Ringen, 1. Bundesliga
RSV Rotation Greiz meldet erste Neuverpflichtungen

Sven Cammin kämpft in der kommenden Saison wieder für den RSV Greiz.

Am 28. September beginnen in den drei Staffeln der DRB-Bundesliga die Mannschaftskämpfe der neuen Saison. Die Staffel Südost, in der der RSV Rotation Greiz wiederum kämpft, wird unter Experten als mit Abstand stärkste der drei Eliteligen eingeschätzt. 

Von Erhard Schmelzer

Der Greizer Ringerverein, im Vorjahr als Aufsteiger auf einem hervorragenden vierten Platz gelandet, will seinen treuen Zuschauern wieder spannende Kämpfe liefern und für manche Überraschung sorgen. Das ist natürlich ohne Verstärkungen nicht möglich. Schon aus taktischen Gründen ist es wichtig, bei den letzten Kämpfen, wenn es gilt, besondere taktische Lösungen für den Mannschaftssieg umzusetzen, einen außergewöhnlichen Sportler aufzubieten.

Dabei ist der RSV beim moldawischen Auswahlringer Igor Besleaga fündig geworden. Der griechisch-römisch-Spezialist, der in der Gewichtsklasse 75 kg starten soll, besitzt wie viele seiner Landsleute neben dem moldawischen auch den rumänischen Pass, kann also als EU-Bürger starten. Kurz vor Saisonbeginn wird er seinen 28. Geburtstag feiern. Die Bundesliga kennt er seit 2015, da startete er beim baden-württembergischen Erstligisten KSV Ispringen und wurde in der Hauptrunde der 1. Bundesliga Süd unter 132 Sportler der Drittbeste hinsichtlich der Punkteausbeute. Bezwungen wurde er nur vom jetzigen Weltmeister Frank Stäbler, der nun für Heilbronn kämpft. Auch nach dem Rückzug des deutschen Vizemannschaftsmeisters von 2016 aus der Bundesliga blieb er in Ispringen und kämpfte in der vom DRB losgelösten Deutschen Ringer-Liga. Der in der moldawischen Hauptstadt Chisinau Lebende kann auf jahrelange internationale Erfahrungen zurückgreifen. Er nahm zehnmal an Europameisterschaften und siebenmal an Weltmeisterschaften teil. Bei seinem letzten WM-Start im Herbst 2018 in Budapest belegte er Rang 10.

Einen anderen Neuzugang kennen die Greizer Ringkampfanhänger sehr gut: Sven Cammin ist nach einem Jahr beim Regionalligisten Luckenwalde wieder zurück im Greizer Team. Seinen letzten Kampf in Greiz bestritt er bei seinem 19:19-Erfolg gegen den Markneukirchner Valerij Borgoiakov, der den Greizern zur Zweitligameisterschaft verhalf. Der Berliner kam 2015 vom damaligen Erstligisten Luckenwalde zum Greizer Verein. Er gehört zu den wenigen Sportlern die in beiden Stilarten einsetzbar sind. Gerade in der leichtesten Gewichtsklasse wurde so ein Sportler im Vorjahr im Greizer Bundesligateam schmerzlich vermisst.

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