1. FC Greiz ist aufgestiegen, Interview mit Trainer Martin Donath und FC-Präsident Frank Brettfeld
Zurück in der Landesklasse

Der 1. FC Greiz - Kreismeister 2018/19, stehend von links: Peter Jahn (Trikotsponsor), Frank Brettfeld (Präsident), Michael Mätzke, Marc Klatt, Felix Schäfer, Niklas Küstner, Jannik Schlehan, Chris Schiller, Toni Kreidemeier, Tim Leuchtmann, Oliver Dix, Kevin Geißler, Nico Förster, Hannes Schmeißner, Philipp Gneupel und Martin Donath (Trainer). Vorn, von links: Franz Scherf, Max Merkel, Chris Kothe, Lamin Darboe, Dennis Mohr und Richard Helmrich.
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  • Der 1. FC Greiz - Kreismeister 2018/19, stehend von links: Peter Jahn (Trikotsponsor), Frank Brettfeld (Präsident), Michael Mätzke, Marc Klatt, Felix Schäfer, Niklas Küstner, Jannik Schlehan, Chris Schiller, Toni Kreidemeier, Tim Leuchtmann, Oliver Dix, Kevin Geißler, Nico Förster, Hannes Schmeißner, Philipp Gneupel und Martin Donath (Trainer). Vorn, von links: Franz Scherf, Max Merkel, Chris Kothe, Lamin Darboe, Dennis Mohr und Richard Helmrich.
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  • hochgeladen von Gerd Zeuner

Nach zweijähriger Landesklassenabstinenz hat der 1. FC Greiz den Wiederaufstieg in die zweithöchste Thüringer Fußball-Liga geschafft. Und das in überzeugender Manier: Am Ende der abgelaufenen Saison lagen die Männer vom Greizer Tempelwald in der Kreisoberliga Ost 14 Punkte vor dem Tabellenzweiten Schmölln. AA-Redakteur Gerd Zeuner sprach mit dem Trainer des 1. FC Greiz, Martin Donath, und dem Vereinspräsidenten Frank Brettfeld:

Herzlichen Glückwunsch zur Rückkehr in die Landesklasse! Wie hat die Mannschaft den Aufstieg gefeiert?

M. Donath: Die Mannschaft hat nach dem letzten Heimspiel der Saison am 1. Juni (1:0 gegen Rositz, Anm. gz), vor dem wir die Meisterschale vom KFA Fußball erhalten hatten, ein kleines bisschen gefeiert. Es war nichts Wildes, wir saßen nach dem Spiel noch eine Weile zusammen und haben gemeinsam den Aufstieg, der da offiziell war, genossen.
F. Brettfeld: Der Aufstieg wird noch einmal zur Saisonabschlussfeier des Vereins mit allen Nachwuchsmannschaften, den Frauen und den Männerteams am 29. Juni entsprechend gewürdigt. Und wir können ja mit der F-Jugend noch eine weitere Meistermannschaft feiern!

Was waren die Gründe für den souveränen Staffelsieg in der Kreisoberliga?

M. Donath:
Wir haben die letzten beiden Jahre ein junges, hungriges Team geformt und die Jungs haben sich in den zwei Jahren hervorragend entwickelt. Sie trainieren ordentlich und mit einem Durchschnittsalter von 20 bis 22 Jahren war die Erste Mannschaft so jung wie lange nicht. Der souveräne Punktevorsprung am Ende täuscht ein wenig, denn wir haben auch das eine oder andere Pünktchen mit etwas Glück geholt. Das gehört im Sport allerdings immer dazu.

Was lief diese Saison besser als die vorherige Spielzeit?

