Ringen, 1. Bundesliga
Nach ihrer großartigen Heimpremiere müssen die Greizer in Aue ran

Der EM-Dritte aus Rumänien, Alin Alexuc-Ciurariu, hatte gegen den Westendorfer Felix Kiyek keine Mühe und sollte auch in Aue punkten.
  • Der EM-Dritte aus Rumänien, Alin Alexuc-Ciurariu, hatte gegen den Westendorfer Felix Kiyek keine Mühe und sollte auch in Aue punkten.
  • Foto: Gerd Zeuner
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Von Erhard Schmelzer 

Der Saisonstart der Greizer Ringer gelang hervorragend. Die erste Mannschaft des RSV Rotation Greiz bezwang im ersten Bundesligakampf nach 13 Jahren Zweitklassigkeit die im Vorfeld stark eingeschätzten Bayern vom TSV Westendorf vor der riesigen Kulisse von 900 Zuschauern sensationell hoch mit 27:2 Punkten. Die zweite Vertretung konnte nach dem Auswärtssieg in Taucha auch die zweite Mannschaft vom RV Thalheim deutlich bezwingen.

An diesem Wochenende stehen beide Tabellenführ vor schweren Auswärtshürden. Die zweite Mannschaft trifft am Sonnabend, 15. September, um 19:30 Uhr in Weischlitz auf die ebenfalls noch ungeschlagene WKG Pausa/Plauen II. Das Bundesligateam reist ins Erzgebirge und kämpft ebenfalls ab 19.30 Uhr gegen den FC Erzgebirge Aue. Austragungsort ist wie zu Zweitligazeiten die Sporthalle des beruflichen Schulzentrums in der Rudolf-Breitscheid-Straße.

Aue gehört seit Bundesligazeiten zu den größten Konkurrenten mit denen die Greizer Staffel die Klingen kreuzte. Bereits im Vorjahr, als sich Greiz die vierte Zweitligameisterschaft in fünf Jahren sicherte, kämpften die Erzgebirger in der Bundesliga und haben somit sicher einen Erfahrungsvorsprung. Damals belegten die Auer in einer sehr ausgeglichenen Liga den vierten Platz. Erfolgreichster Sportler war der ungarische Auswahlringer Krisztian Jäger, der im griechisch-römischen Stil 8 seiner 11 Kämpfe siegreich gestalten konnte. Der polnische Freistilringer Mateusz Filipczak war siebenmal siegreich.

Die polnische Fraktion wird in dieser Saison durch die Zugänge Jacek Tomaszewski aus Eisleben und Mariusz Los vom deutschen Meister Burghausen verstärkt, der im Vorjahr nur einen Kampf verlor. Auch der ehemalige Pausaer Mate Krasznai, der aus Ungarn kommt, verstärkt in diesem Jahr die Auer. In der Vorwoche hatten die Auer nach dem Rückzug von Bindlach Freilos. Der Auer Trainer Björn Schöniger konnte deshalb in aller Ruhe die Greizer Mannschaft studieren und feststellen: „Greiz hat eine sehr starke Mannschaft. Wir werden aber zu Hause alles tun um ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen.“

Die Greizer haben den Nachteil, das ihre Aufstellung nun bekannt ist und an dieser dürfte sich auch im zweiten Saisonkampf wenig ändern, Aue hingegen kann bis zum Wiegebeginn um 18:45 Uhr pokern. Der Greizer Trainer Tino Hempel ist verhalten optimistisch: „Kämpfe gegen Aue waren immer schwer auszurechnen. Oft gab es überraschende Ergebnisse. Wir haben aber eine starke Mannschaft und hoffen in der Auer Halle auf die Unterstützung unserer mitgereisten Anhänger. Mit einem Sieg in Aue können wir noch mehr Zuschauer am 22. September zum Vogtlandderby in die Greizer Halle locken.“

Autor:

Lokalredaktion Thüringer Vogtland aus Zeulenroda-Triebes

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