "aus fadenscheinigen Gründen" keine zehn Sportler für das Vogtlandderby zusammenbringt. 

Die sieben Paarungen in Greiz wurden als Freundschaftskämpfe ausgetragen und auch hier behielten die Gastgeber die Oberhand. Für den RSV siegten Sven Cammin, Dustin Nürnberger, Brian Tewes, Martin Zeuner und Tom Linke, während für die Gäste aus dem sächsischen Vogtland Jonas Valtin und Florian Frank punkteten.

Hier der Kampfbericht von Erhard Schmelzer:

Zum Hauptkampf reiste die gegnerische Mannschaft, die zweite Vertretung der WKG Pausa/Plauen zwar pünktlich an, allerdings nur mit sieben Aktiven. Drei Gewichtsklassen blieben unbesetzt, so dass die Freistilringer Vladimir Gotisan (75 kg), Martin Obst (80 kg) und Sebastian Wendel (98 kg) ohne Gegner blieben und der Greizer 40:0 Sieg bereits auf der Waage feststand.
Die 345 Zuschauer, die trotz des Brauereifestes des Hauptsponsors Vereinsbrauerei Greiz gekommen waren, zeigten sich enttäuscht.Die Pfiffe beim Einmarsch der Gäste wären wohl noch lauter gewesen, wenn zu diesem Zeitpunkt ihre Wiegeliste schon allgemein bekannt gewesen wäre. Natürlich hatten sich die Aufstellungsprobleme der Gäste in Sachsen herumgesprochen, so dass trotz Derbycharakter die Gästefans an einer Hand abgezählt werden konnten. (Zur Aufstellungsproblematik siehe nebenstehenden Bericht)Die Greizer Trainer hatten gegenüber dem Kampf in Markneukirchen die Mannschaft auf vier Positionen verändert und ließen Tom Linke zwei Gewichtsklassen höher starten. Sven Cammin (57 kg/f) rückte wieder ins Team.
Der sich noch immer in starker Form befindliche vierzigjährige Greco-Spezialist Pierre Vierling, der aus dem thüringischen Bad Salzungen stammt und vor genau 20 Jahren Juniorenmeister war, wurde vom deutschen Vizemeister vor allem durch Beinangriffe immer wieder vor unlösbare Probleme gestellt. Schon nach zwei Minuten stand der 16:0 Sieg des Greizers fest.
Tom Linke (130 kg/g) startete diesmal in der schwersten Gewichtsklasse und traf auf den mehr als 15 kg schwereren Kevin Drehmann, der sich zwei Wochen früher bereits in der dritten Mannschaft in Greiz vorgestellt hatte. Der aus Stralsund angereiste Vertreter des RSV stellte sein ganzes Können in den Dienst der Mannschaft und erkämpfte gegen den jüngsten Spross einer Pausaer Ringerfamilie, von der drei Generationen Medaillen bei nationalen Meisterschaften gewannen, einen 9:0 Sieg.Dustin Nürnberger (61 kg/g) traf auf den drei Jahre jüngeren Leon Lange, der sich geschickt verteidigte, zur Halbzeit aber nach Durchschlüpfer und Rolle 0:4 zurücklag. In der zweiten Hälfte kam der Plauener auf, schnürte den Greizer mehrmals am Kopf, konnte aber nur auf 1:4 verkürzen.Lucas Kahnt (66 kg/f), gesundheitlich wohl nicht ganz auf der Höhe, hatte im Vorjahr zweimal klar gegen den routinierteren Jonas Valtin verloren. Das war wohl die Ursache für seine viel zu verhaltene Kampfesweise zu Beginn, aus der ein 0:6 Halbzeitstand resultierte. Mit mehr Schwung kam er auf 4:6 heran, wurde dann aber gekontert, konnte sich aber aus der Zangenfassung befreien, unterlag aber 5:14.Zum ersten Mal kämpfte der ehemalige Zella-Mehliser Martin Zeuner (86 kg/g) in der ersten Mannschaft. Er wurde voll gefordert, zwang aber dem erfahrenen Pausaer Florian Heß seinen Kampfstil auf und kam durch Armdrehschwung und Bodenaktionen zum 9:0 Sieg.Routinier Brian Tewes (71 kg/g) beherrschte den zehn Jahre jüngeren Julian Jahn in allen Belangen, brachte ihn zu Boden und punktete durch Rollen. Nach einem Armdrehschwung war noch in der ersten Hälfte der 16.0 Sieg unter Dach und Fach.Den Schlusskampf bestritt Ron Watzek (75 kg/g), der auf den 31-jährigen Florian Frank traf, der in Pausa und Werdau 

Bundesligaerfahrung gesammelt hatte. Was diese Erfahrung wert ist, zeigte sich bereits in der Anfangsphase als der Plauener eine eigentlich vielversprechende Aktion des Greizers mit einem Kopf-Hüft-Schwung am Mattenrand konterte. Der Greizer konnte sich trotz großen Einsatzes nicht aus der folgenden Brückenlage befreien und unterlag auf Schultern.

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