M. Donath: Aus den 17-Jährigen wurden 18-Jährige, aus den 18-Jährigen 19-Jährige. Die Entwicklung war spürbar. Die Jungs brauchten Spiele, um sich zu verbessern. Mit der Spielpraxis verbesserte sich auch die Qualität der Mannschaft immer mehr.
F. Brettfeld: Manche der Jungs hatten ja gar keine A-Jugend-Erfahrung sammeln können, sondern sind direkt in den Männerbereich eingestiegen. Und hier ist schon ein riesengroßer Unterschied zum Nachwuchsbereich in Punkto Härte, Schnelligkeit und Taktik spürbar. Da sind unsere jungen Spieler mittlerweile gut hineingewachsen. Das zeigt, dass das Trainer-Team um Martin Donath eine sehr gute Arbeit geleistet hat. Wir haben bereits zum Ende der vorigen Saison gesehen, dass das Potenzial zum Staffelsieg vorhanden ist. Und dass wir uns gegen Mannschaften wie Altenburg, Rositz und Schmölln durchsetzen konnten, in denen teilweise ehemalige Landesligaspieler stehen, spricht für unser Team.

Also war die Entscheidung richtig, vor zwei Jahren das Nichtabstiegsangebot aus der Landesklasse nicht anzunehmen?

M. Donath: Wir hatten uns damals schon ein bisschen schwergetan, uns aus der Landesklasse zurückziehen zu müssen. Aber wir hatten das gemeinsam mit den Spielern und den Trainern so entschieden, auch wenn es genügend Gegenargumente gab. Und ich glaube, es war der richtige Schritt, eine Klasse tiefer einen Umbruch im Männerbereich unseres Vereins zu vollziehen. Das Angebot von den Staffelverantwortlichen doch noch in der Landesklasse bleiben zu können, kam auch viel zu kurzfristig. Die Vorbereitungszeit für eine Landesklassensaison wäre einfach zu knapp gewesen. Zumal uns schon einige Spieler verlassen hatten.

Ziel in der am ersten Augustwochenende beginnenden Landesklassesaison ist sicherlich der Klassenerhalt?

M. Donath: Ich denke schon. Wir backen erst einmal kleine Brötchen und schauen, wie wir in die Saison starten. Wir freuen uns natürlich auf die Landesklasse, mit einem höheren Niveau in vielen Bereichen. In der Kreisoberliga war der 1. FC Greiz immer der Favorit. Nun fahren wir zu unseren Gegnern als Außenseiter und können nur etwas mitnehmen.

Auf welche Begegnungen freuen Sie sich besonders?

M. Donath: Natürlich auf die Derbys, zum Beispiel gegen Zeulenroda, Schleiz und Bad Lobenstein.

Bleibt die Mannschaft zusammen?

M. Donath: Ja, der große Teil schon. Wir sind mit der Mannschaft ja auch zufrieden. Wer vom Team dabeibleiben will, ist weiter Bestandteil der Ersten Mannschaft. Wir haben aktuell noch keine Abgänge zu verzeichnen.

Gibt es Neuzugänge?

M. Donath: Wir sind an dem einen der anderen Spieler dran und es gibt Verhandlungen. Über Neuzugänge möchten wir aber noch nicht sprechen, da die Wechselfrist noch bis zum 30. Juni geht.

Einer Ihrer auffälligsten Spieler der abgelaufenen Saison war Lamin Darboe. Können Sie etwas über seine Zukunft sagen, planen Sie mit ihm?

F. Brettfeld: Da sind wir nicht handlungsfrei, was der politischen Situation geschuldet ist. Weil sein Heimatland Gambia als sicheres Herkunftsland gilt, hat Lamin ein geduldetes Bleiberecht. Der 19-Jährige kam als ganz junger Spieler zu uns und hat sich wunderbar entwickelt. Er passt in die Mannschaft und engagiert sich auch ehrenamtlich im Verein. Wir hoffen, dass es die politischen Rahmenbedingungen erlauben, dass er in Greiz bleiben kann.

Welche Vorbereitungsspiele auf die neue Saison finden auf dem Tempelwaldsportplatz statt?

M. Donath: Am ersten Juliwochenende - der genaue Termin steht noch nicht fest - empfangen wir den Oberligisten VfC Plauen und am 21. Juli, eine Woche vor der ersten Pokalrunde, ist der FSV Treuen aus der Landesklasse Sachsen bei uns zu Gast.

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