Olympische Winterspiele 2018
Zeulenroda-Triebeser Unternehmen gefragt in Pyeongchang

Orthopädietechnikermeister Dirk Schwager nimmt einem Athleten in Pyeongchang den Fußabdruck ab.
  • Orthopädietechnikermeister Dirk Schwager nimmt einem Athleten in Pyeongchang den Fußabdruck ab.
  • Foto: Bauerfeind AG
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Zum fünften Mal war die Bauerfeind AG aus Zeulenroda-Triebs in Pyeongchang Partner eines Organisationskomitees bei Olympischen Spielen. Die Bilanz für die Winterspiele 2018: Knapp 500 Athletinnen und Athleten aus 51 Ländern nutzten den Bauerfeind-Service. Mehr als 900 Mal kamen Bandagen, Orthesen, Kompressionsstrümpfe und Einlagen von Bauerfeind zum Einsatz. Produkte wurden benötigt, wenn sich die Sportler akut verletzt hatten, ein altes Problem wieder aktuell wurde oder diverse Überlastungserscheinungen auftraten. Besonders gefragt waren Bandagen und Orthesen für Knie und Rücken.

Für die Olympischen Winterspiele 2018 lieferte Bauerfeind als einziger Hersteller der Welt Bandagen, Orthesen, medizinische Kompressionsstrümpfe und orthopädische Einlagen. Mehr als 5.000 Artikel wurden dafür im Vorfeld in die Polikliniken der beiden olympischen Dörfer geschickt, um die Produkte in allen Größen bis zum Schluss vorrätig zu haben. Bestandteil des Auftrages war auch, dass Bauerfeind-Teams vom 1. bis zum 25. Februar in den Polikliniken vor Ort sind. Die Orthopädietechniker – allesamt Fachkräfte im Bereich der Sportorthopädietechnik – suchten auf Grundlage einer ärztlichen Diagnose und in Abstimmung mit den Mannschaftsärzten und Physiotherapeuten das für den verletzten Sportler optimale Produkt aus. Sie ermittelten die Größe, erläuterten den Athleten, wie es wirkt und wie sie es anlegen müssen. Zum Service gehörte auch das individuelle Anpassen von orthopädischen Hilfsmitteln, beispielsweise, wenn der Athlet eine Knieorthese benötigte, die auf seine Sportart und Bewegungsumfänge eingestellt werden musste.

Die Bandbreite der Fälle umfasste eine Vielzahl von typischen Sportverletzungen: Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen, Bänderrisse und Knochenbrüche. „Rund 30 Prozent der benötigten Produkte waren Bandagen und Orthesen für Knie und Rücken“, informiert Jörg Ritzerfeld, Projektmanager Olympia und Senior-Manager Sponsorships und Sportmarketing bei Bauerfeind.

Athletinnen und Athleten aus allen 15 Disziplinen nahmen die Hilfe von Bauerfeind in Anspruch, an der Spitze Eishockey, Freestyle-Skiing/Snowboarding sowie Ski alpin. Wie bereits 2014 in Sotschi erwiesen sich die jungen olympischen Disziplinen als verletzungsintensiv. Stürze auf der Buckelpiste, in der Halfpipe oder auf dem Slopestylekurs gehörten zum Alltag im Bokwang Phoenix Park, wo die Wettbewerbe im Freestyle-Skiing und Snowboarding ausgetragen wurden. Rund 80 Freestyler, Skicrosser und Snowboarder benötigten medizinische Hilfsmittel von Bauerfeind, die meisten davon für Knie, Rücken, Hand und Schulter, unter anderem bei Kreuzbandrissen und Seitenbandrissen, Verletzungen im Lendenwirbelbereich, ausgekugelten Schultern oder bei Handbrüchen.

Insgesamt nutzten knapp 500 Athleten aus 51 Ländern den Service des Zeulenrodaer Unternehmens. Traditionell kamen sie zahlenmäßig am häufigsten aus dem Gastgeberland und darüber hinaus aus China, der Schweiz, Schweden und Kanada. Auch Sportler aus sehr kleinen Mannschaften wurden versorgt, zum Beispiel alpine Skirennläufer aus Luxemburg, dem Libanon und Marokko, ein Sloopestyle-Skifahrer aus Mexiko oder ein Langläufer aus Togo.

Einlagen und Kompressionsprodukte
Das Unternehmen aus Zeulenroda-Triebes hatte dank zweier Schleifmaschinen beste Bedingungen, um in beiden Polikliniken auch orthopädische Einlagen anpassen zu können. Vor allem Eishockeyspieler, Langläufer und Biathleten sowie Eisschnellläufer haben mit Fußproblemen zu kämpfen und erhielten passgenaue Einlagen für ihre Sportschuhe. Immer beliebter bei Wintersportlern sind Kompressionsprodukte, unter anderem Kompressionsstrümpfe. Sie üben an genau definierten Stellen am Bein einen bestimmten Druck aus und sorgen dafür, dass eine gute Blutzirkulation gewährleistet wird. Getragen werden die verschiedenen Arten in verschiedenen Kompressionsklassen entsprechend im Training und im Wettkampf sowie zur Regeneration und auf langen Flugreisen.
Dirk Schwager, Orthopädietechnikermeister und Teamleiter Trainings/Technische Sportorthopädie bei Bauerfeind, sagt: „Wir beobachten ein nach wie vor zunehmendes Interesse an orthopädischen Sportprodukten für Prävention und Regeneration, um Verletzungen zu verhindern beziehungsweise sich schnell zu erholen. Unsere Produkte, unter anderem Einlagen oder Kompressionsstrümpfe, helfen dabei.“

Positive Bilanz
Melf Soennichsen, Projektleiter Olympia bei Bauerfeind, Marketingleiter Bauerfeind Sports, zieht eine positive Bilanz und erklärt: „Unsere Technikerinnen und Techniker haben durch ihre professionelle Arbeit das Vertrauen der Sportler tagtäglich gerechtfertigt. Diese Kombination aus handwerklichem Können und hochwirksamen Produkten „Made in Germany“ sorgte dafür, dass wir unser „olympisches“ Ziel auch 2018 erreicht haben: zufriedene Athleten, die mit unseren Produkten erfolgreich ihre Wettkämpfe absolvieren konnten, und zufriedene Partner, die sehen, dass auf uns Verlass ist. Mit unseren Ansprechpartnern im Internationalen Olympischen Komitee und beim Pyeongchang Organisationskomitee, in deren Auftrag wir die Athleten hier versorgen durften, pflegten wir von Beginn an einen sehr partnerschaftlichen Umgang – im Dienst der Athleten aus der ganzen Welt.“

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