Ringen, 1. Bundesliga - RSV Rotation Greiz
Mit Hallbergmooos kommt ein alter Rivale

Martin Obst (oben) besiegt vergangenen Samstag in Pausa den Dagestaner Zalik Sultanov mit 9 : 0 Punkten. Gegen Hallbergmoos dürfte der Greizer auf den Deutschen Vizemeister Ergyn Aydin treffen.
  • Martin Obst (oben) besiegt vergangenen Samstag in Pausa den Dagestaner Zalik Sultanov mit 9 : 0 Punkten. Gegen Hallbergmoos dürfte der Greizer auf den Deutschen Vizemeister Ergyn Aydin treffen.
  • Foto: Gerd Zeuner
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Der alte Rivale Hallbergmoos tritt wieder in Greiz an

Von Erhard Schmelzer

Am Sonnabend, den 1. Dezember, kommt eine Ringermannschaft zum Punktekampf der Bundesliga nach Greiz, mit der der RSV Rotation Greiz schon lange Kontakte pflegt. Der SV Siegfried Hallbergmoos war nach der Wende einer der ersten Partner der Greizer Ringer im deutsch-deutschen Sportverkehr. Die Männermannschaften beider Vereine trafen 1990 zuerst beim Gemeindefest in Hallbergmoos und später in der Jahnturnhalle in Greiz aufeinander. Die Hallbergmooser kämpften damals in der 2. Bundesliga. Im Osten Deutschlands wurde die 2. Bundesliga erst 1991 ins Leben gerufen. Im Jahre 2002 trafen beide Vereine wieder aufeinander. Beide kämpften nun in der zweigleisigen 1. Bundesliga. Greiz war Vierter im Norden, Hallbergmoos Dritter im Süden. Das Los wollte es so, dass beide Mannschaften im Viertelfinale der Endrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft aufeinandertrafen. In der Sportschule „Kurt Rödel“ siegten die Greizer im Januar 2002 mit 16,5 : 12. Eine Woche später in der damals neuerrichteten Sporthalle in Hallbergmoos ging es ganz spannend zu. Erst in den letzten Minuten des letzten Kampf konnte sich das Greizer Ringeridol Victor Peikov gegen Mahmoud Karimi durchsetzen. Greiz hatte zwar 10 : 12 verloren, war aber ins Halbfinale eingezogen. Hier setzte der spätere Mannschaftsmeister KSC Aalen das Stoppzeichen. Während Greiz 2003 die Mannschaft aus der Bundesliga zurückzog, erreichten die Bayern in den nächsten Jahren noch achtmal die Endrundenkämpfe.

Den größten Erfolg erkämpfte sich Hallbergmoos mit dem Einzug ins Finale 2005/2006. Damals unterlag der SV dem bisher einzigen deutschen Meister aus dem Osten, dem 1. Luckenwalder Sportclub. Nach einer kurzen Stippvisite in der obersten bayerischen Liga starteten die Bayern im Vorjahr wieder in der Bundesliga. Hinter Burghausen und Nürnberg wurde damals der dritte Rang belegt. In der Endrunde unterlag man dem VfL Neckargartach. Diese Mannschaft nennt sich nun Red Devils Heilbronn und führt die Staffel Nordwest an.

Bei Hallbergmoos gibt es eine Besonderheit. Seit 2012 führt ein junger Aktiver den traditionsreichen Verein. Damals wurde Michael Prill zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Präsident kämpft noch heute selbst mit. Im Vorjahr traf er bei den Endrundenkämpfen auf keinen Geringeren als den deutschen Ausnahmeathleten Frank Stäbler, der im Oktober in Budapest seinen dritten Weltmeistertitel errang. Der Präsident unterlag zu Hause mit 0 : 6 und auswärts mit 0  : 9.Da der Präsident auch in den letzten Kämpfen regelmäßig dabei war, ist davon auszugehen, dass er auch in Greiz mit seiner Mannschaft einlaufen wird.

Greiz und Hallbergmoos sind Tabellennachbarn. Die Bayern liegen auf Platz zwei, die Greizer dahinter. Die Hallbergmooser haben ihr Team vor der Saison deutlich verstärkt. Greiz musste sich im Vorkampf auswärts mit 10  : 22 geschlagen geben. Erfolgreichster Gästeringer ist in dieser Saison der deutsche Vizemeister Ergün Aydin, der im Vorkampf Martin Obst unterlag. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass beide jetzt wieder aufeinander treffen. Der Hallbergmooser Andreas Walther hat sieben seiner zehn Kämpfe für sich entschieden. Daniel Sartakov kam mit ihm überhaupt nicht zurecht. Für den Rückkampf hat sich der Greizer einiges vorgenommen.

Kampfbeginn in der Greizer Sporthalle an der Eisbahn ist um 19.30 Uhr. Bereits ab 17.30 Uhr stehen sich Greiz  II und die WKG Gelenau II/Chemnitz gegenüber.

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